Friedrich Merz macht es: Bewerbung um den CDU-Vorsitz


Friedrich Merz will offenbar einen entschlossenen Eindruck vermitteln. Er bewarb sich jetzt als erster Kandidat für den Vorsitz der Union. Am Mittwoch gab er bekannt, dass er sich a) bewerben werde und b) damit ebenfalls zu erkennen, dass er die Kanzlerschaft anstrebt. Dies dürfte zum Problemfall für die Kanzlerin werden. Merz gilt als Intimfeind von Angela Merkel. Erst vor kurzem hatte Merz Angela Merkel auch sinngemäß als Reinfall bezeichnet. Es wird spannend: Schafft es Merz, den Vorsitz zu erringen, beispielsweise früher als geplant im Sommer, wird es eng für Merkel. Die Stimmung würde dann gegen die amtierende Kanzlerin sprechen.

Aktuell sieht es danach aus, als würde die Union am 24. Februar festlegen wollen, mit welchem Verfahren der neue Vorsitz bestimmt wird. Dies kündigte AKK zuletzt an und macht damit den Weg frei für einen Wahlkampf, der bis zum Sommer reichen dürfte….

Merz: Der Konservative….

Merz gilt den meisten Beobachtern vor allem als konservativer Politiker. Dabei ist er zwar Vertreter aus dem konservativen Sauerland. Allerdings gilt er in erster Linie als sogenannter Neoliberaler. Seine Rentenkonzepte, abgestimmt mit oder jedenfalls beim größten Vermögensverwalter der Welt, BlackRock, beruhen vor allem auf der Selbstvorsorge.

Zudem hat Merz ein anderes Verhältnis zu geringeren Einkommen und Vermögen als andere. Dies ließ er durchblicken, als er mit einem Jahreseinkommen von einer Million Euro von sich behauptete, dem Mittelstand anzugehören. Das Durchschnittseinkommen in Deutschland dürfte sich bei etwa gut 35.000 Euro im Jahr bewegen.

Friedrich Merz gilt zudem als Politiker, der Steuersenkungen vorantreiben wird und will. Das wiederum unterscheidet ihn inhaltlich kaum von der FDP. Profitieren dürften davon vor allem diejenigen, die höhere Vermögen, die Immobilien und die höhere Einkommen haben. Zudem regte er vor vielen Jahren als damaliger Fraktionsvorsitzender der Union im Deutschen Bundestag an, die Steuererklärung auf einem Bierdeckel ermöglichen zu wollen. Das wiederum erfordert a) weniger Ausnahmen als bislang (weniger „Gerechtigkeit“), dafür aber b) deutlich geringere Steuersätze. Richten Sie sich auf eine neue soziale „Linie“ ein.

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