Japanische Bürger bekommen rätselhafte Pakete mit Pflanzensamen angeblich aus China, teilt der TV-Sender NHK am Samstag unter Berufung auf das Quarantänebüro in Yokohama in der Präfektur Kanagawa mit.

Ein Bewohner in der Stadt Miura habe Ende Juli mitgeteilt, dass ein Paket aus China namentlich an seine Adresse angeliefert worden sei, das er nicht bestellt habe. Darin befanden sich „braun gefärbte runde Pflanzensamen einer Größe von zwei Millimetern“, hieß es.

Ähnliche Zusendungen hätten ab Ende Juli auch die Einwohner anderer Regionen Japans erhalten. Dabei hätten sie eines gemeinsam: Sie seien allesamt aus dem Ausland verschickt worden, sie seien mit keinem Quarantänestempel versehen worden und enthielten irgendwelche Pflanzensamen.

Da viele Pakete chinesische Schriftzüge und Adressetiketten mit dem Stempel „Chinas Postunternehmen“ aufweisen würden, sei das Landwirtschaftsministerium der Meinung, dass sie aus China verschickt worden seien.

Das chinesische Außenministerium habe die Adressetiketten jedoch als Fälschung bezeichnet, hieß es weiter.

Der japanische Quarantänedienst würde nachdrücklich dazu raten, die Samen nicht einzupflanzen, da fremde Pflanzen das ökologische Gleichgewicht stören und die heimische Pflanzenwelt schädigen könnten. Zudem bestehe das Risiko einer Infektion durch von außen eingebrachte Viren oder Insekten. 

Allerdings seien bisher keine Schadstoffe bestätigt worden, berichtete der Sender.

Auch andere Länder betroffen

Ähnliche Fälle seien in den USA, Kanada, Großbritannien und Australien gemeldet worden. Das US-Landwirtschaftsministerium habe inzwischen bei den Pflanzensamen 14 Arten festgestellt.

Die Bewohner würden aufgefordert, die Behörden zu benachrichtigen, ohne die Pakete zu öffnen, und die Samen nicht einzupflanzen.

pd/sb/sna





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Von Veritatis

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