Kultur

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Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Stefanie Hubig (SPD), hat sich für getrennten Unterricht von Jungen und Mädchen an deutschen Schulen ausgesprochen. Allerdings soll das nur bestimmte Fächer betreffen und ein Experiment sein.

Gegenüber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ äußerte sich Hubig zu der Frage, ob es an deutschen Schulen künftig getrennten Unterricht geben solle, wie folgt:

„Ich sage: Seien wir offen dafür, Mädchen und Jungen in Fächern wie Mathe und Physik phasenweise getrennt zu unterrichten. Lassen wir uns auf dieses Experiment ein und schauen wir, welches Ergebnis wir bekommen“, sagte die Bildungsministerin von Rheinland-Pfalz.

Ihr zufolge ist es in jedem Fall richtig, Unterricht zielgruppenorientiert anzugehen.

Sie selbst sei als Schülerin eine Zeit lang auf einem reinen Mädchengymnasium und eine Zeit lang auf einer gemischten Schule gewesen. Dabei verwies sie auf ihre eigene Schulerfahrung und auf die Beobachtungen, die sie damals machen konnte.

In Klassen ohne Jungen ließen sich Mädchen häufig leichter für Physik begeistern, so Hubig. Die Jungen würden in diesen Fächern nach vorn stürmen und sagen: „Ich mache das Experiment.“ Mädchen seien da oft zurückhaltender und sagen: „Dann schaue ich erst mal zu“, äußerte Hubig mit Blick auf die Überwindung dieser Rollenmuster.

Berufswünsche von Jungen und Mädchen

Eine von der „OECD“ erstellte Sonderauswertung der Pisa-Studie hat ergeben, welche Berufswünsche Jungen und Mädchen haben. Demnach haben sich die Berufsvorstellungen der Jugendlichen trotz fortschreitender Digitalisierung kaum verändert.

Zu den beliebtesten Traumjobs gehörten traditionelle Berufe wie Lehrer, Anwälte oder Geschäftsführer. Dabei würden die Jugendlichen viele Berufe erst gar nicht in Betracht ziehen, was die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) als besorgniserregend bezeichnete.

Der häufigste Berufswunsch von den meisten 15-jährigen Mädchen in Deutschland sei Lehrerin (10,4 Prozent), gefolgt von eher typisch weiblichen Berufen wie Ärztin (10 Prozent), Erzieherin (6,4 Prozent) sowie Psychologin mit 4,5 Prozent. Bei Jungen seien Berufe wie IT-Spezialist (6,7 Prozent), Industrie- und Automechaniker (5,2 Prozent beziehungsweise 5,1 Prozent) sowie Polizist (4,5 Prozent) oder Lehrer (3,8 Prozent) beliebt.

mka/gs





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Von Veritatis

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