Gehe zu…
RSS Feed

31. Mai 2020

Warum der Einzelhandel nicht nur wegen Corona in der Krise steckt › GEOLITICO



 

2019 verbuchte der Einzelhandel wieder ein kräftiges Umsatzplus. Doch warum verwaisen dien deutschen Innenstädte auch in Nicht-Corona-Zeiten immer mehr?

Im vergangenen Jahr verbuchte der stationäre Einzelhandel zum zehnten Mal in Folge  ein jährliches Plus für seine Branche. Dieses Ergebnis räumt die Zweifel über die angebliche Machtübernahme des Onlinehandels unter Nicht-Corona-Bedingungen beiseite. Und doch hinterlässt der Anstieg des vergangenen Jahres Zweifel und wirft die Frage auf: Wenn der Umsatz gestiegen ist, wieso haben die Läden in deutschen Innenstädten dennoch Grund zum Klagen?

In der Branche sprach man noch im vergangenen Dezember von einer Dekade des Wachstums. Um 2,9 Prozent stieg der Umsatz. Dies ist gegenüber dem Vorjahr ein enormer Erfolg. 2018 verzeichnete der Handel „nur“ ein Plus von 1,8 Prozent. Aber warum müssen Innenstädte auch in normalen Zeiten mit immer mehr verwaisten Flächen leben?

Tatsächlich geben viele Geschäfte ein eher trauriges Bild ab: Die Käufer bleiben vermehrt aus, die Verkaufsfläche zeigt sich trist und vergleichsweise leer. So sieht es im deutschen Einzelhandel seit Boom des Onlinehandels aus. Vor allem junge Leute füllen sich ihren Kleiderschrank lieber per Klick im Internet und durch moderne Second-Hand-Varianten wie Kleiderkreisel oder Wish.

Wachstum kommt nur bei Wenigen an

Eine Mitschuld an der Entwicklung trifft unter anderem viele Betreiber und Einzelhandelsketten, die sich nicht schnell genug auf den Wandel der Kundenwünsche einstellen. Dazu gehört auch das bargeldlose Bezahlen. An diesem Punkt krankt der deutsche Einzelhandel. Während das europäische Ausland die Möglichkeiten des digitalen Bezahlens per PayPal, ApplePay oder BitCoins anbietet, setzten die Läden und Supermärkte hierzulande noch auf die klassischen Optionen Karte oder Bargeld. Doch besonders die jüngere Klientel greift immer seltener auf Scheine und Münzen zurück und wählt dementsprechend die bequeme Shoppingvariante vom Sofa aus. Klicken, wischen, erledigt.

Mit Einführung der Kassensicherungsverordnung 2020 zeigte sich ein weiterer Mangel. Die pflichtgemäße Ausgabe stellte Betreiber vor die Herausforderung, jedem Kunden einen Kassenbon auszuhändigen. Zunächst sprach man von komplizierter Handhabung und Papierverschwendung, obwohl die Bonausgabe Jahre zuvor schon gang und gäbe war.

Moderne Unternehmen wählten jedoch meist die durchaus praktikablere Variante: Mit einer TSE Kasse, wie sie beispielsweise durch Tillhub angeboten wird, können auf Smartphones und Tablets Kaufprozesse schnell und einfach abgewickelt werden. Zudem ergibt sich die Möglichkeit, den Kaufbeleg per E-Mail zu versenden. Dies spart Papier, ist den gesetzlichen Richtlinien entsprechend und sichert durch entsprechende Schnittstellen Daten für weitere Marketingmaßnahmen wie Newsletter oder Rabattaktionen. Alles, was es dafür braucht, ist die Offenheit für moderne Systeme und weg von der Registerkasse.

Laden Geschaeft / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: jarmoluk; https://pixabay.com/de/photos/shop-kleidung-shopping-center-906722/

Zuwachs durch moderne Unternehmen

Die Kaufbereitschaft der Kunden ist nach wie vor vorhanden und schlägt sich in den Umsatzzahlen nieder. Doch die Digitalisierung muss flächendeckend voranschreiten, damit dieser Effekt auch in allen Läden spürbar wird. Der Gedanke, dass alle Zusammenhänge mit dem Wort „Online“ als Feind oder Gegner zu betrachten sind, muss aus den Köpfen der Ladenbesitzer. In diesem Schritt liegt der Schlüssel zum Fortbestehen und die Hoffnung, dass auch im 11. Jahr die Prognose lautet: Einen Zuwachs im Einzelhandel wird es weiterhin geben.

Print Friendly, PDF & Email



Source link

Download WordPress Themes Free
Download WordPress Themes Free
Download Premium WordPress Themes Free
Download Best WordPress Themes Free Download
free download udemy paid course

Schreibe einen Kommentar

Weitere Geschichten ausAllgemein