Geht es nach offiziellen Zahlen, dann haben etwa 18 % der Bevölkerung die App zur Verfolgung von Corona-Infektionen  heruntergeladen. Viel Wind um fast Nichts, so die Meinung von Kritikern. Die App-Entwicklung hat etwa 20 Millionen Euro gekostet und nimmt viel Zeit der Regierung für allerlei Werbe-Pressekonferenzen in Anspruch. Einfache Rechnungen zeigen, dass die Wirkung – wie schon in Island vor Monaten demonstriert – nicht besonders gravierend sein dürfte.

Voraussetzung für die Wirksamkeit müsste zumindest den Erwartungen nach sein, dass jeder, der die App installiert, in seinem Umfeld wahrgenommene Erkrankungen als Signal erhielte, um dann die eigene weitere Umwelt durch eine Selbst-Quarantäne zu schützen. Die aktuelle Verbreitung hat der Dynamik nach bereits abgenommen.

Leistungsfähigkeit in Frage gestellt…

Die App kann tatsächlich nur feststellen, ob ein Mensch mit Smartphone, auf dem die App installiert ist, einem anderen Infizierten nahegekommen ist, der sowohl die App installiert hat und das Smartphone aktiv sowie bei sich hat, tatsächlich positiv getestet wurde und dies der App mitgeteilt hat.

Die Wahrscheinlichkeit dafür ist verschwindend gering. Überlegen wir kurz: Die erste Bedingung ist recht einfach zu erfüllen – die App sollte beidseitig installiert sein und das Smartphone angestellt sein. Dies vorausgesetzt wird es allerdings schon problematisch. Denn bei derzeit ungefähr 80 Millionen Menschen in Deutschland wäre das nur bei ungefähr jedem 6. Menschen der Fall, Kinder herausgerechnet bei jedem 3. Menschen. Hätten Sie die App installiert, müssten Sie statistisch betrachtet schon 5 tatsächlich infizierten Erwachsenen begegnen, damit ein zweiter Mensch zweiter Mensch außer Ihnen die App installiert hätte. 4 infizierte Menschen, denen Sie begegnen, hätten die App gar nicht installiert.

Wenn nun die Dunkelziffer der Infizierten bei einem Faktor von nur 3 läge, passierte folgendes: Auf jeden Infizierten, der sich vielleicht brav in der App einträgt, kommen weitere 3, die gar nicht wissen, dass sie infiziert sind. Das bedeutet nach der oben genannten Rechnung, dass Sie nicht nur 5, sondern wegen des Faktor 3 gleich 15 tatsächlich infizierten Menschen begegnen müssten, damit überhaupt einer dieser Menschen eine App installiert hätte. Jetzt muss dieser tatsächlich infizierte Mensch aber nicht nur von seiner Infektion wissen, die muss sich auch in den vergangenen 7 Tagen (wg. der Übertragbarkeit) ereignet haben und der Mensch muss diese Infektion auch in die App eingetragen haben – damit diese sie warnt. Wenn das bei 50 % der Menschen, die tatsächlich bekannt und frisch infiziert sind, der Fall ist, müssten Sie 30 tatsächlich infizierten Menschen begegnen, bis sie einmal gewarnt werden (die ursprüngliche Anzahl * 2).

Würde die App nun von 50 % (!) aller Menschen installiert, würde diese Rechnung sich wieder um den Faktor 3 (50 % statt nur 15 % mit App) verbessern. Dann also müssten Sie 10 tatsächlich infizierten Menschen begegnen, bis sie einmal gewarnt werden. Nehmen wir jetzt einfach mal diese Zahl. Das heißt aber umgekehrt, 9 von 10 tatsächlich infizierten Menschen mit Smartphone würden gar nicht zu einer Warnung führen. Die App wäre selbst dann rechnerisch weitgehend nutzlos. Warum gibt es die Nachverfolgungs-App dann in Deutschland? Bitte lesen Sie hier weiter…

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Von Veritatis

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