Nelson Mandela (re.), Cyril Ramaphosa (li.)
[Bild Cyril: Tasnim News Agency via wikipedia.org (CC-BY 4.0); Bild Nelson: South Africa The Good News / www.sagoodnews.co.za via wikipedia.org (CC BY 2.0)]

Was Gutmenschen als „Regenbogennation“ präsentieren, entpuppt sich immer mehr als Failed State.

Dieser Beitrag von Frank Pasemann ist im Printmagazin Nr. 33 „Nein zur globalen Kulturrevolution“ erschienen, das Sie jetzt kostenlos zu jedem Abo erhalten.

Was als Versorgungsstation der Ostindien-Kompanie Mitte des 17. Jahrhunderts begann, wurde im Laufe einer bewegten Geschichte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zum am weitesten entwickelten Wirtschaftsraum Afrikas sowie zum einzigen G20-Staat dortselbst. In den 1980er-Jahren begann dann eine internationale Sanktions- und Divestmentpolitik durch westliche Staaten. Diese außenpolitische Isolation der Kapnation verbunden mit der Zunahme innenpolitischer Destabilisierungskampagnen durch politische Organisationen der schwarzen Bevölkerungsmehrheit führten letzten Endes dazu, dass die Regierung unter Frederik Willem de Klerk die Apartheidsgesetzgebungen nach und nach lockerte. Im Jahre 1994 kam es dann erstmals zu Wahlen, zu denen alle Bewohner des Landes zugelassen wurden und aus denen eine Koalition aus „African National Congress“ (ANC), „Südafrikanische Kommunistische Partei“ (SAKP) und der Gewerkschaft „Congress of South-African Trade Unions“ (COSATU) als Wahlsieger hervorging.

ANC: Eine Geschichte von Mord und Gewalt

Die vorgenannten Destabilisierungskampagnen waren unter anderen „Unregierbarkeit“ und „Volkskrieg“: So wurden in den drei Monaten vor der Wahl 1.500 Menschen umgebracht. Die Geschichte des ANC ist ohnehin eine Geschichte von Mord und Gewalt. Dieser ANC wurde indes im westlichen Ausland zu einer Art Erlöser mit Nelson Mandela als Inkarnation des Guten an der Spitze glorifiziert, was der Realität nicht ansatzweise gerecht wird. Im Gegensatz zur Apartheidsregierung unterhielt der ANC Straflager für als Agenten und Verräter verfemte politische Gegner. Auch aus den eigenen Reihen. Das berüchtigste dieser Lager war das angolanische „Quatro“. Der Regierung de Klerk war klar, dass sie die Macht im Lande einbüßen werde, hoffte aber durch die Abschaffung der Apartheid dafür zu sorgen, dass die zu erwartende Aufhebung der Isolations- und Sanktionspolitik des Westens und damit einhergehendes erneutes wirtschaftliches Wachstum dem Land als Ganzem zugute käme.

Doch was wurde aus der wirtschaftlich prosperierenden Atommacht am Kap, die in den Bereichen Sicherheit, Bildung, Gesundheit und Wirtschaft nicht nur Spitzenreiter in Afrika, sondern teilweise auch weltweit war?

Militär und Polizei versinken im Chaos

Der unter dem ersten schwarzen Präsidenten Nelson Mandela eingeleitete Prozess der „Transformation“ und des „Antirassismus“ könnte besser unter „Destruktion“ und „antiweißer Rassismus“ subsumiert werden. In staatlich geführten Bereichen wie Militär, Polizei und Bildung wurden vermehrt Schwarze integriert. Mit katastrophalen Auswirkungen. Waren die Eliteeinheiten des alten Südafrika weltweit geschätzt und als Aushängeschild in internationalen Einsätzen für Kommandooperationen häufig eingesetzt, ähnlich unserem Kommando Spezialkräfte (KSK), und verfügte die ehemalige Atommacht Südafrika über eine schlagkräftige und bestens ausgebildete Truppe, konnte im Jahr 2008 die Kampfbereitschaft lediglich auf fünf Prozent geschätzt werden.

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Steigende Armut, wachsender Hunger

Wo der Staat nicht so einfach eine verstärkte Teilhabe schwarzer Bevölkerungsgruppen durchsetzen konnte, führte er gesetzliche Quoten ein. Insbesondere den Mittelstand und die weißen Farmer trifft dies. Weiße stellen in etwa acht Prozent der Bevölkerung, dürfen nur 49 Prozent ihrer Unternehmen selbst besitzen, müssen zu 80 Prozent Schwarze einstellen. Gleichzeitig kam es zu einer Landreform, um den Landbesitz an die Bevölkerungsverhältnisse anzupassen. Teilweise wurden staatlicherseits Farmen aufgekauft und an Schwarze verteilt. Ergebnis: Rund die Hälfte der 3.000 so aufgekauften Farmen liegt brach, die andere Hälfte produziert nur noch ein Bruchteil des früheren Ertrages. Die Folge, neben einer zunehmenden Auswanderung weißer Farmer, ist eine äußerst problematische Versorgung mit Grundnahrungsmitteln sowie steigende Armut und wachsender Hunger.

Schwarzer Terror gegen Weiße

Die „Regenbogennation“ Südafrika schrieb sich auf die Fahnen, alles besser zu machen, was das Apartheids-Südafrika falsch und schlecht machte. Unter den schwarzen Präsidenten fand tatsächlich eine Umkehr statt, allerdings wurden lediglich die Vorzeichen umgekehrt. Der vorgebliche „Antirassismus“ ist in Wahrheit, wie überall anders sonst auch, ein „antiweißer Rassismus“. Es zeigt sich am Beispiel Südafrika, was wir dieser Tage im Rahmen der „Black Lives Matter“-Bewegung sehen können: Es geht nicht um eine Gleichbehandlung aller, was aus moralischen und objektiven Gesichtspunkten ja vielleicht akzeptabel wäre, sondern es geht einzig darum, die eigene Gruppe in Machtpositionen zu bringen und sich am „weißen Mann“ zu rächen. Der derzeitige Präsident Südafrikas, Cyril Ramaphosa (ANC), macht daraus auch gar keinen Hehl: Er hetzt bei jeder sich bietenden Gelegenheit gegen Weiße, die inzwischen geradezu vogelfrei sind. Es kommt regelmäßig und kontinuierlich zu sogenannten Farmmorden. Dahinter verbergen sich Angriffe von Schwarzen gegen die weißen Besitzer von Farmen.

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Und Europa und auch die deutsche Bundesregierung schauen hier zu beziehungsweise verschließen die Augen. Dass diese Verbrechen auch Nachfahren deutscher Siedler treffen, spielt natürlich keine Rolle, haftet an ihnen ja eine doppelte Erbschuld: die der Weltkriege und die des Kolonialismus.

Ungleichheit gestiegen

Zum Abschluss ein denkwürdiges Zitat eines ehemaligen Mitgliedes der „Südafrikanischen Kommunistischen Partei“: „Die unbequeme Wahrheit ist, dass unter der Apartheid die schwarze Bevölkerung aufgestiegen ist und ihre Lebensbedingungen, Alphabetisierung und Lebenserwartung stiegen; dass unter der ANC-Regierung hingegen Armut und Ungleichheit ansteigt und die Lebenserwartung einbricht.“

Es bleibt zu hoffen, dass Südafrika nicht zur Blaupause Europas wird. 

Über den Autor

Frank Pasemann, geboren 1960 in Magdeburg. Studierter Diplom-Ökonom und Diplom-Lehrer. Seit 1989 ist er selbstständiger Unternehmer und seit 2017 Abgeordneter zum Deutschen Bundestag.

 

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Von Veritatis

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