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Bei den Zusammenstößen zwischen den armenischen und aserbaidschanischen Streitkräften an der Berührungslinie zu Bergkarabach sind 16 Soldaten ums Leben gekommen und 100 Soldaten infolge der Gefechte verletzt worden. Das teilte das Verteidigungsministerium Armeniens mit.

„Nach vorläufigen Angaben sind auf armenischer Seite 16 Soldaten ums Leben gekommen und mehr als 100 verletzt worden“, teilte die Sprecherin des armenischen Verteidigungsministeriums, Schuschan Stepanjan, unter Verweis auf den stellvertretenden Verteidigungsminister von Bergkarabach, Arthur Sarkijan, mit.

Das Verteidigungsministerium Aserbaidschans erklärte am Sonntag, dass die armenischen Streitkräfte Ortschaften an der Berührungslinie in Bergkarabach beschossen hätten. Die aserbaidschanischen Streitkräfte leiteten daraufhin eine Gegenoffensive ein. In einigen Städten und Regionen Aserbaidschans wurde inzwischen der Kriegszustand ausgezurufen.

Wie das armenische Militär erklärte, führte Aserbaidschan Luft- und Raketenangriffe in Bergkarabach durch. Angaben zufolge wurden zwei Hubschrauber und drei Drohnen Aserbaidschans abgeschossen. Darüber hinaus soll es Verletzte unter den Zivilisten geben. Beide Seiten machten einander für die Eskalation in dem umstrittenen Gebiet verantwortlich.

Armenien rief wegen der Zuspitzung der Lage den Kriegszustand und eine allgemeine Mobilmachung aus. Auch die Führung der international nicht anerkannten Republik Bergkarabach verfügte am Sonntag den Kriegszustand.

Desinformation vorgeworfen

Das armenische Verteidigungsministerium veröffentlichte angesichts des erneut entfachten Bergkarabach-Konflikts Videomaterial, welches die Vernichtung bzw. Beschädigung von aserbaidschanischer Militärtechnik zeigt. Baku bezeichnete die Aufnahmen als Desinformation. Demnach handelt es sich um alte Aufnahmen, die nicht den wahren Stand der Dinge wiedergeben würden.

Russland hat inzwischen beide Seiten dazu aufgerufen, das Feuer einzustellen und zu Verhandlungen überzugehen. Darüber hinaus sollen der russische Außenminister Sergei Lawrow und sein türkischer Amtskollege Mevlüt Cavusoglu im Rahmen eines Telefonats über die Lage in Bergkarabach beraten haben. Neben Österreich zeigte sich auch Deutschland besorgt über den Vorgang in Bergkarabach und forderte die sofortige Einstellung der Kämpfe. 

mka/gs





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Von Veritatis

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