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13. Juli 2020

Welche wirtschaftlichen Interessen stecken hinter der 2. Welle-Diskussion? Liegen alle falsch?



Die Impfstoff-Suche geht in die nächste Runde. Die Regierung hat kürzlich ein Tübinger Unternehmen gesponsert, die Firma BioNTech hielt jetzt eine Hauptversammlung ab und blickt dem Jahr positiv entgegen – und die Medien fangen an, von einer zweiten Welle der Corona-Epidemie zu schreiben. Das große Geschäft wartet, so Kritiker. Die zweite Welle in Deutschland konzentriert sich momentan auf HotSpots. Aber schon jetzt fangen die alten Gespenster wieder an, durch Deutschland zu wandern: Eine zweite Welle jedenfalls sei insofern kaum ausgeschlossen, als die Zahlen andernorts jetzt deutlich steigen.

Eines steht fest: Die zweite Welle ist notwendige Voraussetzung dafür, die Diskussion um Impfstoffe zu verlängern. Dies wiederum könnte ein großes Geschäft werden (ob wir es benötigen oder nicht, steht hier nicht zur Debatte). Die Unternehmen benötigen noch eine Weile.

An dieser Stelle sei deshalb auf eine Stimme aus der Schweiz hingewiesen – einen wissenschaftlichen Kritiker der gesamten Diskussion um das Corona-Virus. Der zweifelt – und gehört sich nicht dem Kreis der sogenannten Verschwörungstheoretiker an.

Alle lagen falsch…

Der emeritierte Schweizer Professor für Immunologie an der Universität Bern, Dr. Beda M. Stadler, ist der Ansicht, dass hinsichtlich des Corona-Virus alle falsch lagen und noch immer falsch liegen. „Experten“ hätten grundlegende Zusammenhänge übersehen. Der Professor ärgert sich, dass er die Diskussion um Covid-19 den Virologen und Epidemiologen überlassen habe. Denn viele Aussagen über das Virus seien „komplett falsch“:

Es sei falsch, zu behaupten, dass das Virus neu sei
Es sei noch falscher, zu behaupten, es bestünde in der Bevölkerung keine Immunität gegen das Virus
Es sei die Krönung der Dummheit gewesen, zu behaupten, man könne die Krankheit Covid-19 symptomlos durchmachen oder gar andere ohne Symptome anstecken
Das Ende 2019 in China aufgetauchte Coronavirus, das man als neuartig beurteilt hatte, habe tatsächlich aber ähnliche Gensequenzen wie das bereits 2002 aufgetauchte SARS Virus. Jetzt aber, da es darum gehe, Impfstoffe gegen das Virus herzustellen, tauchten wissenschaftliche Arbeiten auf, die aufzeigten, dass dieses sogenannte neue Virus stark verwandt sei mit SARS sowie mit anderen Coronaviren, unter denen wir jedes Jahr in der Form von Erkältungen leiden.

SARS-CoV-2 sei demnach also gar nicht neu, sondern ein saisonales Erkältungsvirus, das mutiert sei und wie alle anderen Erkältungsviren im Sommer verschwinde – was jetzt ja auch überall auf der Welt beobachtbar sei. Grippeviren würden in einem wesentlich höheren Masse mutieren als das Corona-Virus und niemand würde deswegen behaupten, ein neuer Grippevirus-Stamm sei etwas komplett Neues.

Sowohl WHO als auch Virologen hätten behauptet, das Virus sei besonders gefährlich, weil keine Immunität dagegen vorherrsche, da es ein neues Virus sei. Bei einem kommerziellen Antikörpertest, der aus einem alten Antikörper bestand und welcher SARS erkannte, sei dem Immunologen klar geworden, dass es sich nicht um ein neues Virus handele. Bei dieser Art von Test schaut man, ob im Blut Antikörper vorhanden sind und in einem früheren Kampf gegen das Virus entstanden sind. Die ganze Welt habe aber behauptet, es gebe gegen das neue Virus keine Immunität, in Wirklichkeit hatte aber niemand einen Test zur Hand, um diese Behauptungen zu belegen, so Prof. Stadler.

Das sei keine Wissenschaft, sondern bloße Spekulation. Bis heute gebe es keinen Antikörper Test, der alle verschiedenen möglichen immunologischen Situationen beschreibe, wie etwa: Ob man immun ist, seit wann, wogegen die neutralisierenden Antikörper gerichtet sind und wie viele Strukturen auf anderen Corona Viren existieren, die ebenfalls zur Immunität führen.

Die Epidemiologen gingen dem falschen Glauben, es gebe keine Immunität im Volk, ebenfalls auf den Leim, meint Stadler. Zudem wollten sie auch nicht wahrhaben, dass Coronaviren eben saisonale Erkältungsviren sind und im Sommer verschwinden. Sonst wären ihre Kurvenmodelle anders ausgefallen.

„Nachdem die anfänglichen Worst-Case-Szenarien nirgendwo aufgetreten sind, klammern sich manche nun noch an Computer-Modelle, die das Auftreten einer zweiten Welle voraussagen. Lassen wir ihnen diese Hoffnung, ich habe noch nie einen Wissenschaftszweig gesehen, der sich selber derart ins Abseits manövriert hat. Ich habe auch nicht verstanden, weshalb Epidemiologen derart interessiert sind an der Anzahl der Todesfälle anstatt daran, wie viele Leben zu retten wären.“

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