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25. Mai 2020

Gemeinsame Spionage von CIA und BND…



Als Deutschland vom „NSA“ ausspioniert wurde, klagten Merkel und Co.: Unter Freunden dürfte nicht spioniert werden. Die Klage ging durch die Medien, nach 2,3 Tagen war das Thema schon wieder verschwunden. Den viel größeren Skandal produzierte Deutschland selbst – gemeinsame Sache mit dem CIA gegen hunderte von Ländern…

„Die CIA und deutsche Geheimdienste haben jahrelang über hundert Länder ausspioniert, und zwar durch ein Schweizer Unternehmen, das sich auf die Verschlüsselung von Gesprächen spezialisiert hat. Die Crypto AG wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zum Marktführer für Verschlüsselungsgeräte und verkaufte ihre Hardware bis vor kurzem für „Millionen Dollar“ an mehr als 120 Länder.

Der damalige Chef der Schweizer Verschlüsselungsfirma, Heinz Wagner, hatte 1978 die Elektroingenieurin Mengia Caflisch eingestellt. Caflisch bemerkte, dass die Verschlüsselungsgeräte, welche die Crypto AG bei Zug produziert und an Länder wie den Iran oder Saudi-Arabien verkaufte, Sicherheitslücken aufwiesen.

Was Caflisch damals nicht wusste: Die Lücken waren absichtlich eingebaut worden, damit der amerikanische und deutsche Geheimdienst mitlesen konnten. Caflisch kam die Sache seltsam vor und sie war nicht die einzige Angestellte von Crypto AG, die Verdacht schöpfte. In den 1990er Jahren wurde sogar öffentlich diskutiert, ob die Firma mit Geheimdiensten in Verbindung steht. Doch es blieb alles nebulös, es gab keine Beweise.

BND und CIA machen gemeinsame Sache

Nun aber besteht Gewissheit. Journalisten des ZDF, des Schweizer SRF und der amerikanischen Zeitung „Washington Post“ legten Beweise vor, dass der deutsche Nachrichtendienst BND und der amerikanische Geheimdienst CIA gemeinsam und verdeckt die Firma Crypto AG besaßen und betrieben. Sie betrogen von der Schweiz aus über hundert Länder, indem sie ihnen während zwei Jahrzehnten Verschlüsselungstechnologien verkauften, die eine Hintertür aufwiesen.

Der Betrug war besonders lohnenswert. Sie erhielten nicht nur Millionen Schweizer Franken für die Verschlüsselungsgeräte, sondern kamen auch zu wichtigen Informationen. Das jahrzehntelange Arrangement, das zu den bestgehüteten Geheimnissen des Kalten Krieges gehört, wurde nun offengelegt. Die Operation, die zunächst unter dem Codenamen Thesaurus und später Rubicon bekannt ist, zählt zu den kühnsten in der Geschichte der CIA.

Die Schweizer Regierung hat nach den Enthüllungen nun Untersuchungen über die Firma Crypto AG angeordnet. „Es war der Geheimdienst-Coup des Jahrhunderts“, so ein CIA-Bericht. „Ausländische Firmen zahlten den USA und Westdeutschland gutes Geld für das Privileg, ihre geheimsten Mitteilungen von bis zu fünf ausländischen Ländern lesen zu lassen.“ Die Erwähnung von fünf Länder ist wahrscheinlich ein Verweis auf das Five-Eyes-Abkommen zum elektronischen Informationsaustausch zwischen den USA, Großbritannien, Kanada, Australien und Neuseeland.

Der langjährige Erfolg der CIA dürfte den aktuellen Verdacht der USA auf Geräte der chinesischen Firma Huawei verstärken. Weder China noch die Sowjetunion kauften Crypto-Verschlüsselungsgeräte der Firma im Schweizerischen Zug. In der Zwischenzeit hat die Schweiz den Auslandsverkauf von Crypto-Geräten ausgesetzt.

Auf dem Höhepunkt ihrer Tätigkeit verschafften die Operationen Thesaurus und Rubicon den USA einen mächtigen nachrichtendienstlichen Vorsprung. Als Anwar Sadat und Menachem Begin 1978 in Camp David von dem ehemaligen Präsidenten Jimmy Carter empfangen wurden, um ein ägyptisch-israelisches Friedensabkommen auszuhandeln, konnten die USA die gesamte Kommunikation von Sadat mit Kairo überwachen.

Der US-Geheimdienst konnte auch libysche Beamte belauschen, die sich gegenseitig zum Bombenanschlag auf eine Berliner Diskothek 1986 gratulierten. Der Geschichte der CIA zufolge haben die USA während des Falkland-Krieges abgefangene Kommunikationen über argentinische Militärpläne an Großbritannien weitergeleitet und dabei die Abhängigkeit Argentiniens von Crypto-Verschlüsselungsgeräten ausgenutzt.

Die CIA und der BND vereinbarten 1970 den Kauf von Crypto, aber aus Angst vor einer Enthüllung verkaufte der BND Anfang der 1990er Jahre seinen Anteil an dem Unternehmen an die USA. Nach Angaben der Washington Post setzte der CIA die Ausnutzung des Unternehmens bis 2018 fort, als er die Vermögenswerte des Unternehmens an zwei Privatunternehmen verkaufte.

Die Sicherheit der Crypto-Geräte begann Verdacht zu erregen, nachdem Ronald Reagan öffentlich behauptete, dass die USA libysche Beamte abgefangen hätten, die an dem Bombenanschlag auf die Berliner Diskothek La Belle 1986 beteiligt waren. Der iranische Geheimdienst wurde misstrauisch und befragte einen Crypto-Verkäufer, Hans Buehler, aber er unternahm nichts, bis er etwa sechs Jahre später verhaftet wurde, als er gerade aus Teheran ausfliegen wollte. Der Iran ließ ihn erst wieder frei, nachdem sich das Unternehmen bereit erklärt hatte, mit Mitteln des BND 1 Million Dollar zu zahlen.

Die meisten Mitarbeiter von Crypto wussten nichts von dem Geheimnis der Firma, aber 1977 wurde ein Ingenieur, der den Algorithmen des Unternehmens misstrauisch gegenüberstand, entlassen, nachdem er nach Damaskus gereist war und die Schwachstellen in den Produkten der Firma, die von der syrischen Regierung betrieben werden, behoben hatte.

Noch vor längerer Zeit hatte Deutschland selbst sich darüber beschwert, vom „Freund“ USA ausspioniert worden zu sein. Offensichtlich hat die Regierung dümmer getan, als sie selbst ist – wie Sie hier sehen.

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