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Die frisch gewählte Staatschefin der Republik Moldau, Maia Sandu, soll nach Ansicht des ehemaligen moldauischen Präsidenten, Igor Dodon, von ihren „ätzenden” Äußerungen über Russland absehen, da diese die Situation in Transnistrien verschärfen können.

„Ich hoffe, dass keine wichtigen geopolitischen Spieler, die Maia Sandu anleiten, hinter diesen Äußerungen stehen. Diese Erklärungen entsprechen nicht der Situation in Moldau und tragen nicht zur Beruhigung der Bevölkerung bei. Wir wollen den Konflikt nicht auftauen lassen, ich rufe alle auf, sich zu beruhigen. Ich rufe Präsidentin Maia Sanda auf, von ätzenden Äußerungen, einschließlich von solchen, die gegen Russland gerichtet sind, abzusehen, da dies den gegenteiligen Effekt haben kann“, sagte Dodon in einer Sendung des TV-Senders Moldova 1.

Das seien momentan nur Erklärungen und man sollte eine Rückkehr zu der Situation, die in den 1990er in Moldau herrschte, nicht befürchten.

Gleichzeitig erinnerte Dodon daran, dass Russland ein strategischer Partner Moldawiens sei, mit dem die Republik enge wirtschaftliche Beziehungen aufgebaut habe.

„Die Friedensmission auf dem Dnester hat ein internationales Mandat, sie besteht nicht nur aus Russen. Dank dieser Mission haben wir kein Blutvergießen auf dem Dnester, sie hat alle ihre Verpflichtungen erfüllt und wird sie in Zukunft erfüllen, bis eine politische Lösung für den transnistrischen Konflikt gefunden wird. Da wir keine Destabilisierung brauchen“, betonte der Ex-Präsident.

Die moldauische Präsidentin brachte am Montag in einer Pressekonferenz den Abzug der russischen Truppen aus Transnistrien ins Gespräch. „Es gibt eine operative Gruppe russischer Streitkräfte in Transnistrien. Zu dieser Gruppe hat es nie eine Vereinbarung mit Moldau gegeben. Daher müssen die Truppen und Waffen vom Territorium Moldaus abgezogen werden“, sagte Sandu.

Außerdem soll ihrer Ansicht nach die Friedensmission in der Region durch eine zivile Mission unter Beobachtung durch die OSZE ersetzt werden. Sie werde dieses Thema mit der russischen Führung besprechen, sagte die Präsidentin am Montag.

Moldau gilt als das ärmste Land Europas. Das Land steckt seit der Unabhängigkeit 1991 in einer Dauerkrise: Das Grenzland zur Ukraine östlich des Flusses Dnester hat sich als Transnistrien faktisch abgespalten. Dort hat Russland Truppen mit UN-Mandat stationiert. Auch mit dem autonomen Gebiet Gagausien kommt es bisweilen zu Spannungen.

sm/gs

 





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Von Veritatis

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