Bildschirmfoto von der Verhaftung: Video von Martin Sellner; Bild vom ORF-Bericht: Bildschirmfoto von Twitter; Bildkomposition: Info-DIREKT

Am Samstag, den 1. August veranstaltete eine Gruppe namens „Die Österreicher“ einen Bürgertreff in Salzburg. Den ORF-Bericht darüber werten viele kritische Bürger als typische Lückenpresse-Meldung.

Nachgefragt von Michael Scharfmüller

Im ca. 12 Sekunden langen „Salzburg heute„-Beitrag spricht Nachrichtensprecher Thomas Mussger diesen Text:

„Auf dem Mozartplatz machten Mitglieder der ‚Identitären Bewegung‘ mobil gegen Asylmissbrauch und für eine De-Islamisierung. Sechs Personen wurden von der Polizei festgenommen.“

Vermittelte Eindruck ist falsch

Dadurch bekommt wohl jeder Seher den Eindruck, dass es sich bei den verhafteten Personen um Aktivisten der „Identitären Bewegung“ (IB) handeln müsse. Der vermittelte Eindruck ist jedoch falsch!

Nachfrage bei der Polizei Salzburg

Info-DIREKT hat heute Nachmittag bei der Polizei in Salzburg nachgefragt und erfahren,

  • dass die festgenommenen Personen nach bisherigem Ermittlungsstand dem linken Lager zuzurechnen sind und,
  • dass die Festnahmen erfolgten, weil eine Identitätsfeststellung vor Ort nicht möglich war und/oder weil mit einer weiteren Störung der genehmigten Versammlung durch diese Personen zu rechnen war.

Video-Beweis zeigt: Es waren Antifa-Aktivisten

Auch ein von IB-Chef Martin Sellner veröffentlichtes Video (ab Minute 3:50) von diesem Vorfall lässt darauf schließen, dass es sich bei den Verhafteten eindeutig um Gegendemonstranten der Antifa handeln muss.

Nachfrage beim ORF-Kundenservice

Beim ORF-Salzburg-Kundenservice bekam ich auf die Frage, wer nun verhaftet wurde, die Auskunft, dass das aus dem Beitrag nicht eindeutig hervorgehe, es aber den Eindruck macht, dass Identitäre verhaftet wurden.

Telefonat mit Chefredakteur

In einem zehn-minütigen Telefongespräch erklärte mir Gerd Schneider, Chefredakteur des ORF-Landesstudios, dass die Information, dass Identitäre verhaftet worden seien, von der Polizei stamme. Eine Redakteurin hätte die Infos am Tag des Vorfalls direkt bei der Polizei vor Ort eingeholt. Weshalb Info-DIREKT eine andere Auskunft von der Polizei erhalten hat als seine Redakteurin, konnte er sich nicht erklären. Dass sich der Erkenntnisstand der Polizei geändert habe, glaube er auch nicht. Am Ende des Telefonats meinte er, dass im ORF-Bericht gar nicht erwähnt wurde, welcher Gruppe die Verhafteten zuzurechnen wären. Wichtig war dem ORF-Chefredakteur zu betonen, dass es nicht im Interesse des ORF läge für die einen oder die anderen Bericht zu erstatten: „Uns interessiert das, was dort passiert ist.“ Wenn sich an der Sachlage etwas ändere, werde selbstverständlich darüber berichtet, versicherte er mir abschließend. Ich bin da jedoch skeptisch. Im ORF-Bericht wurde nämlich nichts Falsches gesagt, sondern „nur“ durch das Weglassen eines wesentlichen Details ein falscher Eindruck geweckt. Eine Berichtigung wird daher wohl als nicht notwendig erachtet werden.

FPÖ-Svazek: „nicht wahrheitsgetreue Berichterstattung“

Auf Twitter zeigt sich FPÖ-Salzburg-Chefin Marlene Svazek über den ORF-Beitrag erzürnt:

Kein Einzelfall

Dieser Vorfall erinnert an einen Beitrag des ORF-Landesstudios Tirol im Jahr 2018. Damals hatte der ORF durch das Wegschneiden einer Aussage von FPÖ-Tirol-Chef Markus Abwerzger diesen inhaltlich in einem anderen Licht erscheinen lassen. Die FPÖ sprach damals von einem „Manipulationsskandal“.





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Von Veritatis

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