Die Staatsanwaltschaft Offenburg und das Polizeipräsidium Offenburg Oppenau haben am Mittwoch in einer gemeinsamen Pressemeldung Näheres über den festgenommenen 31-Jährigen bekannt gegeben, der zuvor in Oppenau im Schwarzwald vier Polizisten mit einer Schusswaffe bedrohte und ihnen die Pistolen abnahm.

Der von den Medien oft als „Rambo“ bezeichnete Mann war demnach seit dem 12. Juli auf der Flucht und machte nach seiner Festnahme am Freitagabend umfangreiche spontane Angaben gegenüber der Kriminalpolizei.

Nachdem die Polizeibeamten ihre Dienstwaffen am 12. Juli abgelegt hatten, habe der 31-Jährige in aller Eile die vier Pistolen sowie „das Notwendigste“ eingepackt und sei in den Wald geflüchtet. Er soll keine Lebensmittel mitgenommen haben, teilten die Ermittlungsbehörden mit. Daher habe der Mann in den knapp sechs Tagen hauptsächlich Wasser zu sich genommen.

Während der Suche nach ihm habe er sich tagsüber in Gruben und Erdlöchern versteckt und sich hauptsächlich nachts bewegt. Sein Handy habe der Deutsche ohne festen Wohnsitz ausgeschaltet, um nicht geortet werden zu können. Weil er einen Polizeihubschrauber wahrgenommen habe, habe er daraus geschlossen, dass nach ihm gesucht werde.

Festnahme

Ein Großaufgebot der Polizei suchte dem Statement zufolge nach dem Pistolenräuber. Die Hinweise zweier Zeugen sowie die Fährte eines Personenspürhundes hätten die Polizei am Freitagnachmittag auf die Spur des Flüchtigen geführt.

Der 31-Jährige habe bei seiner Ergreifung am Freitagnachmittag keine nennenswerten Verletzungen davongetragen. Durch eine von ihm mitgeführte Axt sei im Zuge der Festnahme ein Beamter verletzt worden, er habe keiner stationären Behandlung bedurft.

In diesem Zusammenhang ermittle die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts eines tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Der Beschuldigte, dem unter anderem schwere räuberische Erpressung vorgeworfen wird, sitze nun in Untersuchungshaft.

Bei seiner Festnahme hatte der Pistolenräuber laut den Behörden einen Brief an seine Angehörigen dabeigehabt. Das persönliche Schreiben sei für den Fall gedacht gewesen, dass ihm bei der Flucht etwas zustoße.

mo/mt





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Von Veritatis

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