US-Investitionen: Stellt sich Recep Tayyip Erdogan auf Ende seines Regimes ein?

Stellt sich der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan auf ein Ende seines Regimes in Ankara vor? Oppositionelle Kreise rund um den Parteivorsitzenden der sozialdemokratischen CHP, Kemal Kilicdaroglu, vermuten Vorbereitungshandlungen des türkischen Staatsführers. Man bereitet sich im Umfeld des Staatsoberhaupts auf einen nahen Machtverlust vor.

Grund für diese hinter den Kulissen der türkischen Staatsführung vor sich gehenden Aktivitäten, zu denen auch ein Vermögenstransfer in die USA zählen soll, sind offensichtlich die schlechten Umfrageergebnisse Erdogans uns seiner Staatspartei AKP in der jüngsten Zeit. Nur mehr 30 Prozent der türkischen Wähler sollen hinter Erdogans Partei stehen.

„Turken-Foundation“ kaufte Farm von Muhammed Ali im US-Staat Michigan

Ein Indiz für die türkische Opposition sind Aktivitäten der sogenannten „Turken-Foundation“, die von der Familie Erdogans gesteuert wird. Diese „Turken-Foundation“ soll bereits 2019 im US-Staat Michigan ein 35 Hektar große Farm um 2,9 Millionen US-Dollar angekauft haben. Das Anwesen gehörte ursprünglich dem verstorbenen schwarzen Box-Weltmeister Muhammed Ali.

Gesteuert wird die „Turken-Foundation“ von der Erdogan-Tochter Esra Albayrak, die dort im Vorstand sitzt. Neben dem Farm-Kauf in Michigan soll diese in der Türkei als „gemeinnützig“ eingestufte Stiftung auch den Bau eines 21-stöckigen Hochhauses für 89,6 Millionen US-Dollar in New York errichtet haben.

Spendete Erdgasversorgers Baskentgaz acht Millionen US-Dollar?

Ein Teil des Kaufpreises für das New Yorker Immobilienprojekt soll aus einer acht Millionen US-Dollar schweren Spende des türkischen Erdgasversorgers Baskentgaz stammen. Diese Spende ist aber weder in den USA noch in der Türkei offiziell in den Büchern der Stiftung eingegangen. Die acht Millionen US-Dollar-Spende soll Baskentgaz aber selbst vom türkischen Roten Halbmond, einer Schwesterorganisation des Roten Kreuzes, entgegengenommen haben. Auch die islamistische Ensar-Stiftung, die ebenfalls der Familie des Staatspräsidenten nahesteht, soll beim Spendentransfer eingeschaltet worden sein.

Diese Ensar-Stiftung soll das Geld dann an die „Turken-Foundation“ weitergereicht haben, ohne dass die Finanzämter informiert worden seien. Dieses millionenschwere Spendenkarussell soll den türkischen Staat rund zwei Millionen US-Dollar an Steuereinnahmen gekostet haben. Aber nicht nur in der Türkei, auch in Deutschland bekommen Erdogan-nahe Organisationen großzügige Unterstützungen. 

Türkische Opposition hat Untersuchungsausschuss beantragt

Die türkische Opposition hat zwischenzeitlich einen Untersuchungsausschuss in Sachen Baskentgaz-Spende im Parlament beantragt. Durch die Mehrheitsverhältnisse hat dieser Antrag aber wenig Aussicht auf Erfolg. Würde er zugelassen, dann hätten Opposition, Medien und Öffentlichkeit Einblick in die Gebarung des Erdogan-Regimes. Unter anderem ist etwa der einflussreiche Eigentümer und Chef der Baskentgaz-Holding, Aziz Torun, ein Schulfreund Erdogans.

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Von Veritatis

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