Nato will ihre Präsenz in Afghanistan abbauen

Nato will ihre Präsenz in Afghanistan abbauen



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Die Nordatlantik-Allianz begrüßt laut ihrem Generalsekretär Jens Stoltenberg die ersten Schritte auf dem Weg zur friedlichen Regelung in Afghanistan und erwartet den Start von innerafghanischen Verhandlungen, die die afghanische Regierung und die Taliban einschließen. Darüber hinaus wolle sie ihre Militärpräsenz im Land reduzieren.

Wie Stoltenberg sagte, wolle die Nato zudem Korrekturen in ihre eigene Mission einbringen, darunter hinsichtlich des Abbaus der Militärpräsenz in Afghanistan. Dies ist einer Nato-Erklärung angesichts des Besuchs des Generalsekretärs der Allianz in Kabul zu entnehmen.

„Die Nato begrüßt die Verkündung erster bedeutender Schritte bei der Erzielung einer friedlichen Regelung in Afghanistan (…). In diesem Kontext wird die Nordatlantikallianz Korrekturen einbringen, einschließlich des Abbaus ihrer Präsenz. Aktuell erwarten wir den Start von innerafghanischen Verhandlungen, die zu einer dauerhaften und umfassenden friedlichen Vereinbarung führen, der Gewalt ein Ende setzen und die Menschenrechte verteidigen werden“, heißt es im Dokument.

US-Präsident Donald Trump teilte zuvor am Freitag in Washington mit, beim Einsatz in Afghanistan seien große Fortschritte gemacht worden, allerdings unter hohen Kosten für US-Truppen, für die amerikanischen Steuerzahler und für das afghanische Volk. Im Wahlkampf habe er dem amerikanischen Volk versprochen, er würde damit beginnen, „unsere Truppen nach Hause zu holen und zu versuchen, diesen Krieg zu beenden“.

„Wir machen erhebliche Fortschritte bei der Einlösung dieses Versprechens“, so Trump.

Vereinbarung mit den Taliban

Nach der am Samstag unterzeichneten Vereinbarung mit der afghanischen Taliban-Bewegung erklärte der US-Präsident Donald Trump, dass die USA daran arbeiten würden, um endlich den langwierigsten Krieg der Vereinigten Staaten einzustellen und die Soldaten heimzuschicken.

„Wir arbeiten daran, um dem längsten Krieg Amerikas endlich ein Ende zu setzen und unsere Truppen heimzuschicken“, heißt es in der Erklärung von Trump.

Die USA und die afghanische Taliban-Bewegung haben am Samstag in Katar ein Friedensabkommen unterzeichnet, das den Abzug der US-Truppen aus Afghanistan und den Anfang des innerafghanischen Dialogs vorsieht.

Die Seiten vereinbarten, dass die USA die Quantität ihrer Truppen in Afghanistan von 12.000 bis auf 8.600 Soldaten innerhalb von 135 Tagen reduzieren und daraufhin alle US- und Nato-Kräfte im Laufe von 14 Monaten weiter abziehen würden, wenn sich die Taliban der Gewalt enthalten werden. Darüber hinaus sieht die Vereinbarung einen „ständigen und umfassenden Waffenstillstand“ vor.

Direkte Verhandlungen zwischen den Taliban und der afghanischen Regierung werden im Rahmen des innerafghanischen Dialogs geführt. Nach dem Start des innerafghanischen Dialogs werden die Taliban mit dem UN-Sicherheitsrat zusammenwirken, um ihre Mitglieder aus der Sanktionsliste auszuschließen. Dies beabsichtigen die Taliban bis Ende Mai 2020 zu erledigen. Die USA drohten, die Vereinbarung zu annullieren, sollten sich die Taliban nicht an die Vereinbarungen halten.

ek/mt/sna/dpa





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