Seit Wochen geistert die Angst von Kritikern der Corona-Maßnahmen vor dem Einsatz der Bundeswehr im Inneren durch das Netz. So blieb nicht aus, dass vor den Meldungen aus dieser Perspektive gewarnt wurde. Verschwörung, Fake News etc. – die Bundeswehr wird für gewöhnlich in einer freien, liberalen Gesellschaft zur Verteidigung eingesetzt. Nicht im Kampf gegen das eigene Volk. Dies scheint sich nun zu drehen.

Sandsäcke und Menschen

Selbstverständlich ist die Bundeswehr bereits anderweitig als nur zur Verteidigung eingesetzt worden. Die Bundesrepublik hat unter anderem deshalb ihre Bürgerarmee abgeschafft (bzw. die Wehrpflicht), weil einfach niemand angegriffen hat. Neben der von Kritikern als Vorwärtsverteidigung benannten Präsenz etwa in Afghanistan half die Bundeswehr bei Problemen wie der Elbüberflutung und den benötigten Kräften beim Aufbau von Deichen mit Sandsäcken.

Jetzt dient sich die Bundeswehr auch in der Corona-Krise an. Aktuell möchten Bund und Länder, so berichtete es die „SZ“, pro 20.000 Einwohnern zumindest fünf Menschen einsetzen, um die Kontaktverfolgung sicherzustellen. Dies könnte ja auch die Bundeswehr sein, spekulierten Kritiker stets. Aktuell meldet das Bundesverteidigungsministerium dabei immerhin, dass gut 220 Soldaten in den Gesundheitsämtern eingesetzt würden.

Dies hat nach einem Bericht von „jouwatch“ die FDP in Bayern auf den Plan gerufen. Der Landtagsabgeordnete Sebastian Körber jedenfalls wunderte sich darüber, dass die Regierung nicht genügend Teams für die Kontaktverfolgung im Einsatz habe. „Wenn man es in unserer Landeshauptstadt mit Tausenden von Bediensteten im Ernstfall nicht schafft, die notwendige Anzahl von wichtigen Kontaktverfolgungs-Teaams zu stellen und auf die Amtshilfe der Bundeswehr angewiesen sei“ – dann sind die Sorgen für die ländlichen Regionen noch größer.

Kritiker argwöhnen heute schon – wird die Bundeswehr am Ende in der Kontaktverfolgung wesentlich intensiver eingesetzt als gedacht?

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Von Veritatis

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