Politik

Zum Kurzlink

Das Hauptproblem der Münchner Sicherheitskonferenz besteht laut der offiziellen Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, in der Diskrepanz zwischen der Dynamik der Diskussion und der Geschwindigkeit der Entwicklung von Ereignissen.

„Das heutige Hauptproblem der Münchner Sicherheitskonferenz besteht meiner Ansicht nach darin, dass die Dynamik der globalen öffentlichen Diskussion nicht der Geschwindigkeit der Entwicklung von Ereignissen entspricht“, schrieb Sacharowa auf ihrem Facebook-Account.

Ihres Erachtens müsse der Grund dessen im „Ausbleiben einer Perspektivanalyse“ und in einer „Krise der Prognostizierung“ gesucht werden. „Die Akteure betreiben Realpolitik geschwind und ohne Regeln, sie brauchen die Schaffung von Voraussetzungen schon nicht mehr. Die Gestaltung von Sinnen und Agenden ist nicht mehr im Trend. Den Experten bleibt nur, die Vergangenheit zu analysieren – und dafür braucht man Zeit“, betonte sie.

Münchner Sicherheitskonferenz

Die Münchner Sicherheitskonferenz (MSK) hat am Freitag zum 56. Mal ihre Arbeit aufgenommen, seit 2008 unter Vorsitz von Wolfgang Ischinger. In diesem Jahr nehmen an der Tagung im Hotel „Bayerischer Hof“ mehr als 800 Delegierte teil, darunter 150 Staats- und Regierungschefs sowie Regierungsmitglieder. Die russische Delegation wird von Außenminister Sergej Lawrow geleitet.

In München werden keine Abschlusserklärungen und -abkommen signiert. Die Konferenz bleibt trotzdem ein wichtiger und relativ neutraler Ort, wo Spitzenpolitiker und Diplomaten der Welt sich treffen und Besprechungen abhalten.

Die Münchner Konferenz wurde 1963 als eine „Tagung für Vertreter der Verteidigungsbehörden“ der Nato-Mitgliedsländer gegründet. Aktuell ist dies ein internationales Diskussionsforum für Politiker, Diplomaten, Militärs, Geschäftsleute, Vertreter der Wissenschaft und der Öffentlichkeit aus Dutzenden Ländern. Die Konferenz wird traditionell im Hotel „Bayerischer Hof“ im historischen Zentrum der bayerischen Hauptstadt abgehalten.

ek/mt/sna





Source link

Von Veritatis

Schreibe einen Kommentar