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27. Mai 2020

Wie eine Währungsreform aussehen könnte



Die Schulden steigen und steigen. In Deutschland wird das Schuldenniveau auf fast 100 % des BIP (Bruttoinlandsprodukts) klettern. Es gibt sogar Schätzungen, die gehen von einer Steigerung auf mehr als 100 %. Dies wiederum gilt nach wissenschaftlich festgestellten Kriterien als KO-Kriterium. Niemals werden wir die Schulden abzahlen können.

In der EU sind die Schuldenberge wahrscheinlich mit 130 % oder mehr (bezogen auf das BIP) noch höher. In den USA klettern die Schulden auch täglich auf immer neue Rekordstände. Wer soll jemals diese Schulden zahlen? Angesichts der neuen Verschuldungsorgie in der EU (mit dem jüngst beschlossenen Programm zur „Unterstützung“ einzelner Projekte über den gemeinsamen EU-Haushalt, der von uns allen finanziert wird), ist die Frage wichtig. Die Antwort dürfte lauten (Spekulation): Niemals. Wenn allerdings trotz niedrigster Zinsen eines Tages kein Geld mehr am Anleihemarkt zur Verfügung steht – oder viel zu wenig -, wenn also keine neuen Schulden mehr gemacht werden können, werden wir zahlen müssen. Ein nicht allzu verwegener Tipp: Die Währungsreform kommt. Der nächste verwegene Tipp: Wir haben die neue Währung wahrscheinlich bereits. Jedenfalls haben wir dies schon beschrieben.

Halten Sie sich vor Augen, was jetzt bereits möglich ist…

Neue Währung – Sparkonten werden geplündert oder enteignet

„Es sind „Sonderziehungsrechte“ des IWF, die ein echtes neues Weltgeld darstellen können. (…)“ Diese sind Teil eines Währungskorbs, den es in dieser Institution schon gibt. Musterbeispiel könnte das Jahr 2008 sein, in dem es um die Bewältigung der Finanzkrise ging. Damals wurden Sonderziehungsrechte der teilnehmenden Länder bereits als praktische Währung zwischen den Beteiligten (USA, China bspw.) gehandelt. Wenn die Sonderziehungsrechte aus diesem Währungskorb – die es bereits gibt (!) -, neues Geld darstellen würden, dann müssten die über die Märkte verteilt werden.

Das wäre nicht besonders schwierig: Die Sonderziehungsrechte ließen sich über die „BIZ“ verteilen. Dies ist die Bank für internationalen Zahlungsausgleich, eine Gemeinschaft der wichtigsten Zentralbanken der Welt. Würde als der IWF gemäß der Anteile der einzelnen wenigen Staaten am Währungskorb die Sonderziehungsrechte zu neuem Geld erklären – unter welchem Namen auch immer -, die BIZ stünde bereit, dies über die angeschlossenen Zentralbanken tatsächlich einzusetzen.

2008 spielten die Sonderziehungsrechte im tatsächlichen Finanzverkehr noch keine große Rolle. Das kann sich jederzeit ändern – fast auf Knopfdruck. Da es die Instrumente bereits gibt, ist nichts unmöglich. „Wenn die Sonderziehungsrechte plötzlich eingesetzt würden, dann ist Ihr Geld so gut wie nichts mehr wert. Wie dies abläuft und was Sie dagegen machen sollten – lesen Sie hier.

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