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31. März 2020

„Junge“ in den Medien Wegbereiter für den Hass auf „Alte“?



Die Ausgangssperre in Deutschland lässt sich nicht mehr verhindern. Zu viele Menschen haben sich an die Empfehlungen und Wünsche der Behörden nicht gehalten. Die Politik weiß, dass sie die sozialen Kontakte eindämmen muss und musste. Zu spät zwar, wie Kritiker befinden. Aber unzweifelhaft richtig, so Kritiker. Denn gerade die „Jungen“ sind offenbar nicht der Meinung gewesen, sich an die Empfehlungen halten zu müssen. Irrtümlicherweise hatte die Meldung die Runde gemacht, sie zählten nicht zur Risikogruppe, was in der Totalität der Aussage falsch ist.

Nun haben indes auch Medien vorher Stimmung gemacht. Gegen die „Alten“, wie ein Schwesterportal aufzeigte. Das Motto: Die „Alten“ haben uns die Probleme eingebrockt – Stichwort: Klima, Stichwort: Konservatismus etc. -, nun schreit die Erde zurück. Eine fatale Rückschau.

„Vermutlich kennen Sie Meike Lobo nicht, möglicherweise aber ihren Mann Sascha Lobo. Der schreibt zahlreiche Kolumnen im „Spiegel“. Nun wollen wir ihn nicht in Sippenhaft nehmen – aber seine Frau feiert das Corona-Virus auf eine schon ausgesprochen bedenkliche Weise. „Die Überbevölkerung der Welt ist übrigens die nächste Müllschwemme“. Hilfe. Sie meint die älteren und alten Menschen bei uns.

Keine Empörung

„Wirklich erschütternd fand“ sie nun „bei Corona auch die allgemeine Empörung darüber, dass alte Menschen sterben. Einer der natürlichsten und für die Population gesündesten Vorgänge der Welt, das Sterben alter Individuen, wird plötzlich zu einer Ungeheuerlichkeit.“ Worte bei denen zahlreichen der sogenannten „Haltungs“journalisten eigentlich der Stift aus der Hand fallen müsste. Die Empörung über derlei Hass gegen Menschen, über Vernichtungsphantasien, hielt sich jedenfalls unserer Beobachtung nach langfristig nahe der Nulllinie. Sie ist schon wieder vorbei.

Lassen wir sie der Chronistenpflicht weiter twittern: „Die Menschen in 100 Jahren werden sich fragen, wie wir es so weit haben kommen lassen. Wie wir nur alles daran gesetzt haben, dass immer alle überleben, obwohl heute schon die Kapazitätsgrenze absehbar war.“

Vera Lengsfelds Beitrag haben wir es zu verdanken, erst darauf aufmerksam geworden zu sein, dass die ARD-Jugendwelle „Funk“ denselben Inhalt verbreitet, für den Sie nebenher bemerkt Geld zahlen. Der „Satiriker“ Schlecky Silberstein jedenfalls freut sich – tierisch satirisch – über das Virus. Es raffe die Alten dahin. „Aber die Jungen überstehen diese Infektion nahezu mühelos.“ Dies ist natürlich nach Meinung des „Satirikers“ nur gerecht. Die Alten haben in den vergangenen 50 Jahren die Erde gegen die „Wand gefahren“. Mit Müll, CO-2 und Co. Sozusagen die natürliche Todesstrafe für diejenigen, die hier alles aufgebaut haben, womit die heute junge Zielgruppe der ARD-Jugendwelle gelangweilt auf dem Sofa spielen darf. Ein Land, das sich selbst richtet – willkommen im Merkel-Land 2020.

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