Totenzahl durch Coronavirus steigt auf 2004 – Ausschiffung in Japan beginnt

Totenzahl durch Coronavirus steigt auf 2004 – Ausschiffung in Japan beginnt



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Die Zahl der Toten durch das neuartige Coronavirus in Festlandchina ist im Vergleich zum Vortag um 136 auf 2004 gestiegen. Das teilte die staatliche Kommission für Gesundheitswesen in Peking am Mittwoch mit. In Japan dürfen derweil die ersten Passagiere der „Diamond Princess“ nach zweiwöchiger Quarantäne das Kreuzfahrtschiff verlassen.

Nach Angaben der Kommission erhöhte sich die Zahl der nachgewiesenen Infektionen auf 74.185 Fälle. Zugleich seien 14.376 Menschen wieder genesen und aus dem Krankenhaus entlassen worden.

Wie es weiter heißt, seien in den zurückliegenden Stunden 1749 bestätigte Fälle des neuartigen Coronavirus gemeldet worden. 136 Menschen (132 davon in der Provinz Hubei) seien an dem neuartigen Coronavirus verstorben. Zugleich seien 1824 Menschen wieder genesen. 

Erste Passagiere verlassen die „Diamond Princess“

Im japanischen Yokohama gingen am Mittwoch die ersten zuvor unter Quarantäne gestellten Passagiere von Bord des Kreuzfahrtschiffes „Diamond Princess“.

Wie die Regierung in Tokio mitteilte, werde die Ausschiffung der rund 3000 Menschen an Bord  mindestens drei Tage in Anspruch nehmen. Als erste Gruppe sollen rund 500 vor allem ältere Passagiere, die negativ auf den Erreger getestet und abschließend von Ärzten an Bord befragt wurden, das Schiff verlassen. Vor dem Schiff stehen Busse bereit.

Indes stieg die Zahl der positiv auf Sars-CoV-2 getesteten Passagiere und Crewmitglieder nach dem Stand zum Dienstagabend (Ortszeit) auf 542 Fälle. Unter den Erkrankten gebe es unter anderem Amerikaner, Ukrainer und Israelis. Alle Betroffenen würden in örtliche Krankenhäuser gebracht.

Anfänglich hatten sich rund 3700 Menschen an Bord der „Diamond Princess“ aufgehalten. Anlass für die zweiwöchige Quarantäne war ein 80-Jähriger aus Hongkong gewesen, der positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Der Senior war am 20. Januar in Yokohama zugestiegen und fünf Tage später in Hongkong von Bord des Kreuzfahrtschiffes gegangen.

Zwei Russen verließen „Diamond Princess“

Am Mittwoch gingen unter anderem zwei russische Staatsbürger von Bord des Kreuzfahrtschiffes „Diamond Princess“. Sie seien mit einem Auto der russischen Botschaft vom Hafen abgeholt worden. Nach Russland können sie offensichtlich am Donnerstag zurückkehren.

An Bord des Schiffes blieben weitere 20 Russen. Sie sollten mit anderen Passagieren bis zum 21. Februar das Schiff verlassen. Weitere zwei Russen – ein Ehepaar – würden zurzeit im Krankenhaus behandelt. Das neuartige Coronavirus sei bei einem Mann nachwiesen worden. Seine Ehefrau sei wegen der Infektionsgefahr ebenfalls ins Krankenhaus gebracht worden.   

Acht Deutsche auf „Diamond Princess“

Unter den Passagieren des Kreuzfahrtschiffes befänden sich nach Angaben der Reederei acht Deutsche. Zwei von ihnen seien wegen einer Infektion mit dem Virus ins Krankenhaus gebracht worden. Die beiden seien „wohlauf“ und hätten keine Symptome, sagte ein Außenamtssprecher in Berlin.

Berlin wolle die deutschen Passagiere, die auf dem vom Coronavirus betroffenen Kreuzfahrtschiff “Diamond Princess” unterwegs waren, nach Deutschland zurückholen. Laut Medienberichten führt Deutschland zurzeit  konkrete Gespräche mit Italien. Die Regierung in Rom wolle die betroffenen Staatsbürger bald mit einem Flugzeug aus Japan ausfliegen. Die Maschine könnte auch die Deutschen mitnehmen, hieß es.

Neuartiges Coronavirus

Ende Dezember hatte Peking die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über den Ausbruch einer Lungenentzündung unbekannter Ursache in der Stadt Wuhan in der Provinz Hubei informiert. Als Krankheitserreger wurde etwas später das Coronavirus 2019-nCoV identifiziert. Angesichts der fortschreitenden Verbreitung des Coronavirus hat die WHO einen weltweiten Gesundheitsnotstand ausrufen. 

ns/ae/dpa/sna





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