Gehe zu…
RSS Feed

31. Mai 2020

„War ein Klugscheißer“: Biden bedauert „rassistische Äußerung“ über Afroamerikaner




Politik

Zum Kurzlink

Der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Joe Biden, hat sich mit einer Bemerkung über Afroamerikaner Rassismus-Vorwürfe eingehandelt – mit Blick auf die bevorstehenden US-Wahlen ist das ein Imageschaden, den sich Biden nicht leisten darf. Das Gesagte hat er bereits bereut und sich selbst als einen „Klugscheißer“ bezeichnet.

In Zeiten der Corona-Krise ist Wahlkampfmachen keine leichte Sache. Umso wichtiger ist es gerade jetzt, bei den Bürgern zu punkten, denn schon im November finden in den USA Präsidentschaftswahlen statt. Den Demokraten ist es nur mit Mühe gelungen, sich hinter einem gemeinsamen Präsidentschaftskandidaten zu formieren, und dieser Kandidat heißt Joe Biden. Allerdings punktet der Politiker derzeit im Minusbereich.

Biden ist für seine peinlichen Versprecher und kontroversen Bemerkungen bekannt. Dies wurde ein weiteres Mal in einem Radiointerview deutlich, in dem sich der 77-Jährige um wichtige Wählerstimmen gebracht haben könnte. Darin ging es um Rassismus in den USA und, als er auf die Afroamerikaner im Wahlkampf  zu sprechen kam, meinte Biden selbstbewusst:  

„Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie für mich oder für Trump sind, dann sind Sie nicht schwarz.“

Natürlich ging diese bevormundende Auslassung nach hinten los. Dessen war sich auch Biden bewusst und soll laut CNN am Tag darauf in einer Telefonschalte mit der afroamerikanischen Handelskammer das Gesagte bereut haben. Seine Worte könnten als hochmütig aufgefasst werden, habe Biden gesagt. Der Politiker machte auch gleich klar, dass er die Stimmen der Afroamerikaner brauche, um bei den Präsidentschaftswahlen als Sieger hervorzugehen.

„Ich hätte nicht so ein Klugscheißer sein sollen. Ich hätte nicht so unbekümmert sein sollen“, räumte Biden nach Angaben von Journalisten ein. Er habe die Unterstützung der afroamerikanischen Gemeinschaft niemals als selbstverständlich angesehen, versicherte er. „Niemand muss aufgrund von Rasse, Religion oder Herkunft für eine bestimmte Partei stimmen.“

Spielt Republikanern in die Hände

Bidens Bemerkung hat prompt eine Debatte unter dem Hashtag „YouAintBlack“ losgetreten. Da halfen auch keine Beschwichtigungen wie etwa jene, in der eine Beraterin des Demokraten auf Twitter behauptet hatte, der umstrittene Satz sei scherzhaft gemeint.

Der einzige schwarze Republikaner im Senat, Senator Tim Scott, bezeichnete Bidens Äußerungen als „die herablassendsten und arrogantesten Kommentare gegenüber der schwarzen Community, die ich je gehört habe.“ Laut Scott stimmten 1,3 Millionen Afroamerikaner bei der Wahl 2016 für Trump.

Die Situatuion war ein gefundenes Fressen für das Lager des amtierenden US-Präsidenten Donald Trump, welches sogleich Biden mögliche Wähler abspenstig machen wollte. Trumps Wahlkampfberaterin Katrina Pierson nannte Biden einen „elitären weißen Liberalen“, der „rassistisch erniedrigende“ Kommentare von sich gebe. Das Wahlkampfteam von Trump teilte unter anderem mit, Biden glaube als Weißer, dass Schwarze „unfähig sind, unabhängig zu sein oder unabhängig zu denken“.

Biden, der unter dem vorherigen Präsidenten Barack Obama Vizepräsident war, erfreut sich bei Afroamerikanern großer Zustimmung. Bislang konnte er bei der Präsidentenwahl am 3. November mit einer Mehrheit der Stimmen der Afroamerikaner rechnen. 

mka/gs





Source link

Download WordPress Themes Free
Download WordPress Themes Free
Free Download WordPress Themes
Download Best WordPress Themes Free Download
free download udemy paid course

Schlüsselwörter:

Schreibe einen Kommentar

Weitere Geschichten ausAllgemein