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US-Außenminister Mike Pompeo hat in Bezug auf eine Verlängerung des New-START-Vertrags auf Russlands Bereitschaft, das eigene Atompersonal einzufrieren, verwiesen. Dies machte Washington Moskau in der vergangenen Woche zur Bedingung, nachdem der russische Präsident Wladimir Putin eine bedingungslose Verlängerung vorgeschlagen hatte.

Pompeo betonte, dass das derzeitige Abrüstungsabkommen nur 45 Prozent des russischen Atomarsenals gegenüber 92 Prozent des amerikanischen betreffe. Dabei sei China von den Einschränkungen vollkommen ausgenommen.

„Russland hat sich im Grunde dazu bereit erklärt, sein ganzes Atomarsenal einzufrieren, und wir sind sehr froh darüber. Wir müssen aber dafür sorgen, dass sich die Unterhändler der USA und Russlands möglichst schnell treffen, um die Verhandlungen vorwärtszubringen und den Vertrag abzuschließen“, sagte Pompeo in einem Briefing.

Präsident Wladimir Putin hatte in der vergangenen Woche eine Verlängerung des New-START-Vertrags um ein Jahr vorgeschlagen, die an keine Bedingungen geknüpft sein sollte. Ein entsprechendes Angebot der russischen Seite lehnte Washington zunächst ab und nannte das Einfrieren des Atomarsenals als Bedingung für weitere Verhandlungen.

Inzwischen hat sich Moskau bereit erklärt, gemeinsam mit den USA die Zahl der Nuklearsprengköpfe „einzufrieren“. Eine solche Festlegung sollte jedoch an keine weiteren Forderungen von amerikanischer Seite geknüpft werden, hieß aus Moskau.  

In dem seit Februar 2011 geltenden Abkommen hatten sich Russland und die USA verpflichtet, die Zahl ihrer Atomsprengköpfe auf maximal 1550 und die Zahl der Interkontinentalraketen, luft- und U-Boot-gestützten ballistischen Raketen auf je 700 zu reduzieren. Der New-Start-Vertrag ist der letzte bestehende nukleare Abrüstungsvertrag zwischen Russland und den USA. Er läuft am 5. Februar 2021 aus.

mka/sna/gs





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Von Veritatis

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