Ende September endet die Aussetzung der Insolvenz-Antragspflicht für zahlungsunfähige Unternehmen. Außerdem treten ab Oktober neue Bestimmungen für die Verbraucherinsolvenz in Kraft. Experten erwarten nun die erste Pleitewelle.

Karneval im Februar war die letzte publikumsstarke Großveranstaltung im „Corona-Jahr“ in Deutschland gewesen. Danach gab es nur noch Absagen und mit dem Lockdown und den Einschränkungen schließlich nur noch Verbote. Alle großen Veranstaltungen sind auf unbestimmte Zeit abgesagt und in Restaurants und Cafés darf man nur noch mit Maske eintreten und muss die Kontaktdaten hinterlegen. Neben den Beschränkungen ist es auch die Dauer-Panikmache von Politik und Mainstream-Medien, welche die Ausgehlaune und die Umsätze dämpfen – Gäste würden aber gerade nach dem wochenlangen Lockdown dringend benötigt.

Das „Handelsblatt“ rechnet nicht erst zu Beginn des nächsten Jahres mit der Insolvenzwelle, sondern bereits zu Anfang Oktober mit einem erheblichen Anstieg der Insolvenzzahlen. Der Mittelstand sei noch weit von einer Rückkehr zur Normalität entfernt, meint die Wirtschaftszeitung.

Insolvenzen derzeit nicht sichtbar

Überschuldete Unternehmen können mit der Aussetzung der Pflicht, einen Insolvenzantrag zu stellen, noch bis Ende des Jahres warten – Unternehmen also, die weder Vermögen noch erwartete Einnahmen eines Schuldners haben, die ihre eigenen Verbindlichkeiten abdecken. Ab Donnerstag müssen Unternehmen einen Insolvenzantrag stellen, wenn sie zahlungsunfähig sind, also mindestens zehn Prozent ihrer Rechnungen nicht bezahlen können.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Buth & Hermanns geht davon aus, dass es nicht bis 2021 dauern werde, bis die Zahl der Firmenpleite explodiere. Es gebe bereits ab dem vierten Quartal eine erste Welle von Insolvenzfällen, so die Experten gegenüber dem „Handelsblatt“. Nach dem ersten Oktober könne dann eine zweite oder dritte Insolvenzwelle drohen, wenn überschuldete Firmen bis zum Ende des Jahres ihre Finanzpläne für 2021 erstellen, die aber nicht aufgehen würden, so die Annahme.

Die Maskenpflicht dämpft nicht nur die Lust an Restaurant- und Café-Besuchen, was sich besonders in der Kalten Jahreszeit zeigen dürfte, wenn die Möglichkeit draußen zu sitzen nicht mehr gegeben ist. Die Maskenpflicht hat auch dazu geführt, dass Kunden weniger Lust zum Einkaufen haben. In einigen Städten werden nun schon die Weihnachtsmärkte abgesagt. Eine Insolvenzwelle könnte bald auch auf den Handel zukommen, insbesondere dort, wo in Innenstadtlagen die Kundschaft den Einkaufsgalerien fernbleibt, weil die Maskenpflicht beim „Shopping-Erlebnis“ stört. Wer soll das alles bezahlen – wir haben die Antwort: hier. 

 

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de



Source link

Von Veritatis

Schreibe einen Kommentar