Aktuell ist die Wirtschaftskrise in Deutschland noch nicht so stark sichtbar, wie viele Beobachter dies erwartet hätten. Viele Menschen scheuen sich offenbar noch, sich lautstark zu melden, die Medien gehen den teils dramatischen Geschichten kaum hinterher. Das Kreditversicherungsunternehmen Euler Hermes jedoch kann auf bekannte Zahlen zurückgreifen. Das Unternehmen geht davon aus, das es spätestens im Herbst eine „Welle von Firmenpleiten rund um den Erdball“ geben werde. Die Zahl der Insolvenzen wird nach Schätzungen dieses Unternehmens 2020 sowie 2021 insgesamt 12 % höher als 2019 liegen. Insgesamt dürften dann 21.000 Insolvenzen zu erwarten sein.

Im Herbst kommt die Wahrheit ans Tageslicht

Hintergrund der verspäteten Insolvenzwelle ist eine rechtliche Rahmenbedingung. Die Unternehmen, die tatsächlich in Schieflage geraten sind, müssen dies derzeit erst im Herbst beim Insolvenzgericht melden. Daher halten sich viele Unternehmen mit der Offenbarung ihrer Lage noch zurück.

Aktuell haben 1.465 Unternehmen bei den deutschen Amtsgerichten die Insolvenz angemeldet. Dies ist bezogen auf den Vorjahresmonat sogar ein Rückgang um 13,3 %.

Einen ersten Hinweis auf das, was droht, sieht Euler Hermes bereits bei der Galeria Kaufhof oder bei „Hallhuber“, die sich beide über das Schutzschirmverahren retten wollten. Appelrath-Cüpper etwa begehrte eine „Insolvenz in Eigenverwaltung“.

Insgesamt stünden die deutschen Firmen auf Basis der Sofortmaßnahmen und einem „weniger strikten“ Lockdown (!) im Vergleich noch recht gut da. In den USA würde die Insolvenzwelle um + 47 % nach oben schwappen. In Brasilien gebe es ein Plus von + 32 % und in Portugal + 30% , in den Niederlanden + 29 % sowie in Spanien und Italien + 20 % bzw. + 18 %.

Die Zahlen trügen noch: Stellen Sie sich vor, was eine Insolvenzwelle im Ausland für die Nachfrage nach hiesigen Produkten bedeuten kann. Worauf Sie sich einstellen sollten, lesen Sie hier.

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Von Veritatis

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