Richten Sie sich auf einen harten Winter ein, hatte Angela Merkel klar geäußert. Nun hat der von Kritikern als treuer Adlatus bezeichnete Peter Altmaier von der CDU hinterher gelegt. Die Lockerungen sollten nicht „zu früh“ aufgehoben werden. Altmaier, der noch im März versprochen hatte, die Regierung sorge dafür, dass jeder Arbeitsplatz erhalten bleibe, kommentierte und kündigte nun recht trocken – u.a. in der „Bild am Sonntag“ zitiert.

„Wenig Spielraum“

Sein Drohbild: Wir müssten handeln, ansonsten würden wir den Kampf gegen das Virus verlieren. Was darunter zu verstehen ist, den Kampf zu „verlieren“. Eine apokalyptische Ankündigung? Das Bild malte er nicht vollständig aus.

Das also unvollständige Bild nahm er zum Argument, um für das „Öffnen von Restaurants“ oder Kinos „wenig Spielraum“ zu sehen. „Wir sind aus dem Gröbsten noch nicht raus.“ Möglicherweise verliert das Volk langsam den Überblick darüber, welche Ziele überhaupt verfolgt werden. Der „R-Wert < 1“, die „Verdopplungszeit der Ansteckungen unter 10 Tage?“, der „Inzidenzwert auf weniger als 50“ – all das und viel mehr hat diese Regierung dem arbeitenden Volk bereits genannt.

Nun gebe es das Ziel, die „Infektionswelle nachhaltig zu brechen“. Was das bedeutet? Kein Mensch weiß es. Eine Maßzahl dafür nannte der Wirtschaftsminister den von ihm verwalteten Volk nicht. Dafür aber benannte Altmaier ein kleines Verbotspaket: „Wir werden zumindest in den nächsten vier bis fünf Monaten mit erheblichen Vorsichtsmaßnahmen und Einschränkungen leben müssen“, so Altmaier.

Dabei „müssen wir durchhalten und nicht ständig darüber spekulieren, welche Maßnahmen man wieder lockern kann.“ Welchen Einfluss Spekulationen über das Ende von Maßnahmen auf die Infektionswelle haben könnten, ließ der Wirtschaftsfachmann offen. Wir fühlen uns frei, weiter darüber zu spekulieren, dass alles am Ende noch viel schärfer gehandhabt wird, als wir uns das je ausgedacht haben. 

 

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Von Veritatis

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