Politik

Zum Kurzlink

US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag die Darstellung zurückgewiesen, dass er Wahlkampfhilfe aus einem anderen Land erhalten haben soll. Erst kürzlich entfachte in den Vereinigten Staaten eine erneute Debatte über die angebliche Einmischung Russlands in die US- Präsidentschaftswahl 2020.

„Ich will keine Hilfe von irgendeinem Land und ich habe keine Hilfe aus irgendeinem Land erhalten“, sagte Trump am Dienstag in einer Pressekonferenz zum Abschluss seiner Indien-Reise in Neu Delhi.

Vergangene Woche hatten mehrere Medien über eine vertrauliche Sitzung im Geheimdienstausschuss des US-Repräsentantenhauses berichtet. In der Sitzung sollen ranghohe Geheimdienstmitarbeiter Abgeordneten mitgeteilt haben, dass sie davon ausgehen würden, dass sich Russland erneut in den US-Wahlkampf einmischen wolle, um Trump zur Wiederwahl zu verhelfen.

Kurz darauf hatte der demokratische Präsidentschaftskandidat Bernie Sanders erklärt, vor rund einem Monat von US-Behördenvertretern unterrichtet worden zu sein, dass Russland versuche, auch seine Bewerbung zu unterstützen.

Trump sagte in Neu Delhi, dass man ihn anders als Sanders nicht über derartige Wahlkampfhilfe informiert habe. Was über die vertrauliche Sitzung im Geheimdienstausschuss berichtet worden sei, sei „höchst übertrieben“, fügte der US-Präsident hinzu.

Zuvor hatte die Zeitung „The New York Times“ unter Verweis auf Angaben der US-Geheimdienste behauptet, Russland versuche, Trump bei seiner Wiederwahl 2020 zu unterstützen. Moskau werde sich auch in die Präsidentschaftsvorwahl der Demokratischen Partei einmischen, hieß es unter anderem.

„Hexenjagd“ gegen Trump

Der Sprecher des Weißen Hauses, Hogan Gidley, kritisierte das jüngste Briefing der Nachrichtendienste im US-Unterhaus zur angeblichen „Einmischung“ Russlands in die US-Präsidentschaftswahl 2020.

Laut Gidley sind diese Vorwürfe Unsinn und eine „weitere Hexenjagd zum Thema Russland, die eine Desinformation ist“. Sie habe mit dem Einzug des Präsidenten ins Weiße Haus begonnen und dauere bis heute an. Diese Bemühungen würden darauf abzielen, den Präsidenten zu beeinträchtigen, so Gidley.

Ferner kritisierte der Sprecher die Reporter für die Nutzung „schattenhafter“ anonymer Quellen, die mit dem demokratischen Chef des Geheimdienstausschusses des Repräsentantenhauses, Adam Schiff, oder mit der Geheimdienstgemeinschaft in Verbindung stehen würden.

Russland nimmt Stellung

Die Berichte über die angebliche Einmischung Russlands in die Präsidentschaftsvorwahl in den USA bezeichnete der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, als „paranoid“.

Der Kreml müsse jedoch damit rechnen, dass derartige „Nachrichten“ mit dem Näherkommen der US-Präsidentenwahl immer häufiger würden, so Peskow.

Die russische Botschaft in Washington sprach hinsichtlich der Vorwürfe von einem „Mythos“, der von politichen Kräften in Washington zur Durchsetzung ihrer opportunistischen Ziele verwendet werde.

„Erfundene haltlose Vorwürfe zum Thema Russland, die die Parteien einander machen, werden zu einer schlimmen US-amerikanischen Tradition“, hieß es aus der russischen Botschaft in Washington.

Die Russische Föderation mische sich nicht in die inneren Prozesse anderer Länder ein und fordere die US-Politiker auf, ihre unbegründeten Vorwürfe zu stoppen. Die antirussische Komponente im Kampf zwischen den Parteien in den USA habe bereits eine beispiellose Degradation in den bilateralen Beziehungen zur Folge gehabt.

mka/gs/dpa/sna





Source link

Von Veritatis

Schreibe einen Kommentar