Nachdem die Deutsche Bank mit Vorwürfen wegen ihrer Geschäfte mit dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein und dessen Kinderhandelsnetzwerks überschüttet worden ist, wurde das Finanzinstitut von der New Yorker Bankenaufsicht zu einer Geldstrafe von 150 Millionen Dollar verurteilt. Epstein, der über Jahrzehnte Minderjährige an zahlende Kundschaft vermittelte, wirft ein schlechtes Licht auf die internen Kontrollen der Bank und ihr mangelndes Wissen über ihre Kundschaft. Womöglich wusste die Bank – zumindest in den oberen Chefetagen – aber ganz genau von den Geschäften des Millionärs, so wie die meisten, die in diesen Kreisen geschäftlich tätig sind.

Das New York State Department of Financial Services wirft der Bank erhebliche Regelverstöße im Zusammenhang mit ihren Geschäftsbeziehungen zu Epstein vor und spricht von Hunderten Transaktionen die angesichts der Vorwürfe gegen den Sexualstraftäter von der Bank hätten untersucht werden müssen. Denn über die Bank wurden auch Zahlungen an mutmaßliche Mittäter oder Unterstützer des Netzwerkes getätigt.

Barzahlungen problemlos möglich…

Der Bank wird konkret vorgeworfen, Zahlungen an Personen geleistet zu haben, welchen öffentlich vorgeworfen wurde, Epstein beim Missbrauch Minderjähriger unterstützt zu haben. Auch regelmäßige hohe Barabhebungen von insgesamt 800.000 Dollar waren bei der Bank ohne Prüfung möglich. Selbst als ein Risiko-Komitee der Bank einige Geschäfte Epsteins untersuchte, sind die Ergebnisse nicht an die zuständigen Kundenbetreuer weitergeleitet worden. Offensichtlich versucht man dort gezielt, die finanziellen Transaktionen des Sexhandelsnetzwerkes zu vertuschen.

Angesichts des Skandals haben jetzt Anleger eine Sammelklage gegen die Deutsche Bank eingereicht. Die Anwaltskanzlei Pomerantz reichte im Namen von Investoren Sammelklagen gegen den Konzern ein. Die Bank habe falsche und irreführende Aussagen gemacht, bevor sie in der vergangenen Woche eine 150 Millionen schwere Strafe der New Yorker Finanzaufsicht akzeptierte. In der Klage heißt es, die Investoren seien durch die Geschäfte der Bank mit Epstein geschädigt worden. Sie wurde am Mittwoch vor einem Gericht in Newark im Bundesstaat New Jersey eingereicht. Die Höhe des geforderten Schadenersatzes blieb darin offen. Die Deutsche Bank lehnte bislang eine Stellungnahme zu der Klage ab.

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Von Veritatis

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