Symbolbild: Freepik

Eine unglaubliche Geschichte erregt seit mittlerweile einer Woche in Sozialen Medien die Gemüter. Offenbar ohne Angst vor Repressionen schildert eine österreichische Altenpflegerin, wie absurd die Corona-Maßnahmen in ihrem Fall angewendet werden. Zwar muss sie als mutmaßlich Corona-Positive eine zehntägige Heimquarantäne einhalten – zum täglichen Dienst mit Patienten der Hochrisikogruppe ist sie aber weiterhin verpflichtet.

Alltag in österreichischen Altenheimen? Zunächst erhielt eine Arbeitskollegin das Ergebnis: Positiv, sie soll das neue Coronavirus in sich tragen. Diese Kollegin arbeitete offenbar als symptomlos Infizierte drei Tage lang mit alten Menschen, denn so lange musste sie auf das Testergebnis warten. Als es da war, wurde sie nach Hause geschickt.

In Folge wurden über das Seniorenheim strenge Maßnahmen verhängt. Alle Bewohner erhielten Zimmerarrest, alle Besuche wurden verboten, alle Bewohner und Mitarbeiter mussten zum Corona-Test. Nachdem die Erzählerin eng mit der angeblich infizierten Kollegin zusammengearbeitet hatte, wurde über sie als „Kontaktpersion der Kategorie 1“ eine 10-tägige Heimquarantäne verhängt.

Als Schlüsselkraft muss die Pflegerin zur Arbeit

Nun durfte die junge Pflegerin zwar ihre Wohnung nicht mehr verlassen – aber ihre Dienste im Pflegeheim muss sie trotzdem absolvieren. Denn: Sie ist als Mitarbeiterin im Gesundheitswesen eine Schlüsselkraft. Als solche erhält sie vom Ministerium eine Sondergenehmigung, mit der sie zur Arbeit fahren darf. Alle anderen Wege wie der Einkauf bleiben weiterhin untersagt – und sind in Österreich bekanntlich mit strengen Strafen bis hin zur Untersuchungshaft sanktioniert.

Sie versteht die Logik nicht: Wie kann es sein, dass ein Mensch, der im Verdacht steht, hochinfektiös eine gefährliche Krankheit zu verbreiten, Dienst mit der meistgefährdeten Personengruppe verrichten muss? Sie schreibt von Menschen über 90 Jahren mit vielen Vorerkrankungen, die gesundheitlich und psychisch völlig instabil wären.

Brief ans Ministerium angekündigt

Die Pflegerin kündigte einen Brief an das Gesundheitsministerium an. Die Maßnahmen und schönen worte Pressekonferenzen hält sie für nicht nachvollziehbare Panikmache, während sich die Berufspraxis in so heiklen Bereichen wie dem ihren kaum nachvollziehbar und chaotisch gestaltet. Auch die extrem lange Dauer bis zu einem Testergebnis empfindet sie als inakzeptabel – kaum zu reden vom organisatorischen und psychischen Chaos und dem Stress, der durch die Maßnahmen ausgelöst wird.





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Von Veritatis

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