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In seiner Begrüßungsrede am Tag des Atomindustriearbeiters hat der russische Präsident Wladimir Putin den Gründern der Atomindustrie gedankt. Durch ihren Einsatz habe es das Land zum Pionier in diesem Bereich geschafft und es sei mit Atomwaffen ausgestattet worden, was für Jahrzehnte Sicherheit vor einer Aggression von außen gewährt habe.

„Die heimische Atomindustrie begeht in diesem Jahr ihr 75. Jubiläum. (…) Wir sind zu Recht stolz auf die herausragenden Wissenschaftler, Konstrukteure, Ingenieure und Arbeiter, die an den Ursprüngen des sowjetischen Atomprojekts standen, als sich das Schicksal unserer Heimat entschied“, sagte Putin am Montag. Seitdem sei eine ungestrafte Aggression gegen das russische Volk unmöglich geworden. 

Die Nutzung von friedlicher Atomenergie habe sehr große Perspektiven für die Entwicklung der Regionen, der Industrie, des sozialen Bereichs und der Arktis-Erschließung eröffnet. Auch heute lösten die Mitarbeiter der Atomindustrie die wichtigsten Verteidigungsaufgaben Russlands.

„Besonders hervorheben möchte ich den Beitrag der Mitarbeiter in der Branche bei der Stärkung des russischen Atomschildes sowie bei der Entwicklung und den Tests modernster Waffen, die weltweit einzigartig sind“, sagte Putin.

Der staatliche Rüstungskonzern Rosatom erfüllt seit Jahren die  Verteidigungsaufträge des Landes. Russland werde das Potenzial seiner Atombranche weiter stärken.

„Die Geschichte zeigt, dass bahnbrechende Erfolge in einem so komplexen Bereich wie der Atomindustrie kein Zufall sind. Dahinter stehen wissenschaftliche und technische Schulen, die systematische Arbeit von Dutzenden Unternehmen und Tausenden Menschen, eine qualitativ hochwertige Ausbildung und ein Vorbereitungssystem von künftigen Mitarbeitern“, erörterte Putin. 

Eine dynamische Entwicklung der russischen Atombranche und die Wiederherstellung des Ansehens und der Attraktivität der Arbeit in diesem Bereich für junge Menschen beweisen, dass „Russland solch ein Potenzial hat“.

„Und wir werden es weiter schrittweise stärken und auf diese Weise auf die geopolitischen und technologischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts antworten“, fuhr Putin fort. 

In Russland sind derzeit elf Atomkraftwerke in Betrieb, darunter das weltweit einzige schwimmende AKW. Alle 38 Energieblöcke weisen eine Gesamtkapazität von etwa 30,3 Gigawatt auf und produzieren insgesamt 19 Prozent des Stroms im Land. 

Putin lobte auch die ausländischen Projekte von Rosatom, die das Image des Landes als Branchenführer und seriösen sowie verantwortungsbewussten Partner bei moderner sauberer Energie stärken. Rosatom baut derzeit 25 Energieblöcke in neun Ländern. „Das ist das beste Ergebnis in der Geschichte der Branche“, so Putin. 

Internationalen Experten zufolge ist Rosatom das einzige Unternehmen weltweit, das in der Lage ist, eine umfassende Palette von Dienstleistungen im Bereich der Kernenergie anzubieten. Diese umfassen nicht nur den Bau von Kernkraftwerken gemäß den modernsten Sicherheitsanforderungen, deren Versorgung mit Kernbrennstoffen und die Stilllegung, sondern auch die Schulung des nationalen Personals, die Entwicklung von Forschungsarbeiten, nuklearmedizinischen Technologien und die Unterstützung bei der Schaffung der erforderlichen Rechtsbasis. Rosatom kann die Nuklearindustrie in einzelnen Ländern von Grund auf neu aufbauen und seinen Partnern dabei helfen, einen technologischen Durchbruch zu erzielen. 

Rosatom ist einer der zehn größten Unternehmen Russlands. Der Konzern vereint insgesamt etwa 400 Firmen in den Bereichen Energie, Bau und Maschinenbau und beschäftigt mehr als 250.000 Menschen. 

om/ae/sna





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Von Veritatis

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