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Die französische Zeitung „Le Monde“ berichtet unter Berufung auf nicht genannte Quellen über den Inhalt des Telefongesprächs zwischen den Präsidenten Wladimir Putin und Emmanuel Macron von vergangenem Montag. Demnach soll Putin im Fall Nawalny nicht ausschließen, dass sich der Kremlkritiker selbst vergiftet haben könnte.

Dem Blatt zufolge soll Putin Macron nahelegt haben, in Fall Nawalny auch andere Versionen in Betracht zu ziehen – wie etwa die Vermutung, dass sich Nawalny möglicherweise selbst vergiftet habe. Das Nervengift Nowitschok hätte, so Putin weiter, eine einfachere Zusammensetzung als allgemein angenommen.

Ferner habe Putin vermutet, dass die Ermittlungen nach Lettland führen könnten, da sich derzeit dort der Entwickler von Nowitschok aufhalten solle. Macron habe seinerseits beide Ertmittlungsstränge abgelehnt.

Telefonat zwischen Putin und Macron

Am 14. September führten beide Präsidenten ein Telefonat, in dem unter anderem der Fall Nawalny besprochen wurde. Der französische Staatschef sprach in dem Zusammenhang von einem „Mordversuch“ und solidarisierte sich mit der deutschen Bundesregierung, die nach Untersuchungen eines Spezial-Labors der Bundeswehr die Vergiftung Nawalnys als erwiesen ansieht.

Laut Macron sollen auch von Frankreich durchgeführte Analysen mit diesem Befund übereinstimmen. Er forderte von Putin eine glaubwürdige und transparente Untersuchung.

Putin verwies darauf, dass die Aufklärung der tatsächlichen Umstände im Rahmen einer Zusammenarbeit von den Untersuchungsbefunden der deutschen Spezialisten abhängen würde, welche Moskau bisher nicht zur Verfügung gestellt worden seien. Darüber hinaus kritisierte der russische Staatschef die unbegründeten Anschuldigungen gegen Russland.

Der russische Kremlkritiker und Blogger Alexej Nawalny erlitt am 20. August auf einem Flug von Tomsk nach Moskau einen Zusammenbruch, woraufhin das Flugzeug unverzüglich in Omsk landete. Er wurde in ein Omsker Krankenhaus gebracht und dort in ein künstliches Koma versetzt. Der 44-Jährige wurde später auf Drängen seiner Familie in die Berliner Universitätsklinik Charité verlegt. Nawalny ist inzwischen aus dem künstlichen Koma geholt worden und auf dem Weg der Besserung.

mka/gs





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Von Veritatis

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