Ein schönes Programm haben sich Wohltäter aus dem Westen vor über 14 Jahren ausgedacht. Die „Allianz für eine grüne Revolution in Afrika“ (Agra), initiiert vom vormaligen UN-Generalsekretär Kofi Annan, sollte bis 2020 „die Ernährungsunsicherheit in 20 afrikanischen Ländern halbieren“ sowie dafür sorgen, dass die Einkommen und die Produktivität der 30 Millionen Menschen, die als Kleinbauern beschrieben werden, verdoppeln. Die Instrumente galten schon damals als fragwürdig: „Lizenziertes Saatgut, synthetischer Dünger, Pestizide“ und die „Integration in globale Lieferketten“. Afrika als vorgelagerter Arm für die Kontrolle der Nahrungsmittel durch Industriekonzerne, so die damalige Kritik im Kern. 2020 ist erreicht. Die Bilanz fällt ernüchternd aus. Die Groß-Industrie-Politik dürfte selbst bei Befürwortern keine Pluspunkte verbuchen dürfen.

Monokulturen, Abhängigkeit

„Das Ergebnis der „Bemühungen“ der „Stiftung Grüne Revolution“ sind Monokulturen aus Mais, die lokale Sorten wie Hirse, Maniok, Süßkartoffeln oder Erdnüsse verdrängt haben. Die Ernährungsvielfalt der Afrikaner wurde eingeschränkt und die Ernährungssicherheit hat sich durch die Monokulturen, welche nachweislich den Böden schaden und diese erodieren lassen, verschärft. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Falsche Versprechen: Die Allianz für eine Grüne Revolution“, herausgegeben von der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

(…) Auch das deutsche Entwicklungsministerium – damals bereits unter Bundeskanzlerin Merkel – beteiligte sich an der „Grünen Allianz“ und steuerte zehn Millionen Euro bei. (…)

Inzwischen hat die Gates-Stiftung das Ziel der „Verdoppelung der Erträge und Einkommen von 30 Millionen Kleinbauern bis 2020 von ihrer Webseite gelöscht. Die Folgen in Afrika indes sind verheerend. Viele Länder Afrikas, die an dem Projekt teilnahmen, konnten bereits nach der ersten Ernte die Kredite für Dünger und Saatgut nicht zurückzahlen, weil die Maispreise gefallen waren. Bauern musste ihr Vieh verkaufen, um Schulden zu tilgen. Ihnen wurde verboten, ihre heimischen Nahrungsmittel anzupflanzen. Wer dagegen verstieß, wurde bestraft. Die Zahl der unterernährten Menschen in den betroffenen Ländern wie Sambia, Ruanda und Tansania ist explodiert.

Ein ähnliches Schicksal erlebten viele Bauern in Indien. Als Monsanto dort Einzug hielt, wurde nicht nur deren Gesundheit durch die Pestizide zerstört, sondern auch die Lebensgrundlage der Bauern. Sie konnten, wie in Afrika, bald ihre Kredite nicht mehr zurückzahlen – Tausende begingen Suizid und Glyphosat vergiftete die Felder. Heute hat sich Indien von Monsanto abgewendet und fördert wieder den natürlichen, biologischen Landbau. Nach seinem Impfprogramm wurde Gates vollständig aus Indien verbannt. Er ist von einem indischen Gericht wegen Verbrechen an der Menschlichkeit angeklagt worden. Mehr dazu finden Sie hier. 

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de



Source link

Von Veritatis

Schreibe einen Kommentar