Am 30. November 2003, also vor 17 Jahren, veröffentlichten wir die ersten Beiträge. Wir waren damit einer der ersten kritischen politischen Blogs. Nach Eindruck vieler Leserinnen und Leser waren und sind die NDS in gewisser Weise wegweisend. Das wollen wir auch künftig sein. Wir haben gerade in den letzten Monaten ein paar schöne Geburtstagsgeschenke bekommen; Mails und andere Meinungsäußerungen mit der freundlichen Botschaft, die NachDenkSeiten hätten in diesen schwierigen Corona-Zeiten eine gute Orientierung geboten: Differenziert und doch entschieden. Kritisch. Abwägend.

Diese Kommentierung freut uns auch deshalb, weil wir das so beabsichtigt hatten und alle Mitwirkenden sich täglich um eine differenzierte Betrachtung bemühen. Das ist anstrengend. Aber so ist das eben.

Neben dem aktuellen öffentlichen Hauptthema gibt es noch eine Reihe anderer brisanter Probleme. Wir vernachlässigen diese nicht. Uns beschäftigt die am Rande von Corona wachsende Aggressivität untereinander. Sichtbar beim Umgang mit demonstrierenden Menschen. Da gibt es oft nur schwarz und weiß. Keine Grautöne mehr. Uns beschäftigt die auf Militär und Rüstung abgestellte Sicherheitspolitik, der Umgang mit Russland, die Erosion der so vielbeschworenen Werte im Westen. Uns beschäftigt die Missachtung vieler Menschen, die nie im Mittelpunkt der öffentlichen Debatte stehen. Dieser Beobachtung folgend steht auf dem Buchdeckel einer NachDenkSeiten-Dokumentation, die in den nächsten Tagen erscheinen wird: „Die im Dunkeln sieht man nicht“.

Die Feindseligkeit gegenüber Kritikern nimmt zu. Das bekommen wir manchmal hart zu spüren. Das bekommen auch viele andere Menschen zu spüren, denen wir uns verbunden fühlen.

Wir danken Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, für Ihre freundlich-kritische Begleitung. Wir danken den Freundinnen und Freunden der NachDenkSeiten, die unser Medium finanziell unterstützen. Hinter den NachDenkSeiten steht kein Sponsor, keine sogenannte Stiftung, kein Konzern, keine sonstigen Interessen. Die NachDenkSeiten-Arbeit wird getragen von kleinen Spenden zwischen 5 und 30 € monatlich. Das ist die Basis. Und dann gibt es ein paar Menschen, die dem Förderverein, weil ihnen das Ergebnis unserer Arbeit zusagt, auf einmal 50, 100, 200, 300, 500 oder gar 1000 € spenden. Allen zusammen danken wir sehr – für Ihre in Mails und Leserbriefen ausgedrückte Anerkennung und für Ihre finanzielle Unterstützung.

Wir wünschen Ihnen alles Gute, eine trotz der Corona-Belastung glückliche Zeit. Und selbstverständlich wünschen wir Ihnen (und uns), dass Sie die NachDenkSeiten auch künftig als eine informative Stütze und eine Bereicherung betrachten können.

Der Förderverein IQM e.V., die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Redaktion und der Herausgeber der NachDenkSeiten



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Von Veritatis

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