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4. August 2020

Anliegen aus dem Koalitionsvertrag: Sachsen will geschlechtergerechtere Rechtssprache




Politik

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Das Kabinett in Sachsen hat am Dienstag beschlossen, in Gesetzen und Rechtsverordnungen im Freistaat künftig nicht mehr nur die männliche Version zu verwenden. Damit soll die Rechtssprache geschlechtergerechter formuliert werden.

Die schwarz-grün-rote Regierung setzt damit ein Anliegen aus dem Koalitionsvertrag um.

„Die Sprache unserer Gesetze ist immer noch von einer Zeit geprägt, in der Frauen und Männer nicht dieselben Rechte hatten. Es ist mir deshalb ein besonderes Anliegen, dass die Gleichberechtigung von Frau und Mann endlich auch sprachlich zum Ausdruck kommt“, erklärte Justizministerin Katja Meier (Grüne).

Bisher wurde in Normtexten in Sachsen durchweg das sogenannte generische Maskulinum verwendet. So ist beispielsweise in den Gesetzen ausschließlich vom Staatsminister und nicht von der Staatsministerin oder vom Schüler und nicht von der Schülerin die Rede.

„Sie waren immer mitgemeint, wurden aber nicht immer mit gedacht. Künftig sollen Frauen und Männer in Gesetzen gleichberechtigt sichtbar werden“, hieß es.

 

pd/mt/dpa

 

 





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