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Zypern blockiert im Streit um die Türkei-Politik die EU-Sanktionen gegen Präsidenten Lukaschenko; Das Feuer auf dem Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Samos wurde unter Kontrolle gebracht; In Russland beginnt das größte Militärmanöver des Jahres – „Kaukasus 2020“.

Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Montag geschehen ist.

Zypern hat die lange geplanten Strafmaßnahmen gegen Unterstützer des belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko blockiert, um die anderen Mitgliedstaaten zur Unterstützung neuer Sanktionen gegen die Türkei zu bewegen. Zypern und Griechenland fordern von der EU schon seit langem, schärfer auf von ihnen als illegal erachtete türkische Erdgaserkundungen im östlichen Mittelmeer zu reagieren. Andere EU-Staaten sind allerdings der Ansicht, dass dies laufende Vermittlungsbemühungen von Ländern wie Deutschland erschweren könnte. Sie wollen deswegen noch abwarten, bevor sie neuen, von Zypern vorgeschlagenen Türkei-Sanktionen zustimmen.

Für die EU ist das Vorgehen Zyperns höchst unangenehm, weil der Auswärtige Dienst zuletzt mehrfach angekündigt hatte, dass die neuen Belarus-Sanktionen in Kürze in Kraft treten könnten. Mit den Strafmaßnahmen will die EU Druck auf die Führung des Landes aufbauen und ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen setzen.

Mutmaßliche Absenderin des Rizin-Briefs an Trump festgenommen

Nachdem ein Brief mit dem Gift Rizin ans Weiße Haus geschickt wurde, ist laut Medienberichten die mutmaßliche Absenderin festgenommen worden. Die Frau habe versucht, von Kanada in die USA einzureisen, berichtete der Nachrichtensender „CNN“ am Sonntag. Sie habe eine Waffe bei sich gehabt, hieß es unter Berufung auf Sicherheitsbehörden. Auch der Sender „NBC“ berichtete von der Festnahme.

Am Wochenende war bekanntgeworden, dass der Brief an US-Präsident Donald Trump adressiert gewesen und diese Woche abgefangen worden sei. Die „New York Times“ schrieb bereits vor der Festnahme, dass der Umschlag nach Erkenntnissen von Ermittlern aus Kanada gekommen sei und nach einer Frau gefahndet werde.

„Kaukasus 2020“: Russlands größtes Militärmanöver des Jahres beginnt

Moskau hat im Kaukasus seine Armee für das größte Militärmanöver in diesem Jahr in Stellung gebracht. An der bis Samstag angesetzten internationalen Übung beteiligen sich maximal 12.900 Soldaten unter anderem aus China, Pakistan, Belarus (Weißrussland), Armenien und Myanmar. An dem Manöver „Kaukasus 2020“ unter Leitung des russischen Generalstabs beteiligen sich rund 80.000 Menschen. „Die Übung trägt keinen aggressiven Charakter“, sagte Russlands Vize-Verteidigungsminister Nikolai Pankow schon vor dem offiziellen Start am Montag auf dem Truppenübungsplatz Kapustin Jar im Gebiet Astrachan an der Wolga.

Das Manöver gilt aus Sicht Moskauer Verteidigungspolitiker nicht zuletzt als eine Reaktion auf ähnliche Übungen der Nato in russischer Nachbarschaft.

Feuer im Flüchtlingslager auf Samos – Brand unter Kontrolle

Im Flüchtlingslager Vathy auf der griechischen Insel Samos ist am Sonntagabend aus bisher unbekannten Gründen ein Feuer ausgebrochen. Wie das Onlineportal „Samos24“ berichtete, wurde der Brand von der Feuerwehr schnell unter Kontrolle gebracht. Demnach soll es in einem Bereich des Lagers gebrannt haben, in dem unbegleitete Minderjährige wohnen. Ein Bewohner wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht, hieß es. Rund 60 unbegleiteten Minderjährigen seien zudem in ein Hotel gebracht worden, wo sie die nächsten Tage bleiben sollen.

Seit dem Großbrand im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos vor eineinhalb Wochen ist die Lage auch auf Samos angespannt. Es wird befürchtet, dass Migranten auch dort Feuer legen könnten, wie sie es mutmaßlich in Moria gemacht haben, um das Lager verlassen zu können.

„Oxfam“-Bericht: Reiche schädigen Klima sehr viel stärker als Arme

Das reichste Prozent der Weltbevölkerung bläst einer Studie zufolge mehr als doppelt so viele klimaschädliche Kohlendioxid-Emissionen in die Atmosphäre wie die ärmere Hälfte der Menschheit zusammen. Das geht aus einem Bericht hervor, den die Entwicklungsorganisation „Oxfam“ vor der am Dienstag beginnenden Generaldebatte der 75. UN-Vollversammlung in New York veröffentlichte. „Oxfam“ forderte, den CO2-Verbrauch der Wohlhabenden einzuschränken, mehr in öffentliche Infrastruktur zu investieren und die Wirtschaft klimagerecht umzubauen.

Gesetzentwurf von Spahn: 20.000 neue Stellen für Pflegehilfskräfte

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will 20.000 neue Stellen für Pflegehilfskräfte finanzieren. „In der Pflege zu arbeiten wird wieder attraktiver, wenn mehr Kolleginnen und Kollegen mit anpacken“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Deswegen finanzieren wir 20.000 neue Assistenzstellen in der Altenpflege, jedes Pflegeheim in Deutschland profitiert davon.“ Dem Bundeskabinett soll demnach am Mittwoch ein Entwurf des Gesetzes zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung und Pflege vorgelegt werden. Es soll am 1. Januar 2021 in Kraft treten.

Die bis zu 20.000 Stellen werden laut Spahn vollständig über einen Vergütungszuschlag durch die Pflegekassen finanziert.

pal/dpa





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Von Veritatis

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