Dresden (dpa) – Nach acht Jahren Pause vergibt die Sächsische Akademie der Künste wieder Chamisso-Poetikdozenturen. Den Auftakt macht nach Angaben der Akademie vom Montag in Dresden der seit 1985 in Deutschland lebende polnische Schriftsteller Artur Becker («Drang nach Osten») mit drei Vorlesungen im Herbst. Das Projekt, das mit anderen Partnern begründet worden und bereits 2005 bis 2011 gelaufen war, wird nun in Zusammenarbeit mit dem Dresdner Verein Bildung und Gesellschaft weitergeführt.

Becker schreibt Romane, Erzählungen, Gedichte und Essays. Nach Angaben der Akademie begibt er sich auch «auf das belastete Gebiet» der deutsch-polnischen Erinnerung an die Geschichte. Für die polnische Literaturwissenschaft sei der 52-Jährige ein Deutsch schreibender polnischer Autor, für die Germanisten ein unberzichtbare Bestandteil der deutschen Literatur.

Die nach dem französischen Dichter Adelbert von Chamisso (1781-1838) benannte Poetikdozentur zeichnet Autoren aus, die aus persönlicher Erfahrung eines Sprach- und Kulturwechsels heraus in ihren Werken die Fragen der modernen, pluralen und globalisierten Welt reflektieren. Die Reihe war 2002 vom Mitteleuropazentrum der TU Dresden und der Robert Bosch Stiftung begründet worden. Die Stiftung stieg aber 2012 aus.

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Von Veritatis

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