Rohani: Idlib-Thema darf kein Vorwand für eine US-Einmischung werden

Rohani: Idlib-Thema darf kein Vorwand für eine US-Einmischung werden



Politik

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Man darf laut dem iranischen Präsidenten Hassan Rohani nicht zulassen, dass das Thema des syrischen Idlibs ein Vorwand zur Einmischung der USA in diese Frage wird. Dies erklärte Rohani während des Telefongesprächs mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin.

„Es wurde mehrmals unterstrichen, dass das syrische Problem nur auf politische Weise  gelöst werden kann, und es wird mittels eines Dialogs gelöst werden. Doch wir dürfen nicht zulassen, dass die Situation in Idlib ein Vorwand zur Einmischung und zum Missbrauch der syrischen Thematik vonseiten der USA sein wird“, werden die Worte von Rohani auf der offiziellen Webseite des iranischen Präsidenten angeführt.

Putin und Rohani: Situation in Idlib im Fokus

Die beiden Präsidenten haben die Situation in Idlib besprochen und die Notwendigkeit unterstrichen, die im Astana-Format erzielten Vereinbarungen vollständig umzusetzen. Dies meldet der Pressedienst des Kremls.

„Die Situation in Syrien wurde im Kontext der Verschärfung der Spannungen in der Deeskalationszone von Idlib detailliert erörtert. Es wurde eine gemeinsame Meinung hinsichtlich der vollständigen Realisierung der im Astana-Format erzielten Vereinbarungen zum Ausdruck gebracht, die vor allem den Kampf gegen  die Terroristen betreffen – bei voller Achtung der Souveränität und territorialen Integrität Syriens“, heißt es in der Mitteilung.

Syrische Offensive

Am 27. Februar hatte die Terrormiliz Hayat Tahrir asch-Scham* eine großangelegte Offensive gegen die syrische Armee im Gouvernement Idlib gestartet. Beim Gegenschlag der Regierungskräfte gerieten neben den Terroristen auch türkische Militärs unter Beschuss, die es in der Region eigentlich nicht hätte geben sollen. 33 türkische Soldaten wurden getötet und mehr als 30 verletzt.

Türkische Antwort

Erdogan zufolge hatte die türkische Armee beim jüngsten Luftangriff der Syrer in Idlib 36 Soldaten verloren. Bei ihrem Vergeltungsschlag habe die Türkei laut eigenen Meldungen rund 2100 syrische Soldaten getötet, 300 Militärfahrzeuge zerstört und sieben Depots mit Chemikalien gesprengt.

Medienberichten zufolge wollen sich Putin und Erdogan in der kommenden Woche in Moskau zu Krisengesprächen treffen. Das Datum der Verhandlungen stehe aber noch nicht fest.

*Terrorvereinigung, in Russland verboten

ek/mt/sna

 





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