Königstein/Dresden (dpa/sn) – Für die künftige Dauerausstellung des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr auf der Festung Königstein sind die wichtigsten Großexponate umgezogen. Auch eine zum Training von der US-Armee eingesetzte Außenhülle einer Wasserstoffbombe wurde vom Haupthaus zu dem Felsplateau in der Sächsischen Schweiz transportiert, wie das Museum in Dresden am Dienstag mitteilte. Danach war die Mk/B53-1 mit 9 Megatonnen TNT bis 2011 die Bombe mit der höchsten Sprengkraft der US-Streitkräfte und hatte die etwa 692-fache Wirkung der Hiroshima-Bombe.

Der Aufbau der Präsentation im Neuen Zeughaus der Festung steht nach Angaben eines Museumssprechers noch relativ am Anfang. Mit dem Modell des stationären Luft-Nahbereich-Flugabwehrsystems Mantis werde in Kürze aber das letzte Großobjekt auf den Königstein gebracht. Die restlichen der insgesamt rund 200 Exponate folgen erst später. Dazu gehöre mit dem Kopf einer prähistorischen Scheibenkeule einer der ersten Gegenstände, die ausschließlich als Waffe gegen Menschen eingesetzt wurde, wie der Museumssprecher erklärte. Das jahrtausendalte Objekt wurde auf dem nahen Pfaffenstein gefunden.

Ab Anfang Juni soll die Schau «Faszination Festung» zur Kulturgeschichte befestigter Orte jeweils von Mai bis Oktober auf dem Königstein präsent sein. Im Mittelpunkt stehen moderne und historische Angriffs- und Verteidigungswaffen. Der im Jahr 1241 erstmals urkundlich erwähnte «lapide regis» zählt zu Sachsens beliebtesten Ausflugszielen. Die mittelalterliche böhmische Königsburg war später Kloster, Landesfestung, höfischer Festort, Kunstdepot und Gefängnis.

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Von Veritatis

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