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Das russische Außenministerium hat die jüngsten Vorwürfe Großbritanniens, der USA und Georgiens kommentiert, wonach Russland angeblich „großangelegte Cyber-Attacken“ gegen georgische Internet-Seiten unternommen haben soll. Auch die russische Botschaft in Kanada meldete sich zu Wort.

„Beweislosigkeit und politische Motiviertheit des offensichtlich inszenierten Informationseinwurfs liegen auf der Hand. Es gibt keine Nachweise für die Mitwirkung von russischen offiziellen Strukturen an den schädlichen Aktivitäten in den elektronischen Netzwerken Georgiens, und dies kann auch nicht sein“, heißt es in dem Bericht des russischen Außenministeriums. 

Im Ministerium wird in diesem Zusammenhang auch auf „die Synchronisation der Propaganda-Aktion“ verwiesen, die von Washington, London und Tiflis organisiert wurde. Fast vier Monate seien erforderlich gewesen, um zu versuchen, Russland für diesen angeblich am 28. Oktober des vergangenen Jahres stattgefundenen Vorfall verantwortlich zu machen. Alle Anklagen seien wieder nach dem „highly likely“-Modus erhoben worden.

Darüber hinaus äußerte das Außenministerium Bedauern bezüglich der georgischen Ablehnung eines Verzichts auf die Dämonisierung Russlands.

„Das alles überschattet zusätzlich die schon jetzt komplizierten bilateralen Beziehungen.“

Im Außenministerium sei man wie bisher davon überzeugt, dass die Überwindung von bestehenden Unstimmigkeiten und die Fortsetzung des Normalisierungsprozesses im Kerninteresse des russischen und des georgischen Volkes liegen. Trotzdem gäbe es Kräfte, denen das nicht gefalle.  

 „Russlandfeindliche Lüge“

Auch die russische Botschaft in Kanada kommentierte in ihrem Twitter-Account den Vorwurf des kanadischen Außenministeriums in Bezug auf die russische Beteiligung an den Cyber-Attacken in Georgien:

 „Ein weiteres Stück der russlandfeindlichen Lügen und Falschmeldungen, die von Ottawa gemeinsam mit Tiflis und Washington verbreitet werden. Das ist eine bedauernswerte und verwerfliche Politik, die die bereits geschwächten Beziehungen zwischen Russland und Kanada weiter verschlechtert.“

Hintergrund

Der Sprecher des georgischen Auswärtigen Amtes, Wladimir Konstantinidi, hatte zuvor der Russischen Föderation die Beteiligung an der Organisation und Durchführung der im Oktober 2019 ausgeübten Cyber-Attacken auf die Web-Seiten der Administration des Präsidenten, der Justiz, verschiedener Stadtverwaltungen, staatlicher,  kommerzieller und Medienorganisationen vorgeworfen. Beweise hatte er dafür nicht vorgelegt. Es hieß, darauf deuteten Ergebnisse einer von Georgien durchgeführten Ermittlung sowie die Informationen hin, die Tiflis von seinen internationalen Partnern bekommen habe.

Georgiens Position unterstützte unter anderem der britische Außenminister Dominic Raab, laut dessen Aussagen „eine sinnlose und skrupellose Kampagne von Cyber-Attacken gegen Georgien, gegen ein souveränes und unabhängiges Land, völlig inakzeptabel“ sei. US-Außenminister Mike Pompeo sprach seinerseits davon, dass von Russland aus „eine zerstörende Cyber-Attacke“ gegen Georgien ausgeübt worden sei. Aus dem kanadischen Außenministerium hieß es, dass die Hacker-Attacken vom 28. Oktober 2019 „eine erneuter Versuch Russlands“ gewesen seien, „Georgien zu destabilisieren“.

ao/ak/mt





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Von Veritatis

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