Konfusion unter den Edelfedern. Und dann nur noch Kopfschütteln über Sanders Einfalt


Der NachDenkSeiten-Leser Hartmut Braun macht auf Widersprüche zwischen sich als bedeutend empfindenden Medien wie Zeit Online und Spiegel Online aufmerksam. Es geht um Russlands angeblichen Einfluss auf die US-amerikanischen Wahlen. Spiegel Online zitiert den demokratischen Kandidaten Sanders mit einer erstaunlichen Einlassung. Dazu eine Nachbemerkung von mir. Albrecht Müller

Leserbrief von Hartmut Braun: 

Konfusion unter den Edelfedern

normalerweise lache ich nur noch, wenn wieder dieser Unsinn über “russische Einflussnahme” auf den amerikanischen Wahlkampf in unseren Medien aufpoppt.

Aber jetzt wird es sogar so lächerlich, dass sich unsere Edelfedern nicht mal mehr einig sind, WEN die Russen angeblich unterstützen.

Während ZON noch dem alten Narrativ anhängt, dass die Russen Trump helfen wollen (natürlich formuliert als Tatsache):

“Russland versucht sich zugunsten Donald Trumps in die Vorwahlen der Demokraten und die Präsidentschaftswahl einzumischen.”

berichtet SpOn nun, dass es jetzt Bernie Sanders ist, den die Russen ins White House hieven wollen:

“Russland soll laut einem Medienbericht versuchen, den demokratischen Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders im Vorwahlkampf unterstützen.”

Genau genommen ist diese Konfusion sogar verständlich, denn die Demokraten dürften inzwischen gemerkt haben, dass ihr EIGENER Kandidat Bernie Sanders nun der größere Gegner ist als Trump. Die Politik des Letzteren bereitet ihnen mit Sicherheit weniger Sorge, als das, was sie von einem Präsidenten Sanders befürchten.

Deshalb versuchen Washington Post und Co nun Sanders zu diskreditieren, indem sie nun IHM eine “russian collusion” anhängen.

Erstaunt bin ich nur, dass denen nichts besseres eingefallen ist, als den gleichen Unsinn – nur mit anderer Zielperson – wieder hervor zu kramen.

Ergänzung Albrecht Mueller zu Sanders:

Spiegel Online zitiert ihn so:

„Sanders verbat sich als Reaktion auf den Bericht jede russische Einflussnahme. Anders als US-Präsident Donald Trump sehe er den russischen Staatschef Wladimir Putin nicht als “guten Freund” an, erklärte der derzeitige Umfragefavorit im demokratischen Bewerberfeld. “Mir ist es ehrlich gesagt egal, wen Putin als Präsidenten (der USA) will. Meine Botschaft an Putin ist klar: ‘Halten Sie sich aus US-Wahlen heraus, und als Präsident werde ich sicherstellen, dass Sie das tun.’”

Wenn das stimmt, dann ist dieser Hoffnungsträger auch ein hoffnungsloser Fall. Denn dazu, an die erkennbare und deutliche Einflussmöglichkeit Russlands auf die Wahlen in den USA zu glauben, gehört schon eine ordentliche Portion Einfalt.



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