Frankfurt/Main (dpa) – Der Dax hat nach einem eher trägen Verlauf am Freitag zum Handelsschluss einen kleinen Endspurt hingelegt. Am Ende stand ein Plus von 0,35 Prozent auf 13.298,96 Punkte. Das Wochenminus wurde damit auf 0,3 Prozent begrenzt.

Der MDax legte am Freitag um 0,79 Prozent auf 29.517,75 Zähler zu. Hoffnungen auf ein baldiges staatliches Corona-Hilfspaket in den USA gaben auch dem deutschen Aktienmarkt Auftrieb, nachdem die Arbeitsmarktdaten für November zum Teil schwach ausgefallen waren.

Zu den Spitzenwerten im Leitindex zählten die Aktien von Daimler. Sie kletterten mit plus 2,5 Prozent auf den höchsten Stand seit Mai 2019. Erstmals in diesem Jahr war es dem Autobauer gelungen, in einem Monat wieder mehr Autos seiner Kernmarke Mercedes-Benz zu verkaufen als im Vorjahr. Zudem profitierten die Papiere von einer bekräftigten Kaufempfehlung der US-Investmentbank Goldman Sachs.

Infineon nahmen mit plus 2,9 Prozent auf 29,57 Euro den obersten Platz ein. Eine positive Studie von Bernstein Research war der Auslöser. RWE indes litten unter Gewinnmitnahmen und büßten 1,6 Prozent ein. Am Mittwoch waren die Anteilscheine des Stromversorgers auf den höchsten Stand seit acht Jahren geklettert. Im laufenden Börsenjahr zählen sie zu den großen Gewinnern im Dax.

Im MDax stiegen die Aktien von Fraport um 3,7 Prozent. Hier gab eine Branchenstudie der Deutschen Bank Auftrieb. Darin wurde angesichts der Aussichten auf Impfstoffe gegen das Coronavirus wieder zum Kauf der Papiere des Frankfurter Flughafenbetreibers geraten. Aixtron als Spitzenwert legten um 6,6 Prozent zu. Die Papiere des Elektrotechnikunternehmens werden von der Commerzbank als einer der Gewinner im neuen Jahr gesehen.

Außerhalb der Dax-Familie stiegen Siemens Energy um 1,6 Prozent. Die Siemens-Abspaltung wird vom 21. Dezember an den Leasingspezialisten Grenke im MDax ersetzen. Dies hatte die Börse als wichtigste Nachricht ihrer Index-Überprüfung am Vorabend bekannt gegeben.

Gewinne verbuchten die Indizes am Freitag nicht nur hierzulande, sondern europaweit und auch in den USA. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 0,63 Prozent auf 3539,27 Punkte und auch in Paris und London ging es aufwärts. In den USA gewann der Dow Jones Industrial zum europäischen Börsenschluss 0,6 Prozent und markierte damit zugleich ein weiteres Rekordhoch.

Der Euro hielt sich auf hohem Niveau und wurde am frühen Abend mit 1,2144 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,2159 (Donnerstag: 1,2151) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8224 (0,8230) Euro. Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,54 Prozent am Vortag auf minus 0,56 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,05 Prozent auf 146,02 Punkte. Der Bund-Future gab am frühen Abend um 0,14 Prozent auf 174,93 Punkte nach.



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Von Veritatis

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