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27. Mai 2020

Weißes Haus befürchtet nach Prognose bis zu 240.000 Tote | Freie Presse



Washington (dpa) – Das Weiße Haus befürchtet nach einer Prognose trotz Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zwischen 100.000 und 240.000 Tote in den USA wegen der Pandemie.

Die Koordinatorin der Coronavirus-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses, die Ärztin Deborah Birx, stellte die Prognose bei einer Pressekonferenz in Washington vor. Man arbeite daran, die Zahl niedriger halten zu können. Die Bandbreite sei aber möglich.

US-Präsident Donald Trump sagte, ohne Maßnahmen zur Eindämmung wären nach Prognosen zwischen 1,5 und 2,2 Millionen Tote zu befürchten gewesen. Der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, Anthony Fauci, sagte auf die Frage, ob sich die Amerikaner auf die Wahrscheinlichkeit von 100.000 Toten einstellen müssten: «Die Antwort ist ja, so ernüchternd diese Zahl ist. Wir sollten darauf vorbereitet sein.» Er hoffe weiterhin, dass diese Zahl nicht Wirklichkeit werde. Auch Trump nannte die Zahlen ernüchternd.

US-Präsident Donald Trump hatte bereits die amerikanische Bevölkerung angesichts der Ausbreitung des Coronavirus auf «sehr harte zwei Wochen» mit steigenden Todeszahlen eingestimmt.

«Ich möchte, dass jeder Amerikaner auf die harten Tage vorbereitet ist, die vor uns liegen», sagte Trump. «Wir werden zwei sehr harte Wochen durchmachen.» Er hoffe darauf, dass danach Licht am Ende des Tunnels erkennbar sein werde. «Aber dies werden sehr schmerzhafte, sehr sehr schmerzhafte zwei Wochen.» Die Ausdauer der Amerikaner werde herausgefordert sein.

«Wir sind im Krieg mit einem tödlichen Virus», mahnte Trump. Das Virus fordere viele Menschenleben. «Es passieren Dinge in diesem Land, wie wir sie noch nie erlebt haben.» Es sei eine «Frage von Leben und Tod», die herausgegebenen öffentlichen Richtlinien zu befolgen.

In den USA sind bereits mehr als doppelt so viele Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen als in China, wo die Lungenerkrankung Covid-19 ihren Ausgang nahm: Bis Dienstagabend (Ortszeit) verzeichnete die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore mehr als 180.000 Fälle. USA-weit starben demnach bereits mehr als 3700 Menschen an dem Virus.

Trump hatte am Sonntag bekanntgegeben, dass die restriktiven Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie in den USA bis Ende April verlängert werden sollen.



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