Nachdem am vergangenen Wochenende und am Montag in Brüssel die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union gemeinsam mit der EU-Kommission mit einer nie dagewesenen Summe den Weg in die Schuldenunion geebnet haben, warnen Ökonomen vor der Entstehung einer ähnlich inflationären Krise, wie sie nach dem Ersten Weltkrieg herrschte. Der Ökonom Prof. Dr. Hans-Werner Sinn warnt im „Focus“: „Wenn wir jetzt alles über Staatsschulden finanzieren, die am Ende wie schon in den letzten Jahren mit frisch gedrucktem Geld abgelöst werden, besteht die Gefahr, dass sich die Geschichte wiederholt und wir zur Beseitigung des mittlerweile riesigen Geldüberhangs, ähnlich wie nach dem Ersten Weltkrieg und der Spanischen Grippe, eine heftige Inflation kriegen.“

1,8 Billionen Dollar – und Sie haften

Beim EU-Gipfel wurde die historisch gigantische Schuldensumme von 1,8 Billionen Euro für das sogenannte „Corona-Hilfspaket“ beschlossen. Deutschland und Frankreich sollten zunächst 500 Milliarden Euro für das Hilfspaket besteuern. Nach langem Hin und Her und der Verlängerung des Gipfels bis in den Montag hinein, einigte man sich darauf, dass Frankreich und Deutschland „nur“ 390 Milliarden Euro beisteuern sollen. Der Journalist Gabor Steingart bezeichnet diesen „Durchbruch“ beim EU-Sondergipfel allerdings als „schmutzigen Hinterzimmerdeal“.

Von den 390 Milliarden Euro, die von Deutschland und Frankreich „bereitgestellt“ werden, werden vor allem die südlichen EU-Staaten wie Italien, Spanien und Portugal profitieren, meint Steingart. Immerhin hätten Österreich, Dänemark, Schweden, die Niederlande und Finnland mit ihrem „Pochen auf Sparsamkeit“ die Reduzierung der Summe erreichen können. Das Corona-Paket als Ganzes zu sprengen habe man sich dann doch nicht getraut.

Die Zustimmung der „sparsamen Länder“ sei aber teuer durch den „schmutzigen Hinterzimmerdeal“ erkauft worden, meint Steingart. Denn Österreich erhält nun bis 2027 einen EU-Beitragsrabatt von 565 Millionen Euro pro Jahr. Wien müsse in sieben Jahren rund vier Milliarden weniger nach Brüssel überweisen. Die Niederlande erhalten ebenfalls einen Rabatt und Dänemark erhält laut Vorschlag des Ratspräsidenten einen „Abschlag“ von 322 Millionen Euro pro Jahr – Schweden muss rund 1 Milliarde Euro weniger pro Jahr nach Brüssel zahlen.

Angesichts dieser gigantischen Summe warnt auch der Chef der Wirtschaftsweisen, Prof. Lars Feld: „Die gesamtschuldnerische Haftung bedeutet ein hohes finanzpolitisches Risiko für jeden einzelnen Mitgliedstaat. Das darf keinesfalls passieren.“ Die Stimmen der Mahner dürften indes kaum nach Berlin, Paris oder Brüssel vordringen – so wie die kritischen Stimmen noch niemals gehört worden sind. Solange die BRD gemeinsame Sache mit der EU in Brüssel macht, wird die systematische Plünderung und Massenverarmung der EU-Bevölkerung und die Bereicherung der Lobbyisten niemals ein Ende finden. Ihr Schutzprogramm finden Sie hier. 

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Von Veritatis

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