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Der Kommandeur der syrischen Volkswehr in der mehrheitlich von Christen besiedelten Stadt Skalbia, Nabil Abdallah, hat gegenüber der Agentur RIA Novosti am Mittwoch seine Absicht angekündigt, in seiner Heimatstadt eine Kapelle mit dem symbolischen Namen Hagia Sophia zu bauen.

„Es soll eine symbolische kleine Kirche sein, die nicht höher als vier Meter ist und vier Meter breit ist. Diese kleine Kapelle soll das wahre Gesicht Syriens zeigen, in dem verschiedene Zivilisationen und Kulturen nebeneinander existieren. Besonders (gilt das für – Anm. d. Red.) diese Stadt (Skalbia – Anm. d. Red.), in der mehr als 4000 Flüchtlinge, die vor dem Terror geflohen sind, Zuflucht gefunden haben“, sagte Abdallah.

Ihm zufolge wird die Kapelle nur namentlich mit der Hagia Sophia in Istanbul in der Türkei in Verbindung gebracht werden.

Zudem gab Abdallah an, für den Bau der Kirche den Segen des griechisch-orthodoxen Patriarchen Johannes X. von Antiochien erhalten zu haben.

Neben der Kapelle solle eine Allee angelegt werden, die den gefallenen Soldaten der Stadt Skalbia und den auf syrischem Boden verstorbenen russischen Soldaten gewidmet sein werde, hieß es weiter.

Sophienkirche in Istanbul

Die Hagia Sophia („Göttliche Weisheit“), auch als Sophienkirche bekannt, wurde 537 als Reichskirche des griechisch-orthodoxen Kaiserreichs Byzanz geweiht und war die größte Kirche des Christentums. Nach der Eroberung Konstantinopels, des heutigen Istanbul, durch die türkischen Osmanen wurde sie 1453 zur Moschee umgebaut und mit Minaretten versehen. Das Bauwerk steht auf der UNESCO-Liste des Welterbes. 

Am 10. Juli hatte das Oberste Verwaltungsgericht der Türkei die Entscheidung des Republikgründers Mustafa Kemal „Atatürk“ über den Museumstatus der Hagia Sophia aus dem Jahr 1934 gekündigt. Die Kirche wird ab dem 24. Juli als Moschee genutzt.

pd/sb/sna





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Von Veritatis

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