Schon vor der Corona-Krise ist die Altersarmut im Merkel-Land dramatisch angestiegen, der Zulauf bei Tafeln konnte kaum noch bewältigt werden. Tafeln haben bereits im letzten Jahr Alarm geschlagen. Der Zulauf vor allem von Rentnern, die auf Lebensmittel von Tafeln angewiesen sind, ist massiv angestiegen. Die Zahl der Menschen, die regelmäßig gespendete Lebensmittel beziehen müssen, war innerhalb eines Jahres um zehn Prozent auf 1,65 Millionen in 2019 gestiegen. Als besonders dramatisch bezeichnete der Vorsitzende des Vereins „Tafel Deutschland“, Jochen Brühl, einen 20-prozentigen Anstieg bei Rentnern.

Diese würden wegen niedriger Renten oder weil sie von Grundsicherung leben, im Alter zur Tafel gehen müssen. „Altersarmut wird uns in den kommenden Jahren mit einer Wucht überrollen“, warnte Brühl. Dem Verein gehören inzwischen bundesweit 950 Tafeln an, die überschüssige, aber noch genießbare Lebensmittel wie etwa von Bäckern oder Supermärkten sammeln. Mehr als 60.000 ehrenamtliche Helfer sind dabei im Dienst. Die Ware wird kostenlos oder gegen einen geringen Betrag an Bedürftige ausgegeben, meist Langzeitarbeitslose oder Rentner.

Durch die Corona-Krise, für die allein unsere Bundesregierung verantwortlich ist, ist die Zahl der armen Menschen noch dramatischer und sprunghaft angestiegen. Das zeigt das Beispiel der Obdachlosen-Organisation „Fiftyfifty“ und des alternativen Kulturzentrums „Zakk“ in Düsseldorf. Dort werden Lebensmittel durch Spenden ausgegeben. Die Schlange vor der Lebensmittelausgabe ist morgens um 8 Uhr schon 100 Meter lang, obwohl die erste Ausgabe erst um 13 Uhr startet. Dort werden Spenden von Unternehmen, Privatleuten oder Supermärkten ausgegeben.

Mitarbeiter der Obdachlosen-Organisation schlagen Alarm: „Das ist die neue Corona-Armut. Es fing mit 40 Leuten an. Jetzt stehen oft 200 da. Die Schlange wird immer länger. Zuerst kamen Obdachlose, die wegen des Lockdowns in den menschenleeren Straßen kein Geld mehr bekommen haben. Jetzt sind immer mehr Rentner dabei, auch Studenten und Mini-Jobber, die ihre Arbeit verloren haben.“

Die Studie einer Fachhochschule in Düsseldorf zeigt, dass von den ersten befragten Bedürftigen 50 Prozent erstmals zu einer Essensausgabe kommen, weil das Geld knapp wird. Die Befragung läuft derzeit aber noch mehrere Tage, bevor es eine endgültige Auswertung geben wird. Neu bei der Essensausgabe sind nun auch alleinerziehende Mütter, Studenten aber auch Rentner, die mit der Grundsicherung nicht mehr auskommen. Sie sagen, die Lebensmittel seien so teuer geworden, dass das Geld nicht mehr zum Überleben ausreiche. 

All die Beispiele zeigen, wie wir uns gegen die zunehmenden wirtschaftlichen Probleme schützen müssen – siehe auch hier.

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Von Veritatis

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