Schnell und umfangreich erreichten uns Leserzuschriften zu meinem Artikel. Ein befreundeter Mediator schrieb mir, dass man dem Geschriebenen anmerke, dass er von einer Mediatorin verfasst sei. Und in der Tat ist eine meiner großen Sorgen, dass während dieser Krise zwischenmenschliche Bande vielleicht irreparabel reißen könnten. Insofern wollte ich tatsächlich auch eine Art Brückenbauerin sein. Ein hoher Anspruch, ich weiß.
Für Ihre nahezu durchgängig positiven Rückmeldungen möchte ich mich ganz herzlich bedanken. Auf drei Leserbriefe (7, 19 und 22) habe ich im Text reagiert. Ein Satz, der in ganz vielen Zuschriften (und Facebook-Kommentaren) zu finden war: „Sie sprechen mir aus der Seele“. Anette Sorg.

Leserbrief 1

Sehr geehrte Frau Sorg,

herzlichen Dank für Ihren heutigen NDS-Beitrag, in dem sie all das artikuliert haben, was nicht nur mir, sondern vermutlich auch vielen anderen noch klar denkenden Menschen derzeit durch den Kopf geht. Ich habe ihn gleich einmal an diverse Freunde und Bekannte weitergeleitet und er hat mich zudem daran erinnert, dass es mal wieder Zeit für eine NDS-Spende ist.

Beste Grüße

Michael Seiz

Leserbrief 2

Das Beste zu Corona, was ich gelesen habe !!!

Hans-Ulrich Bünger

Leserbrief 3

Hallo Frau Sorg,

endlich eine journalistisch sehr gute Aufbereitung!

(neben den anderen alternativen Medien)

Ich danke Ihnen und Ihrem Team für die überaus wertvolle Arbeit.

Weiterhin viel Erfolg und Gesundheit

H. Geib

Leserbrief 4

Hut ab!

Dieser Artikel fasst (beinahe 😉 ) alle drängenden und beunruhigenden Punkte auf so eloquente und hervorragende Art zusammen, wie ich es bisher noch nirgends gesehen habe (und selber auch nicht könnte)!

Und ich kann mich zu 100% (was fast nie vorkommt) mit allen vorgebrachten Punkten identifizieren!

Hoffentlich schlägt dieser Artikel Wellen und es geht vielen Lesern genauso wie uns: Man sagt beim Lesen permanent “JA, genau!”

Wir werden jedenfalls unseren Beitrag leisten und den Artikel verteilen und posten.

Ganz herzlichen Dank an Anette Sorg, dass sie sich die Zeit für diese so treffenden Zeilen genommen hat.

Und an die Nachdenkseiten; dass es sie gibt und uns allen diese notwendig Plattform bieten…

Herzliche Grüße aus München
Hans und Susi Nücke

Leserbrief 5

Liebe Anette,

Du hast einen sehr guten, differenzierten Artikel geschrieben, und ich kann Dir in allem folgen.

Gerade bin ich dabei, Deinen Beitrag weiterzuverbreiten. Er könnte in der allgemeinen Verunsicherung hilfreich sein, eine eigene Position zu finden.

Mit herzlichen Grüßen, auch von Renate und auch an Albrecht.
Wolfgang

Leserbrief 6

Sehr geehrte Frau Sorg,

als kritisch-hinterfragender NDS-Leser und -Unterstützer muss ich Ihnen einfach meinen Respekt und meinen Dank übermitteln.

Ihr Artikel “Was mich umtreibt..” ist für mich die bisher beste zusammenfassende und fundierte Kritik am Corona-Krisen-Management.

Ich hoffe sehr, dass ihn auch viele EntscheiderInnen lesen. Selbstverständlich werde ich diese wertvolle Arbeit in meinem Freundes- und Bekanntenkreis verteilen.
 
Mit besten Grüßen und nochmals danke
Günter Grzega

Leserbrief 7

Sehr geehrte Frau Sorg,

ich haben den Anspruch, dass Kritik am RKI auch fundiert begründet sein sollte. Leider unterstellen sie dem RKI, es hätte von Obduktionen abgeraten, weil es frühzeitig die Ergebnisse gebracht hätte, die Herr Püschel aus Hamburg vorstellte. Womit können sie das belegen bzw. plausibel erklären? Das RKI riet zunächst davon ab, weil es sich um ein komplett neues Virus handelte und es das Risiko sah, dass sich obduzierende Beschäftigte dem Risiko einer Infektion aussetzen. Nachdem die Wissenschaft mehr über das Virus und die Infektionswege wusste, änderte das RKI seine Haltung. Als Gewerkschafterin müsste Ihnen doch eigentlich auch der Schutz der Beschäftigten in der Pathologie an erster Stelle stehen.

Weiterhin wundert es mich, weshalb sie unkritisch die von Herrn Püschel präsentierten Informationen übernehmen. Natürlich sterben die Menschen nie direkt am Virus Sars-Cov-2, sondern an multiplen Organversagen, Herzinfarkt, Lungenembolie, was aber ohne Infektion zu diesem Zeitpunkt nicht aufgetreten wäre. Außerdem sind bei uns und noch viel mehr in anderen Staaten, wo es zu wenig Plätze in Krankenhäusern gibt oder sich die Menschen dieses nicht leisten können, schwer Erkrankte zuhause verstorben, ohne je auf Covid-19 getestet worden zu sein. Tatsächlich dürfte die Rate der an Covid-19 weltweit Verstorbenen höher sein als die offiziellen Statistiken ausweisen.

Sie wissen sicher auch, dass in Deutschland in der Regel von den Angehörigen selten in eine Obduktion eingewilligt wird. Entsprechend diesem eher geringen Standardbedarf sind die pathologischen Abteilungen ausgestattet. Es wäre rein personell gar nicht möglich, alle an Covid-19 Verstorbenen in Deutschland zu obduzieren. In diesem Zusammenhang muss man die mediale Verbreitung der Informationen von Herrn Püschel und die Öffentlichkeitsarbeit der pathologischen Fachverbände auch als Teil des normalen Wettbewerbs um Ressourcen in der Medizin werten.

Als Verdi-Gewerkschafterin und Personalrätin würde ich mir stattdessen von Ihnen eher einen Artikel wünschen, der sich damit beschäftigt, inwiefern strukturelle Mängel in der Altenpflege und in den Seniorenwohnanlagen dort die Ausbreitung der Pandemie begünstigten. Zu den Mängeln würde ich hauptsächlich zählen: Fehlende Schutzkleidung, mangelnde Schulung, große Überlastung, zu geringe Bezahlung. Von einer Sorge um die alten Menschen und den Beschäftigten in diesen Einrichtungen spüre ich leider nichts in ihrem Artikel. Schade.

Mit freundlichen Grüßen,
Jürg Huber

Antwort von Anette Sorg:

Sehr geehrter Herr Huber,

die offizielle Begründung des RKI lautet so, wie Sie das zitieren. Sie dürfen das gerne glauben. Bei mir steht da ein Fragezeichen. Dr. Püschel bzw. das die Obduktionen anordnende Gesundheitsamt Hamburg hätte also, wenn man dem RKI folgt, extrem verantwortungslos gehandelt. Ich folge hier dieser Meinung: blauerbote.com/2020/04/07/die-obduktion-der-corona-toten/

Und was Ihre Kritik an meiner fehlenden Beschäftigung mit den Bewohnern und Mitarbeitern von Seniorenwohnanlagen angeht, kann ich nur vermuten, dass Sie folgenden Passus in meinem Artikel übersehen haben:

Desolate Lage in Pflegeheimen – Personalmangel im Gesundheitssystem

Der weit überwiegende Anteil an Infizierten und an Todesfällen, ist in Pflegeheimen festzustellen. Bis auf das Besuchsverbot, konnte sich der allgemeine Lockdown dort nicht bemerkbar machen und trotzdem sind dort überdurchschnittlich viele Menschen gestorben. Wenn also die Botschaft unserer Regierenden an uns Regierte lautet: „Es geht um Menschenleben. Es geht um Leben und Tod!“, müsste dann eben diese Regierung nicht dafür sorgen, dass dort, wo es besonders signifikant um Leben und Tod geht, der Schutz für Personal und Bewohner gewährleistet ist? Durch Schutzkleidung, durch Desinfektionsmittel, durch FFP2-Masken, durch Tests an Bewohnern und Personal (auf Infizierung, aber auch auf Antikörper!)? Niemand kann mir erklären, warum er das nicht tut. Anspruch und Wirklichkeit klaffen hier meilenweit auseinander.

Dass ältere Menschen auch an Vereinsamung sterben könnten, bevor sie sich mit dem Virus anstecken, wage ich schon nicht mehr zu thematisieren, wird mir doch mit dieser Einlassung unterstellt, ich würde dem Menschenleben als Wert an sich nicht genügend Bedeutung beimessen. Hat aber ein Menschenleben nur die eine Dimension: Die Länge oder Dauer? Wir sollten dringend eine ethisch begleitete Diskussion darüber führen, ob nicht auch die Qualität eines Lebens einen Wert darstellt. In manchen Senioren- und Pflegeheimen wäre diese Frage übrigens auch schon vor Corona zu stellen gewesen. „Minutenpflege“ kann keine Antwort auf Lebensqualität sein. Diesen Beitrag zur Pflegeethik empfehle ich deshalb zur Lektüre.

Leserbrief 8

Sehr geehrte Frau Sorg

erst einmal herzlichen Dank für diesen Artikel. (Wir hatten schon mal Kontakt wegen der Krimiflut im Fernsehen).

Ja es stimmt alles-leider.

Wenn ich durch das Land gehe sehe ich nur angsterfüllte Menschen, welche mit Mundschutz schnellstens ihre Dinge regeln.

Kurz zu mir: Ich bin 68 Jahre und war als Naturwissenschaftler 35 Jahre in der Forschung beschäftigt. Ich weiß wie man mit Versuchsreihen umgeht und wie Versuche und Ergebnisse geplant werden.

Leider findet man bei SARS CoV-2  nichts davon. “Experten” und Regierung bewegen sich im Schlingerkurs um dieses Thema.

Es ist ein Graus-als 68er frage ich mich: Wo sind die Jungen Leute die gegen Klimawandel demonstrieren?

Wir haben uns mit der Polizei Strassenschlachten geliefert und zu HO-HO-Ho Tschi Minh Ketten gegen das Establishment auf Demonstrationen gebildet.

Wir haben diskutiert und das leidenschaftlich.

Deshalb bin ich immer noch kritisch, aber ich finde niemanden der ähnlich denkt! Freunde-Lehrer, gleichalt verkriechen sich vor Angst im Haus und tragen seit Wochen Maske!

Diskutieren-Fehlanzeige-fängst Du an erhälst du keine Antwort oder wirst als Irrer diffamiert.

Die gesamte Nation versammelt sich um 8 vor dem Fernseher und hört Merkels Hofberichterstatter.

Selbst die eigenen Kinder halten die Enkel von uns fern-zu unserem Schutz!

Jetzt wo doch die Maßnahmen schnellstens gelockert werden müssten, erlebe ich nur Nachrichten aus Absurdistan. Segler dürfen wieder segeln-Segelflieger aber nicht, denn das Flugfeld ist eine Sportstätte und die sind immer noch geschlossen.

Ich glaube die Regierung (Regierungen) haben sich durch die Angst der Bevölkerung zu weit hinausgelegt. Und damit das Volk das nicht merkt wird weiter Angst verbreitet (Zweite, dritte, xte Welle)

Die Kollateralschäden betragen derzeit weit mehr als die Schäden durch das Virus, vor dem ich nie Angst hatte, denn in jedem Winter läuft die Influenzawelle mit mehr Toten als durch Corona und das Leben ist ab Geburt ein Risiko, welches die wenigsten

 überleben. Oder hat schon jemand den Straßenverkehr wegen 3600 Toten jedes Jahr verboten?

Jedermann ist aufgefordert seine Sichtweise zu überprüfen, allerdings ist Statistik nicht jedem zugänglich sonst hätten wir nicht so viele Tote durch Blitzschlag. (Scherz)

Es tut mir in der Seele weh, wenn ich, der ich den Kriegsdienst verweigert habe, und dafür ein halbes Jahr länger Ersatzdienst leisten musste, der stolz war in einem Land zu leben, welches ein Grundgesetz hat, welches zu den freiheitlichsten Verfassungen der Welt gehört,

jetzt erlebt, wie schnell wegen eines Virus’ dieses alles in die Tonne getreten wird und niemand-auch nicht die kritischen Mainstreammedien, irgendetwas hinterfragen.

Nur Nachdenkseiten, KenFM, Rubikon und wie sie alle heißen sind noch an kritischer Darstellung interessiert.

Ich habe alle Zeitungen gekündigt-das Geld geht an Nachdenkseiten, KenFM und andere.

GEZ Gebühren würde ich auch kündigen, wenn es ginge und Fernsehen ist für mich die größte Volksverdummung seit langem.

Die unsäglichen Krimis, Degeto Schmonzetten und Labershows. Da sehe ich doch lieber Rosamunde Pilcher-heile Welt. (grins)

In diesem Sinne

herzlichst Ihr M. B.

PS: Wo sind eigentlich die Gewerkschaften als Sozialmahner und Regulativ? Wo ist ein Heinz Oskar Vetter, der den Regierenden den Marsch blies an jedem 1. Mai.

Fällt dieses Jahr aus. Wie traurig!

Leserbrief 9

Liebe Frau Sorg,

ich danke Ihnen für diesen Artikel, der sehr gut die Punkte anspricht, weshalb ich oft traurig, wütend bin. Und weshalb ich immer stiller und zurückhaltender werde im Äußern von Fragen, kritischen Anmerkungen zu verschiedenen Punkten.     Grüße aus Ulm   Eva Nimrich

Leserbrief 10

einfach nichts hinzuzufügen, Volltreffer, best ever !!!!!!

mir geht es exakt genauso
I.D.

Leserbrief 11

Der Artikel “Corona – Was mich umtreibt, was viele umtreibt: Ein andauerndes Chaos” könnte nicht besser sein.

Danke Frau Sorg!!

Mit freundlichen Grüßen
Georg Smirek

Leserbrief 12

Liebe Redaktion,

der Beitrag von Frau Sorg hat mich aufgeweckt aus einer Art Lethargie, die begonnen hatte mich zu befallen, weil ich die gesamte Corona-Hysterie nicht mehr ertragen kann. Die Lektüre dieses langen und überaus informativen Beitrags hat mir jedoch gezeigt, dass wir nicht aufgeben dürfen und vor allem aufhören müssen, uns mit dem was uns präsentiert wird abzufinden. Wenn man mal versuchen wöllte, ein Fazit aus den Feststellungen der Autorin zu ziehen, dann steht vielleicht eines ganz vorn. Was momentan am wenigsten zählt bei allem was passiert ist der gesunde Menschenverstand. Wir ergeben uns ziemlich widerspruchslos Allem und Jedem, der oder das etwas zu sagen oder anzuordnen hat oder das wenigstens meint. Dabei ist die derzeitige Situation nun alles andere als neu, wenn auch vielleicht der Umstand fehlender Immunisierungsmöglichkeit derzeit problematisch ist. Ansonsten aber sind doch schon Epidemien ohne Zahl über die Menschheit hinweggegangen, ohne dass derart reagiert worden wäre. Beispielsweise scheinen Erfahrungswerte nicht mehr zu gelten, Maßnahmen werden nicht mehr auf Verhältnismäßigkeit geprüft und  Argumente resp. Begründungen werden fortlaufend ausgetauscht. Alle kritischen Betrachter scheint eine Frage zu einen, nämlich die nach dem Warum. Weshalb jetzt so radikale Maßnahmen ohne jede Rücksicht auf soziale, kulturelle, wirtschaftliche oder sonstige Auswirkungen. Ist es der Versuch, die heraufziehende globale Krise auf die Pandemie zu fokussieren, ist es der Versuch, mit der insoweit verursachen Rezession eine großangelegte Wertevernichtung zu bewerkstelligen, wie bisher nur durch Kriege geschehen? Jedenfalls, und auch das lehrt die Lebenserfahrung geschieht in dieser Dimension nichts ohne Grund. Deswegen ist es unverändert wichtig, kritisch zu hinterfragen. In diesem Sinne die besten Wünsche für weiter ungebrochene Schaffenskraft.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Keller

Leserbrief 13

Hallo Frau Sorg,
 
ich verneige mich sehr gerne vor dieser z.T. emotionalen Zusammenfassung der von Ihnen empfundenen ” Corona – Situation “.
 
Sie haben damit meinen Nerv getroffen und dennoch werden wir vermutlich im Dissens verbleiben.
 
Warum im Dissens ?
 
Deshalb, weil Sie sich dennoch nicht eindeutig positionieren (werden)…
 
Eigentlich – ich habe die NDS schon mit der einen oder anderen Mail penetriert – wollte ich mich hierzu nicht mehr äußern.
 
Auch weil ich die Haltung der NDS, sich nicht zu positionieren und sich weiterhin als Makler der verschiedenen Standpunkte zu inszenieren,
irgendwie zu akzeptieren bereit war.
 
Klar doch, … NachDenkSeiten…. Ein bisschen was muss der Konsument ja auch selbst leisten…..!!!!
 
Insofern ist mir wichtig zu erwähnen, dass ich keinesfalls das ” Geschäftsmodell ” der NDS grundsätzlich in Frage stellen will !
 
Nur, was bringt uns allen dieses  Geschäftsmodell in Zukunft, wenn es dabei bliebe, unsere elementaren Grundrechte auch weiterhin mit Füßen zu treten ?
 
Weiterhin als Mittlerin der Information und in der Sache und in den exponierten Themen unserer vermeintlichen Demokratie als Mahnerin aufzutreten und damit einem überschaubaren, geneigten und meist intellektuellen Kreis als Forum für dessen Profilierung in bestimmten Sachthemen zu dienen ?
 
So wichtig es für dieses Geschäftsmodell sein mag, spezifizierte Beiträge innerhalb der ” Corona – Krise ”  zur Diskussion zu stellen, so unproduktiv ist es aus meiner Sicht, sich hier in Detail verliebte Diskussionen zu verrennen ( Siehe Maskenpflicht – Tobias Riegel ) und nicht dieses Geschäftsmodell zu Gunsten einer essentiellen und signifikanten Bewertung der Gefährdung unserer nominellen Demokratie zumindest temporär aufzugeben.
 
Albrecht Müller hat uns alle intensiv informiert, wie die Manipulationen der ” Agitatoren ” in der Vergangenheit ausgesehen haben und wir stellen fest, dass alle bekannten Manipulationsmethoden des Lagers der einschlägigen Interessengruppen auch in dieser Situation Anwendung finden.
 
Liebe Frau Sorg, Sie haben sich dem Vernehmen nach auch der einschlägigen seriösen alternativen Medien bedient, die mit Sicherheit zu Ihren ambivalenten Wahrnehmungen beigetragen haben.
 
Halten wir fest, was aus unserer, zumindest aus meiner Sicht, als gesicherte Fakten gelten können, ohne dass ich mich jetzt und hier dieser Quellen bedienen möchte und kann ( alle Quellen sind gesichert ):

  1. Wir haben in der Grippesaison 2017/2018 25.000 Todesfälle registrieren können, ohne dass diese Zahl ein öffentliches Interesse erzeugt hat.
  2. In einer geleakten Verschlusssache aus 2012 wurde ein Pandemieplan öffentlich, die die Kenntnis der Bundesregierung von möglichen Pandemien bestätigt.
  3. Die deutsche Bundesregierung stützt sich in ihren Maßnahmen und Entscheidungen supranational im wesentlichen auf die Erkenntnisse der WHO (World Health Organisation ) und bedient sich der Zahlen des Robert-Koch-Institutes ( RKI ), sowie der US-amerikanischen John-Hopkins-University, einer privaten Lehreinrichtung der USA.
  4. Des weiteren übernimmt die Bundesregierung die Expertise der Charite`in Berlin, personifiziert durch den Chef-Virologen Drosten und erlaubt sich nicht, die Expertise von einer Vielzahl von renommierten Fachleuten anzuhören.
  5. Die WHO ( World Health Organisation ) hat vor ein paar Jahren die Voraussetzungen, wann eine infektiöse Erkrankung als Pandemie anzuerkennen ist, gelockert.
  6. Ein wesentlicher Sponsor der WHO, deren finanzielle Ausstattung sich dramatisch von öffentlichen Geldern ( Staatsfinanzierung als Unterorganisation der UN ) zu privaten Investoren gewandelt hat, ist Mr. Bill Gates mit seiner Bill und Melinda Gates Stiftung ( Foundation).
  7. Diese Stiftung hat sich zur Aufgabe gemacht ( zig Milliarden Dollar schwer ) sich infektiösen Krankheiten ( sinngemäß) durch Bereitstellung von Impfstoffen entgegenzustellen. Bill Gates geht noch einen Schritt weiter. Immerhin hat er öffentlich geäussert, durch Impfungen auch zu glauben, einen Nebeneffekt erzielen zu können, in dem er prognostizierte, durch Impfungen einen Welt-Bevölkerungsrückgang von 10-15 % bewirken zu können.
  8. Die Bill und Melinda Gates Stiftung hat u.a. ( auch in Indien gibt es entsprechende Indizien ) im Jahr 2014 in Kenia 1,3 Millionen Frauen geimpft. Diese Impfung wurde als Tetanus-Impfung apostrophiert, dem Serum wurde aber ein Impfstoff beigefügt, der ein für die realisierte Schwangerschaft von Frauen schädliches Hormon beigefügt.
  9. Sowohl das RKI, die Charite` und auch die John Hopkins University haben finanzielle Zuwendungen der Gates-Stiftung erhalten.
  10. Es wurde bekannt, dass drei Monate vor ” Ausbruch ” des Corona-Virus eine Simulation einer adäquaten Pandemie international ( mit China !!!) durchgespielt wurde (Event 201 o.s.ä. )
  11. Herr Gates erhält auf Kosten der Gebührenzahler in Deutschland kostenlos fast 10 Minuten ” Werbezeit ” für seine Intentionen, und dass in einer der Hauptnachrichtensendungen im deutschen Fernsehen und, ohne sich auch nur einer kritischen Frage des Interviewers Zamparoni ausgesetzt fühlen zu müssen.
  12. Alle öffentlichen Äußerungen der Protagonisten der Bundesregierung deute darauf hin, dass die Pandemie erst zu Ende sei, wenn ein Impfstoff oder ein wirksames Medikamt zzur Verfügung steht.
  13. Bill Gates (Foundation) ist an vielen Pharmaunternehmen, auch in Deutschland beteiligt, die hoffnungsvolle Signale in Richtung” Abhilfe ” geben könnten.
  14. Das Finanzsystem dieser Welt befand sich vor ” Corona ” in einem desaströsen Zustand.
  15. Unser Gesundheitssystem in Deutschland wurde im neoliberalen Sinne der vergangenen Jahre heruntergewirtschaftet.
  16. Die USA sind dabei, die ” Corona – Schuld ” der Chinesen zu einer Staatsdoktrin zu machen.
    Diese Vereinigten Staaten von Amerika, die um Ihre Vorherrschaft als Wirtschaftsmacht Nummer eins fürchten müssen und sich – zumindest was die Vergangenheit anbelangte – nie einer militärischen Auseinandersetzung verlegen waren, um ihre rudimentären Interessen durchzusetzen.
  17. US-Präsident Trump kündigt der Organisation seine Mitgliedschaft.
  18. Die Staatsschulden der Länder werden durch vorhersehbare Gelddruckorgien der Staaten explodieren.
  19. Die Bankenrettungen zu Lasten der Steuerzahler werden schon auf den Weg gebracht.
  20. Eine Weltwirtschaftskrise in der Dimension von 1929 wird vonden meisten Experten als mehr als wahrscheinlich betrachtet.

 
 
Ich könnte noch so einige Anmerkungen machen, aber ich denke, Sie und das Team der NDS wissen natürlich worum es mir geht.
 
Die Frage ist doch, warum Sie Ihre Leser nicht in den Zusammenhang des Nachdenken ob des Großen und Ganzen in Stellung bringen wollen.
 
Selbstverständlich ist eine Maskenpflicht unter den Gesamtumständen eine Farce.
 
Warum aber ersparen die NDS uns nicht, in einer nie da gewesenen Situation der Aushebelung unserer Grundrechte, uns mit solchen
hirnrissigen Diskussionen auseinandersetzen zu müssen ?
 
Selbstverständlich haben sich die Fachleute, die sich mit Schutzqualität und was weiß ich noch in Bezug auf solche Masken auskennen zu Wort gemeldet und möglicherweise ihre Energie verschwendet.
 
Warum können oder wollen die NDS uns Leser nicht in dem ganzen und großen Zusammenhang zum ” Nachdenken ” bringen ?
 
Ich verstehe nicht so richtig, warum das nicht passiert.
 
Außer vielleicht, wenn ich mir vorstelle, dass z. B. der Parteigenosse von AM, Andreas von Bülow, als ehemaliger Staatsminister und Kenner der nachrichtdienstlichen Zusammenhänge in diesem Land, mit vermutlich ehrlichen öffentlichen Verlautbarungen zu anderen Themen, sein eigenes öffentliches Grab geschaufelt hat.
 
Wenn so ein Umstand die Zurückhaltung der NDS in ihrer publizistischen Freiheit beeinflussen sollte, dann werden selbst meine dunkelsten Befürchtungen rund um diese vermeintliche Demokratie übertroffen.
     
Freundliche Grüße,
Michael Krater

Leserbrief 14

Tolle Zusammenfassung all der Aspekte, die auch mir größtes Unbehagen bereiten und mich zum “Corona-Skeptiker” machen.  Sehr gut auf den Punkt gebracht. Vielen Dank dafür. Man merkt, dass auch andere (nach-) denkende Menschen die gleichen Zweifel teilen und umtreiben. Zugleich wachsen von Tag zu Tag die Anzeichen, dass die Stimmung im Volk kippt. Und zugleich bricht die Wirtschaft ein wie noch nie seit 1949 oder gar 1929. Und das Ende ist nicht in Sicht…

Mit freundlichem Gruß
Dr. Kai van de Loo

Leserbrief 15

Liebes Leserbriefteam der NDS,

vielen Dank für diesen sehr langen und deutlichen Artikel – der praktisch ein Rund-um-Schlag – oder eine Zusammenfassung von dem ist, was wir seit gut Februar/März erleben.

„Angst ist ein schlechter Ratgeber“ weiß der Volksmund und kluge Menschen richten sich danach.

Angst ist aber auch ein gutes Erziehungsmittel um Kinder „bei Fuß“ laufen zu lassen, um sie klein und zaghaft zu halten – und die Macht der Eltern herausstellt.
 
Angst kann also auch in der Bevölkerung gut geschürt werden, die eh schon durch die vielen Medienangebote und – wie im Artikel auch erwähnt – durch unser herunter gekommenes Bildungssystem in den Schulen – eher infantilisiert wurden, als zu mündigen, kritischen Denkern ermuntert und gebildet wurden und werden.

Dieses Virus, so las ich zu Beginn der Pandemie, sei ein Designer Virus und wurde mit Absicht so geformt, wie es jetzt ist. Und  kein Impfmittel in Sicht! Wie schön! Ein super Gewinn für die Angst-Macht-Politik!

Nun ist alles lahm gelegt was einst das Herzstück einer Demokratie war: Mitbestimmung, parlamentarische Beratung, Diskussion, Demonstration. So schnell geht  es, den Ausnahmezustand nicht nur in einem Land sondern in ganz Europa auszurufen!! Zu wessen Gunsten? Natürlich profitieren Politikerinnen und Politiker davon  und ganz besonders in Deutschland.

Merkels Beliebtheitskurve und die der ZDU schnellen nach oben! Warum? Weil Madam dem braven Volk Angst macht. Große Angst, wenn sie dann besorgt vor die Presse tritt und erklärt, warum die Kinder nun alle so geschlagen werden müssen! Es ist zu ihrem Schutz, so diese besorgte Mutter, die ganz nach dem Schema eines sog. Münchhausen Syndroms handelt.  Diese Mütter machen ihre Kinder krank und rennen dann zum Arzt um sie retten zu lassen. Eine gute, besorgte Mutter konstatieren  Ärzte und Pflegepersonal, bis sie dann dahinter kommen – alles reine Absicht. Alles geplant.

Parlamentarische Demokratie ist anstrengend! Darüber hat schon Schäuble gejammert und neidisch nach China geschaut. Merkel kannte sie nie!

Gestern Nacht lief auf Arte eine interessante Doko: „Nicht länger Nichts.“ Die Geschichte der Arbeiterbewegung. Merkels systemrelevante, fürsorgliche, öffentliche Bewunderung für alle die im Gesundheitswesen Tätigen oder an den Kassen in Supermärkten usw. war nicht neu.

Deutschlands erster und ich dachte, letzter Diktatur A. Hitler hatte wohl eine ähnliche Idee, als er die renitente Arbeiterschaft für sich einnehmen wollte. Er bewunderte sie und versprach ihnen das Blaue vom Himmel. Und sie reagierten und wählten ihn mit etwa 40 % halfen sie ihm in den Sattel. Als er dann fest drin saß, zerschlug er sie und Kommunisten, Sozialisten, Anarchisten und Gegner wanderten in KZs, wurden ermordet und verfolgt.

Nichts Neues also unter der Sonne. Die Methoden der Manipulation haben sich geändert, weil die Technik sich verändert hat. Der Mensch in seinem Macht-Wahn hat immer noch die gleichen Züge und erfindet ein Virus und macht daraus einen Krieg gegen die eigene Bevölkerung, zählt die Toten, die hätten vielleicht leben können, wenn sie bessere, freudvollere, anregende Lebensbedingungen in Alten-Pflegeheimen oder Zuhause gehabt hätten, mehr Geld um sich gesund zu ernähren  wäre ihr Immunsystem stärker gewesen.

Diese Immunität, die auch den seelisch geistigen Bereich betrifft, wird leider den vielen jungen Menschen durch gute Bildung immer mehr verweigert!

Und jetzt ein  Witz: Fragt ein Hund, der ein Maulkorb tragen muss, weil er zu viel gebellt und einmal einen Rivalen heftig gebissen hat sein Frauchen, das einen Mundschutz trägt: „Du jetzt auch?“

Lassen wir uns also nicht irritieren und in Angst versetzen. Gefahr erkannt – Gefahr gebannt!

Beste Grüße
Karola Schramm

Leserbrief 16

Ganz dickes Dankeschön für diesen Artikel.
 
Aufgrund von 0,19 % nachgewiesener Corona-Infektionen in der Gesamtbevölkerung Deutschlands habe ich die Hintergrund für die hierzulande und letztlich weltweiten Hysterie auch noch nicht durchblickt.

Zieht man die in Deutschland bereits genesenen Fälle ab, liegen wir bei 0,045 % “aktiv” nachgewiesen infizierter Personen. Diese Werte ergeben für mich nichts Bedrohliches.
 
Dass Prof. Hendrik Streeck in den Medien wie ein unseriöser Forscher dargestellt wird, macht mich extrem wütend. Wenn dann ein Prof. Drosten in einem Artikel des Abendblatts vom  27.04.20 (Worüber sich Corona Experte Christian Drosten ärgert) erklärt, er verstände sich gut mit Hendrik Streeck und hätte sich lange mit ihm darüber unterhalten, wie seine Studie noch gut und seriös werden könne, dann finde ich diese Aussage regelrecht vernichtend.
 
Dass Äußerungen von Laschet und Lindner zur Lockerung der Maßnahmen verbale “Haue” nach sich ziehen, finde ich auch sehr bedenklich.
 
Und wer immer meint, Frau Merkel regiert und manövriert uns durch Corona – ist es nicht doch allen voran Markus Söder?
 
Und das Gemecker über Schweden ist m. M. n. auch seht überzogen. Mit 0,18 % nachgewiesener Infizierter in der gesamten Bevölkerung stehen die Schweden statistisch besser da als wir.
 
Ich verstehe nicht, warum anhand von Antikörpertests nicht längst mal Untersuchungen darüber angestrebt werden, wie hoch die Dunkelziffer ist. Vermutlich wird dann festgestellt, dass die meisten von uns zwangsläufig schon unwissend Kontakt zu Infizierten hatten – und geht´s uns dann automatisch schlechter als heute? Aber auch diesbezüglich hat Hendrik Streeck ja auch schon Schelte einstecken müssen.
 
Herr Drosten berichtet von Wut- und Hassmails, die er bekommt. Das ist zweifelsfrei schrecklich und so eine Reaktion einiger Menschen macht mir ehrlich gesagt mehr Angst als das Virus. Herr Streeck wird seinerseits aber durch die Medien und andere Forscher ins Abseits gedrängt. Auch solche Begebenheiten machen mir Angst. Die Forschung lebt doch von Austausch und kann nur erfolgreich sein, wenn man mehr als eine Seite betrachtet.
 
Manchmal habe ich das Gefühl, dass Politiker und Forscher uns Bürger als Figuren auf einer Spielkonsole betrachten und ihre Level durch den Zuwachs “gehorsamer Untertanen” erhöhen. (ich weiß, BÖSE)
 
Herzliche Grüße aus Schleswig Holstein
 
Carola Schumacher

Leserbrief 17

Liebe Frau Sorg,

vielen Dank für Ihre umfassende und in meinen Augen stimmige Zusammenfassung der Situation.

Auch meine Frau und ich sind vom Sturm der Kakophonie hin und her gerissen worden und werden es wahrscheinlich auch weiterhin, da eins ganz klar fehlt: Klare Informationen, dies uns „Normalos“ erlauben, die Sachlage zu verstehen oder zumindest irgendwie einzuordnen.

Ich weiß nicht was ich mehr hoffen soll, dass unser Führungspersonal einfach nur überfordert ist, oder das da, wenn dann, viele kleine (unabhängige) Einzelinteressen dahinter stecken. So oder so, wir brauchen dringend ein neues und vor allem auch kompetentes Führungspersonal, das endlich mal aufhört seine eigenen Marketingsprüche  (wir sind Technologieführer, wir habe eine funktionierende und kritische Berichterstattung in den sog. Qualitätsmedien …) zu glauben, denn im Marketing weiß man, das Unternehmen die ihre eigenen Marketingsprüche glauben ganz schnell vom Markt verschwinden.

Viele Grüße
Gerd Bauer

Leserbrief 18

Dass das Thema Immunsystem “so gut wie nicht stattgefunden hat”, den Eindruck habe ich auch. In diesem Zusammenhang sollte nicht nur darauf hingewiesen werden, was dem Immunsystem nützt, sondern auch darauf, was das Immunsystem schwächt: Stress. Ich habe bereits am 18. März auf meinem Blog geschrieben:

Die „Neurologen und Psychiater im Netz“ schreiben:

Chronischer Stress durch Arbeitsüberlastung im Berufsleben oder vor Prüfungen, durch familiäre Probleme, traumatische Erlebnisse und andere über längere Zeit andauernde psychische Belastungen hat ein Absinken von bestimmten Substanzen des Immunsystems zur Folge, die der Abwehr von Krankheitserregern dienen. Gleichzeitig werden Stresshormone ausgeschüttet, die eine angemessene Immunantwort des Organismus unterdrücken.

Hat man jemals einen führenden Politiker sagen hören, dass Stress das Immunsystem schwächt? Warum rät die Bundeskanzlerin, soziale Kontakte nach Möglichkeit einzustellen, aber nicht, Stress zu vermeiden?

A.R.

Leserbrief 19

Guten Tag,

da man Frau Sorg nicht direkt antworten kann, und auch keinen Kommentar zu ihrem Text hinterlassen kann, versuche ich es mal auf diesem Weg und auch nur zu einem Punkt.

Frau Sorg beklagt Verwirrung ob der wechselnden Kriterien: erst “Flatten the curve”, dann Reproduktionsfaktor, dann Neuinfektionen – warum wechselnde Kennziffern?

Nun, man kann sich das schon erklären:

Am Anfang ging es darum, der breiten Bevölkerung das Wesen einer Exponentialfunktion bzw. einer exponentiellen Ausbreitung einer Krankheit klar zu machen. Das ist nicht intuitiv verständlich. Warum soll man Maßnahmen ergreifen, wenn es noch keine Toten gibt? Weil bei täglich steigenden Neuinfektionen von 40% das eine Verdoppelung von Infektionen in 2 Tagen bedeutet, was einer Vertausendfachung in 20 Tagen gleichkommt (2hoch10), und eine Vermillionfachung in 40 Tagen (2hoch20). Wenn man erst dann reagiert, wenn das Gesundheitssystem an die Grenze kommt, ist es für zehntausende Infizierter zu spät, siehe New York. Daher: “Flatten the curve”, “Flatten the curve”, “Flatten the curve”: um die Dramatik deutlich zu machen, damit die Leute das wirklich, wirklich ernst nehmen.

Dann aber: was also das Ziel sein? Die Rate von Neuinfektionen konstant halten, um die Kurve nicht nur zu senken, sondern dauerhaft unter dem Limit halten zu können und “normalen” Krankenhausbetrieb irgendwann wieder aufnehmen zu könne. Also musste man den Reproduktionsfaktor auf 1,0 begrenzen. Daher wurde dann da in den Mittelpunkt gestellt. Hat ja auch Erfolg, die Krankenhäuser können jetzt daran denken, geplanten OPs vorzunehmen.

Aber: wenn man zu einem “normalen Leben” zurück will, muss doch das Virus nicht nur eingedämmt, sondern zurückgedrängt werden. In China wurde klar: es KANN funktionieren, das Virus aus der Umgebung zu entfernen. Je weniger Neuinfektionen, desto weniger Infizierte. Zwei Wochen ohne menschliche Neuinfektionen, und das Virus kann sich nicht weiter ausbreiten. Es vermehrt sich ja nur in infizierten Menschen, und auch nur eine Zeitlang – schwere Symptome dauern länger als die Zeit, in der es sich vermehrt und der Patient infektiös ist. Daher jetzt die Strategie: möglichst Null Neuinfektionen. Von China lernen heißt in diesem Fall lernen, wie man das Virus aus der Gesellschaft wieder weg bekommt. Wenn man will.

Die Logik hinter den Veränderungen ist eigentlich gar nicht so absurd, wenn man den größeren Zusammenhang in den Blick nimmt.

Noch was zu Herrn Spahn (ohne ihn in Schutz nehmen zu wollen): die Maske auf dem Foto im Fahrstuhl ist eine Mund-Nasen-Maske. Damit kann er gar nicht sich selber schützen, sondern höchstens andere vor ihm selber. Entweder fährt er nach der Maxime “Minister sind grundsätzlich nicht ansteckend”, das wäre verwerflich. Oder er wusste genau (durch Test), dass er vor 1-3 Tagen nicht infiziert war und nicht in der infektiösen Phase sein kann und deswegen konnte es für den Fremdschutz objektiv sinnlos sein, diese Maske zu tragen. Er hat aber offensichtlich nicht daran gedacht, dass er ein “gutes Vorbild” abgeben sollte…

So, genug des Textens

schöne Grüße
Andreas Riekeberg

P.S.: Würde mich über eine Antwort freuen. Habe mir immerhin auch eine halbe Stunde dafür Zeit genommen und eigentlich auch was anderes zu tun.

Antwort von Anette Sorg

Sehr geehrter Herr Riekeberg,

wenn ich als volljährige, des Lesens, Schreibens und Verstehens mächtige Bürgerin in jeder Nachrichtensendung und jedem Brennpunkt und zwischenzeitlich prophylaktisch in jedem Youtube-Video erzählt bekomme, dass es wichtig ist, die „Regeln“ (inzwischen bekomme ich allergische Pickel, wenn ich diesen Begriff höre!) einzuhalten, dann erwarte ich das von Menschen mit Vorbildfunktion umso mehr. Das ist wie mit Eltern, die ihren Kindern erklären, was diese tun und lassen sollen, es aber selbst nicht so genau damit nehmen. Glaubwürdig ist das überhaupt nicht.

Was Ihre Rechtfertigung der verschiedenen Messzahlen des RKI und der Politik angeht, hatte ich ja in meinem Artikel bereits auf einen anderen Artikel verlinkt, der dieselbe Rechtfertigungslyrik anwendet, wie Sie das tun. Mich hat dieser Artikel nicht überzeugt, ebenso wenig, wie Ihre Erläuterungen. Mag sein, dass es anderen – mathematisch und epidemiologisch größeren Leuchten als mir – hilft.

Schön, dass Sie für den Leserbrief eine halbe Stunde Zeit genommen haben. Ich habe jetzt leider vergessen, auf die Uhr zu schauen, wie lange mich die Beantwortung Ihrer Zuschrift gekostet hat. Und leider habe ich auch vergessen, wie viele Stunden ich für das Recherchieren und Schreiben meines Artikels aufgewendet habe. Für ein kostenloses Produkt übrigens. Aber ich gelobe Besserung. 😉

Leserbrief 20

Sehr geehrte Frau Sorg,

hiermit möchte ich Ihnen meine Hochachtung für Ihren Artikel „Corona – Was mich umtreibt, was viele umtreibt: Ein andauerndes Chaos“ aussprechen. Wirklich hervorragend wie Sie darin die aktuelle Situation beschreiben.

Vor allem Ihre Einlassung auf die Diffamierung von Andersdenkenden mit dem Begriff „Verschwörungstheoretiker/in“ halte ich für besonders wichtig und noch mehr den des/der „Coronaleugner/-in“. Dieser Begriff alleine hat schon das Zeug dazu, die Bevölkerung zu spalten, weil – wie Sie sehr richtig feststellen – er subtil aber sehr wirksam in unsere urdeutsche Wunde schlägt, dem des Holocausts und den unsäglichen, tatsächlichen „Holocaustleugner/-innen“.

Mir ist dieses ehrabschneidende, entwürdigende und mundtod-machende Prinzip seit etlichen Jahren auch in einem anderen Bereich begegnet. Bitte erlauben Sie mir, dass ich das hier kurz anspreche, auch wenn ich etwas befürchte, Sie damit zu schockieren und deshalb bei Ihnen dafür kein Verständnis erhalte.

Und doch halte ich nachfolgendes Beispiel gerade jetzt(!) bei „Corona“ für sehr wichtig. Ich persönlich halte es sogar für eine sogen. Blaupause für die „Corona-Krise“, weil die Parallelen dermaßen viele sind und dermaßen verblüffend, dass ich nicht an einen Zufall glauben kann: Es geht um HIV und AIDS und darum, dass Andersdenkende hier als „AIDS-Leugner/-innen“ diffamiert werden.

Sie müssen mir nicht glauben, aber bei mir verhielt es sich so: Auch ich glaubte über fast 30(!) Jahre das, was wohl mehr als 95% der Bevölkerung glauben: Es ist bewiesen, dass HIV als Virus die Krankheit AIDS verursacht. Durch Zufall geriet ich an die Literatur von Andersdenkenden, diejenigen, die als „AIDS-Leugner/-innen“ bezeichnet werden. Was ich feststellte: Keine einzige Person unter diesen – fast durchgängig! – Virologen, Immunologen, Epidemiologen usw. leugnet AIDS. Sie haben „nur“ andere Erklärungen für dessen Ursache(n), die ich inzwischen für wesentlich plausibler halte, als das Dogma von „HIV verursacht AIDS“ das so gut wie jeder/-m ins Gehirn gepflanzt wurde.

Es gibt sehr, sehr viel Literatur darüber und sollte ich Sie nicht abgeschreckt, sondern neugierig gemacht haben, kann ich Ihnen gerne Buch-Empfehlungen geben.

Sollten Sie Interesse an diesem Thema haben (wie gesagt: Die Parallelen zu „Corona“ sind für mich offensichtlich), könnten nachfolgende zwei Links zu Film-Dokumentationen hilfreich sein:

und wundern Sie sich bitte nicht, wenn Ihnen darin Personen begegnen, die Ihnen auch bei „Corona“ evtl. auch schon bekannt gemacht wurden. Bspw. Prof. Fauci, der aktuell auch den US-Präsidenten Donald Trump bezügl. “Corona” berät.

Nun hoffe ich noch, dass ich für Sie kein Verschwörungstheoretiker bzw. AIDS-Leugner bin, und dass Sie diese Mail nicht als Belästigung empfinden.

Mit freundlichen Grüßen,
A.F.
und alles Gute für Sie in dieser Zeit der Verunsicherung,

Leserbrief 21

Sehr geehrte Redaktion, ich danke allen für Ihre fleißige Arbeit.

Sehr geehrte Frau Sorg,

ich danke für Ihren o.a. Artikel. Er zeigt wunderbar die wichtigen Probleme. Er ging mir wie Öl herunter.

LG J. Deutsch

Leserbrief 22

Liebe Anette,

du schreibst, wie verunsichert du ob den unterschiedlichen Berichten bist, und wie abhängig von Experten als Nicht-Naturwissenschaftlerin.

Trotzdem legst du meiner Meinung nach den bisher besten Artikel auf den Nachdenkseiten zur sogenannten Coronakrise hin (sogenannte Coronakrise im gleichen Sinn, wie die ‘sogenannte’ Eurokrise). Er hat vor allem einen Vorzug: er ist breit gefächert, die meisten anderen Artikel auf den NDS beschränken sich auf einen Themenbereich, was bei diesem Themenkomplex aus meiner Sicht ein Problem ist.

Besser fand ich bisher eigentlich nur den Beitrag von Werner Rügemer.
Und der gehört zum einen nicht zum festen Autorenteam und zum anderen dafür jener Riege von Journalisten an, die irgendwie grundsätzlich in einer anderen Liga spielen.

Insgesamt sind für mich bisher die NDS die größte Enttäuschung in diesem Thema – obwohl sie zunehmend besser werden. Es ist aber auch nicht die eigentliche Berichterstattung, die mich an den NDS stört. Die ist ungefähr so gut oder schlecht wie überall, wo man noch selber nachdenkt und recherchiert – große Unsicherheiten inbegriffen. Das ist schon okay.

Ich stelle aber speziell an die NDS grundsätzlich andere Maßstäbe, wenn es um Manipulationen geht. Und genau da haben die NDS insgesamt aus meiner Sicht versagt. Oder wenn wir es sehr viel vorsichtiger formulieren wollen: sie haben nicht das geleistet, was ich erwartet hätte.

Die Detailkritik ist, wie gesagt, so gut wie eh und je.

Aber Jens Berger und Albrecht Müller haben einmal verlautbaren lassen, dass sie die Meinung teilen, dass in diesem Land Kampagnen gefahren werden, und das sie in diesem Punkt eher darum ringen, ob das reine Herdeneffekte sind, oder ob es auch Eingeweihte gibt.

Vor diesem Grund kann ich verstehen, wenn Albrecht Müller festlegt, trotzdem in alle Richtungen offen zu sein. Aber ich kann nicht verstehen, dass er den Kampagnen-Charakter der Berichterstattung nicht offen thematisiert. Und zwar frühzeitig. Denn der war aus meiner Sicht von Anfang an deutlich sichtbar – und ich bin nicht der einzige, der das so sieht. Hier ist insbesondere die unbestreitbare Ähnlichkeit zur Schockstrategie zu nennen, der von Beginn an surreale Umgang mit Statistiken, und die klebrige Nähe zu Public Relations, Stiftungen und Interessenverbänden, gegen die Carsten Maschmeyer wie ein Papierkätzchen aussieht. Inzwischen sind die Manipulationen so augenfällig. Ich traue den Politikern im Amt in der Regel genug Unkenntnis zu, dass sie nicht wussten, was eine massive ‘exponentielle’ (jeder der das Wort in diesem Zusammenhang ernsthaft verwendet hat keine Ahnung, was er da sagt) Ausweitung von Tests statistisch nach sich zieht – vielleicht sogar einer Kanzlerin, die angeblich mal Physik studiert haben soll, was man schon bei den Fragen zur Kernenergie nicht nachvollziehen konnte. Aber verdammt noch mal es gibt Kreise in der Weltpolitik, die ihr Geschäft seit mindestens 400 Jahren machen. Die wissen das ganz genau, und ihr könnt mir erzählen was ihr wollt, der Effekt war eingeplant und gezielt herbeigeführt, mit der Absicht Panik zu verbreiten. Inzwischen kommen dazu noch die offensichtlichen Bemühungen ernsthaft aussagekräftige Datenerhebungen zu verbieten, zu verhindern und zu verzögern. Und immer noch predigt die Politik das Mantra vom Impfstoff für 7 Milliarden Menschen. Wahnsinn! Als wären die alle jünger als Sebastian Kurz und hätten 1976 einfach noch nicht gelebt.

Noch schlimmer wiegen für mich Jens Bergers frühe Beiträge.

Er forderte Massentests – für mich doppelt schockierend, weil das einerseits auf fehlendes statistisches Knowhow schließen lässt, dass ich bei ihm nicht erwartet hatte, und andererseits die Tests auch damals bekannterweise schon nicht validiert waren, aber selbstverständlich sicher, einfach, hochsensitiv und unfehlbar positiv; nach Herstellerangaben (Drosten) – und prangerte den Kontrollverlust der Regierung und des Gesundheitsministers an. Was im Umkehrschluss einer Forderung nach mehr Kontrolle derselben gleichkommt.

Er forderte also in einer vermuteten Epidemie mehr Kontrolle durch den Mann, der eine Körperverletzungspflicht eingeführt hatte, was juristisch der Tatbestand ist, für eine unfreiwillige Impfung. Und das tat dieser Mann bei einer Krankheit, die im Schnitt kaum 3 Menschenleben im Jahr fordert, in einer Bevölkerung von 80 Millionen Menschen, die auf freiwilliger Basis bereits eine Impfquote aufweist, von der die DDR mit ihrer allgemeinen ‘Impfpflicht’ nur träumen konnte.

Ehrlich, damit komme ich nach wie vor nicht gut klar, denn da muss man nicht lange überlegen, was dann abgeht, wenn dem jemand steckt, was eine Grippewelle ist. Deswegen sind für mich die NDS insgesamt immer noch ein Totalausfall, auch wenn inzwischen viele gute Berichte nachgekommen sind. Rügemer, Bosbach und auch Tobias Riegel schreibt ganz interessante Sachen. Ich komme auch mit dem Standpunkt von AM klar. Aber mit mehr Kontrolle für Jens Spahn und Alexander Dobrint – Sorry, da hätten wir Nazis wie Globke oder Oberländer oder Gehlen oder Nipperdey auch ihm Dienst … naja lassen wir das.

Sagen wir halt, im Gegensatz zur christlichen Tradition der würdevollen Verabschiedung der von uns gegangenen, hat die Politik sich noch so einige hoch geachtete Traditionen erhalten können. Nur irgendwie kann ich das nicht einmal als streng gläubiger Atheist nachvollziehen.
Geschweige denn könnte ich mich darüber freuen, das Menschen jene Trauerrituale, die für sie elementarer Teil ihres Glaubensbekenntnisses sind, also ein Teil ihrer Grundhaltung zum Leben, nicht mehr ausführen dürfen. Ich als Atheist komme da gut weg. Bei den Trauerritualen bin ich relativ flexibel (im Gegensatz zu meiner Familie, wie ich vergangenes Jahr feststellen musste), wirklich eingeschränkt werde ich auch nicht in meiner freien Religionsausübung, sondern ‘nur’ im Versammlungsrecht.
Schon das bringt mich auf die Palme. Besonders, wenn mir Bekannte schreiben, dass wir immer noch eins hätten.

In diesem Sinne finde ich deinen Gang durch die verschiedenen Kontexte als eine Bereicherung. Meine eigenen Quellenlage ist breit, aber von hier konnte ich noch ein paar Links ergänzen. Schön! Und vielen Dank. 🙂

Nur deinen Optimismus kann ich nicht teilen. In der Rückschau auf mein bisheriges Leben muss ich feststellen, dass ein wesentliches Element, das unserer Gesellschaft fehlt, ein Gedächtnis ist. Als Gerhard Schröder seine Agenda 2010 durchgebracht hat, da habe ich gedacht, naja Steuererleichterung für Unternehmen, das kann man ja mal probieren.
Nicht lachen. Ich war 18, vielleicht 20. Ich hatte halt keine Ahnung.
Zum Beispiel davon, dass man das schon seit den 70ern unentwegt probiert hatte, und vor dem Krieg auch schon. Woher auch? Mir hatte das damals keiner gesagt und in der Schule hatten wir das nicht gelernt. Oh Wunder.
War eh Osten. Unsere Lehrer haben das bestimmt auch nicht gewusst.

Inzwischen hatten wir einen Finanzminister, der ohne hinzuschauen sagen konnte, wieviel Geld in einem verschlossenen Umschlag an ihn übergeben wurde, aber nicht, wo es verblieben ist. Der ist inzwischen Bundestagspräsident, hält Reden auf Adenauer, den alten Naziphilen, und das Grundgesetz und keine Sau erinnert sich daran, dass er das Gesundheitssystem mindestens eines europäischen Nachbarn quasi vernichtet hat – mit deutlichen Folgen für die Kinder- und Säuglingssterblichkeit im Normalbetrieb.

Wahrscheinlich hören wir aus Griechenland aus einem einzigen Grund nicht viel in diesen Zeiten: Sie haben nicht genug Geld um flächendeckend die überteuerten Tests zu bezahlen, die überall sonst Panik auslösen – immerhin. Das hat dieser Mann damals gefeiert, als es in Brüssel beschlossen worden ist.

Und falls – nur falls – in Italien ähnlich verfahren worden ist und wird, wie in Griechenland (Krankenhäuser nein, Panzer ja) oder Deutschland (20-25% Ziel vom Bundeshaushalt, aka 2%-Ziel), dann müssen wir uns nicht wundern, dass die Leichen, die ein zerstörtes Gesundheitswesen zwangsläufig zurück lässt, ausgerechnet mit Militärfahrzeugen abtransportiert werden. Womit denn auch sonst? Ich würde meinen, auch in Italien hat Gott Humor, wenn es darum geht, uns an etwas zu erinnern, was wir vergessen haben.

In diesem Sinne, bewahre dir deinen Humor. Ich habe meinen gerade erst wieder gefunden, auch wenn er noch ein wenig trocken ist. Muss am Jahrgang liegen – 1984.

Sebastian Domschke

PS bitte verstehe die Anrede als passiven Wiederstand gegen social distancing; ich bin überzeugt, wir können auf Augenhöhe diskutieren und müssen uns nicht gegenseitig in der Mehrzahl anreden

Antwort von Anette Sorg

Lieber Sebastian Domschke,

zunächst vielen Dank für die „Blumen“. Den Artikel von Werner Rügemer fand ich ebenfalls sehr gut. Die Pauschalkritik an Jens Berger und Albrecht Müller finde ich ungerecht und kann ich so nicht stehen lassen. Beide haben sich sehr differenziert mit der Thematik auseinandergesetzt. Ich verlinke hier nur einige wenige Beispiele. Es gibt weit mehr dazu:

Leserbrief 23

Liebe Frau Sorg,
 
verblüffend ähnliche Überlegungen, die ich soeben nach dem Schreiben meines Kommentars unter dem Artikel Corona im Hirn.. auf der rationalgalerie.in Ihrem Artikel wiedergefunden habe.
 
Hier nochmals in korrigierter ergänzter Fassung:

Fragen an die Regierenden:

  1. Welches sind konkret die Voraussetzungen im epidemiologischen Geschehen, um die Einschränkungen zurückzunehmen?  (in kürze und auch nicht vollständig rekapituliert:
    Im März hieß es: Wir dürfen das Gesundheitswesen nicht überlasten und wir möchten Zustände wie in Italien oder Spanien vermeiden und müssen uns vorbereiten. Stand jetzt; Intensivbetten stehen leer (wobei noch zu klären wäre, ob auch das Personal genug Reserven hat, eine Einführung der maximalen Arbeitszeit von maximal 6 Stunden am Stück mit 12 Stunden Pause wären hier zwingend in der Intensivstationen geboten). Eingeführt hat die Regierung allerdings 12 Stunden Schichten und 8 Stunden Pause. DAS IST UNMENSCHLISCH UND VERANTWORTUNGSLOS!
    Dann war es die Verdoppelungszeit (mindestens 10 Tage) und dann wieder die Reproduktionszahl kleiner 1. Dennoch sollen alle Maßnahmen andauern bis Medikamente und/oder Impfung gefunden sind, wobei nicht gesichert ist, ob es diese je geben wird, genau so wie es nicht gesichert ist, ob es überhaupt  zu einer 2. Welle kommt?
  2. Wie erklärt die Regierung den Widerspruch zwischen Infektionsschutz und den Bedingungen in Haftanstalten, Lagern, Pflegeheimen usw., und warum sind Abschiebungen möglich, und gleichzeitig dürfen Ausländer im Aldi im Elsass nicht mehr einkaufen, und warum ist der EU Pass  zur Zeit für die Tonne? Offene Grenzen nur noch für Waren und Erntehelfer ? Welche Gründe gab bzw. gibt es aus epidemiologischer  Sicht für die Grenzkontrollen.
  3. Wie geht die Regierung damit um, dass eine Gesellschaft dabei  ist, sich in ein neurotisches Pulverfass zu verwandeln?  Meine Beobachtung ist eine Zunahme von Panik und Zwangshandlungen. (Ein Bekannter versprühte Desinfektionsmittel im Auto während der Fahrt; eine Freundin gab mir 10 Euro für einen Einkauf. Sie desinfizierte den Geldschein und übergab ihn in einem Gefrierbeutel….) P.S. Ich erinnere mich noch gut an den angeekelten Gesichtsausdruck meines Kollegen angesichts von Tomaten und Gurkenscheiben auf seinem Käsebrötchen. Das war vor 10 Jahren Schweinegrippe, die Panik führte zu massiven Verlusten für die Gemüseanbauer  in Spanien und anderswo.
  4. Welche Begründung hat die Bundesregierung für den Sinneswandel in Bezug auf die Schutzmasken der gesamten Bevölkerung, und wie wird man so denen gerecht , die auf das Lippenlesen angewiesen sind, und die aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können.  
  5. Warum wird eine Industrie auf Teufel komm raus erhalten, die jahrzehntelang bevorteilt wurden und noch im letzten Jahr Viele  Mrd. Gewinn machte, auf Kosten der Verbraucher und des ÖPNV. Warum wird hier  an die Gehälter der Vorstandsetagen nicht einmal gedacht?

Dass ich misstrauisch bin, liegt neben all den  vielen Widersprüchen  insbesondere daran, dass die Behörden hier in Rheinland-Pfalz, anlässlich des Ostermarsches in Büchel sogar Einzelmahnwachen verboten hatten, aber auf der anderen Seite die Regierung  eine neue Kampfjetflotte zur Aufrechterhaltung der Nuklearen Teilhabe anschaffen möchte, und gleichzeitig aber bemerkte, dass eine Pandemie nur global gemeinsam bekämpft werden kann. Warum waren 400 Tsd.- Malaria Opfer nie eine Rede wird? Warum sind die derzeitigen und drohenden Hungertoten keine Überlegungen wert?

Im Namen des Infektionsschutz verfolgen die Regierungen sehr vieler Länder anscheinend die Devise: Therapie erfolgreich, Patient tot.

A.K.

Leserbrief 24

Sehr geehrte Frau Sorg,
 
ich bin Ihnen sehr dankbar für Ihren Artikel.
 
Ich muss zugeben, dass ich mich anfangs ebenfalls habe anstecken lassen von den Schreckensnachrichten, die uns im Stundentakt von den Medien vor die Nase gehalten wurden. Mittlerweile ergeht es mir wie Ihnen: Aussagen von sogenannten “Experten”, die sich von einem Tag auf den anderen widersprechen; kompetente Andersdenkende, die unsäglich diffamiert werden; nicht belastbare bzw. unvollständige Zahlen, die uns als Fakten präsentiert werden; eine nahezu “perfekte” Marketingkampagne in Funk und Fernsehen, die uns anscheinend die Isolation als erstrebenswert erscheinen lassen soll und eine für alle sichtbare Angst und Hysterie in den Augen und im Verhalten der Menschen. Es ist ein Chaos an Informationen. Es ist unmöglich, sich eine fundierte Meinung zu bilden. Es ist ebenfalls unmöglich, mit anderen Menschen darüber zu sprechen. Ich bin ebenfalls kein Mediziner und bestreite nicht, dass das Virus existiert. Ich bin aber soweit, dass ich den veröffentlichten Informationen und deren Vertreter nicht mehr traue. Mir ist klar geworden, dass die Menschen in übelster Weise manipuliert werden.

Ich erlebe es jeden Tag, wenn ich anderen Mitmenschen auf der Straße begegne. Ich erlebe, wie andere regelrecht erschrocken zur Seite springen, wenn ich Ihnen unbedacht zu nahe kommen. Ich höre von anderen, wie Menschen von ihren Nachbarn bei der Polizei denunziert werden und hinterher hohe Strafen zahlen müssen. Ich lese in Meinungsforen, wie sie die Aufgabe jeglicher Freiheitsrechte befürworten. Ich erfahre von meinem Umfeld, wie ernst sie dieses Thema nehmen und ihr Leben danach ausrichten.

Die Angst scheint das Denken auszuschalten. Es wird nichts mehr hinterfragt. Derjenige, der kritisiert, steht im Abseits und sei es noch so fundiert. Ich muss zugeben, ich habe schon länger ein Problem damit, wie viele meiner Mitmenschen die Ereignisse der letzten Jahre kritiklos hinnehmen. Aber diese Billigung unmenschlichen Verhaltens hätte ich nicht für möglich gehalten. Vor allem hätte ich nicht gedacht, dass es so einfach ist, unsere elementaren Grundrechte so schnell und mühelos mit einem Handstreich außer Kraft zu setzen. Ich stelle provokativ die Frage in den Raum: ab wann würden wir es überhaupt merken, wenn wir in einer Diktatur lebten?
 
Ich stelle aber auch fest, dass es Hoffnung gibt. Ich höre auch, dass es Menschen gibt, die sich bei ihrer Gemeinde über den Entzug ihrer Rechte beschweren. Ich lese von Demonstrationen für grundgesetzliche Rechte in einigen Städten. Ich führe Gespräche mit älteren Leuten, die diese Zustände entschieden ablehnen. Ich spreche mit jüngeren Leuten, deren Geduld erschöpft ist und sich hoffentlich in friedlicher Weise entlädt.
 
Das macht mir Mut. Ich rate allen: betet für eine gute Zukunft.
 
Mit freundlichen Grüßen
S.N.

Leserbrief 25

Liebe Frau Sorg,

ich weiß gar nicht, wie ich Ihnen meine Dankbarkeit für diesen wunderbaren Text ausdrücken soll.

Ich versuche mich seit Beginn dieser sog. Krise recht ausführlich zu informieren. Bis gestern hatte ich jedoch, bei manch hoch interessanten Beiträgen, noch keinen Text gelesen, der die vielfältigen mit der Krise zusammenhängenden Aspekte und Probleme so umfassend und differenziert dargelegt hätte.

Ich, wie auch viele andere Menschen, bin offen gestanden in den letzten Wochen sehr angespannt, vor allem, weil die Diskrepanz zwischen verordneten Maßnahmen und realer Gefahr immer offenkundiger wird.

Man möchte zahlreiche Politiker und Experten manchmal schütteln und mit der Nase auf die Zahlen stupsen.

Ich gestehe offen, dass mir unwillkürlich am Ende der Lektüre ihres Textes Tränen in die Augen stiegen, ich vermute aus Erleichterung darüber, einen Text gelesen zu haben, der mir aus der tiefsten Seele spricht.

Nochmals vielen Dank für Ihre wunderbaren Worte, die allen Entscheidern die Schamesröte ins Gesicht treiben müsste.

Herzliche Grüße
Manfred Clauss

Leserbrief 26

Liebe Nachdenker,

hiermit möchte ich dem Beitrag von Anette Sorg „Corona – Was mich umtreibt, was viele umtreibt: ein andauerndes Chaos“ vom 30.04.2020 meinen Beifall zollen.

Dieser Beitrag spricht mir im wahrsten Sinne des Wortes  – …aus der Seele. Da schreibt ein Mensch, der seine Gedanken in Worte fassen kann. Respekt. Und natürlich auch Dank an Anette Sorg für ihre aufgewendete Zeit bei dieser und anderen Arbeiten.

Auch ich habe mich in der zurückliegenden Zeit und bei der Lektüre der NDS häufig mit dem Gedanken getragen, einen Artikel zu schreiben. Warum schreibe ich eigentlich nicht???

Es ist so wichtig.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen
Axel Ziemann

Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten

Die NachDenkSeiten freuen sich über Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen Länge und mit einem eindeutigen Betreff.

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Von Veritatis

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