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Ein Strafverfahren ist wegen der Inbetriebnahme eines „Verwaltungszentrums der Zeugen Jehovas in Russland“ eingeleitet worden. Laut der leitenden Assistentin des Chefs der Moskauer Verwaltung des russischen Ermittlungskomitees Julia Iwanowa gibt es derzeit Durchsuchungen in mehr als 20 Regionen.

Nach Anzeichen für „ein Verbrechen, das in den Punkten 1, 1.1, 2 des Artikels 282.1 des Strafgesetzbuches Russlands (,Organisation der Tätigkeit einer extremistischen Organisationʻ) vorgesehen ist“, wurde demnach ein Strafverfahren eingeleitet.

Grundlage für die Einleitung des Strafverfahrens waren laut Iwanowa Materialien über die Organisation der Tätigkeit „des Verwaltungszentrums der Zeugen Jehovas in Russland“ in Moskau und seiner Strukturabteilungen, die vom Obersten Gericht Russlands als extremistische Organisationen eingestuft wurden.

„In der Stadt Moskau und mehr als 20 Subjekten des Landes werden Durchsuchungen durchgeführt (…) Derzeit wurde eine Reihe von Organisatoren und Teilnehmern der Bewegung aufgedeckt und festgenommen (…)“, so Iwanowa.

Laut Ermittlungsangaben wurde die Arbeit der Abteilung in Moskau seit Juni 2019 organisiert. Geheime Versammlungen fanden in einer Wohnung in der Tscheljuskinskaja-Straße statt. Darüber hinaus wurden neue Teilnehmer angeworben.

Verbotene Organisation

Das Oberste Gericht Russlands hatte Ende April 2017 auf einen Klageantrag des russischen Justizministeriums hin die Tätigkeit der „Zeugen Jehovas“ im Land verboten und diese Organisation als extremistisch eingestuft. Später trug das Justizministerium Russlands die „Zeugen Jehovas“ in die Liste der im Land verbotenen Organisationen ein. Es handelt sich dabei um das „Verwaltungszentrum der Zeugen Jehovas in Russland“ und um 395 lokale Filialen. 

ak/ae





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Von Veritatis

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