Bereits in diesem Herbst und Winter haben Wirtschaftsexperten Masseninsolvenzen und Kreditausfälle vorhergesehen, welche das Bankensystem ins Wanken bringen könnten – verursacht durch die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung. Neuen Berichten zufolge rechnet Creditreform mit einem Rückgang der Zahl der Firmeninsolvenzen. Ob die Einschätzung realistisch ist, muss bezweifelt werden, denn die neuen Lockdowns im Herbst, vor allem in der Gastronomie- und Hotelbranche, dürften vielen Wirten nun endgültig das Genick brechen. Bei vielen Hilfsanträgen wird die Corona-Unterstützung oftmals abgewiesen mit der Begründung, man solle Hartz-IV beantragen.

Creditreform rechnet mit nun mit einer Insolvenzwelle im Frühjahr, welche dann dem ganzen Wirtschaftsstandort schaden könnte. Seit Wochen werden schlimme Pleitewellen vorausgesagt: von Ökonomen, Insolvenzverwaltern aber auch von Versicherern und nicht zuletzt aus der Wirtschaft selbst. Der Handelsverband Deutschland sieht angesichts der mangelnden Besucher und Einkäufer in den Innenstädten zehntausende Einzelhändler in Gefahr.

Auch der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) warnt vor einem Totalkollaps der Branche, wenn der aktuelle Lockdown noch länger anhalte. Der Chef des Dehoga kündigte vor kurzem an, vor dem Bundesverfassungsgericht klagen zu wollen. Auch in der Veranstaltungsbranche sieht es düster aus, denn seit März finden weder Festivals noch Konzerte oder Messen statt.

Insolvenzanträge kommen – wer zahlt? Rechnen Sie mit allem…

Die aktuellen Zahlen von Creditreform zeigen dieses Jahr sinkende Zahlen von Unternehmensinsolvenzen. Demnach sollen diese um 13,4 Prozent gesunken sein – trotz des massiven Konjunktureinbruchs. Doch die Zahl der Unternehmensinsolvenzen bildet den tatsächlichen Zustand der Volkswirtschaft nicht ab. Das Insolvenzgeschehen hat sich von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung entkoppelt, so die Analyse von Creditreform. Der Grund seien die Corona-Hilfspakete der Bundesregierung. Auch Kurzarbeitergeld und die Aussetzung der Frist von Insolvenzanträgen verzerren die tatsächliche prekäre wirtschaftliche Lage.

Ab dem Frühjahr, wenn die Aussetzung der Insolvenzfrist verstrichen und die Corona-Pakete eingestellt werden, werde es zu einem „bösen Erwachen“ in vielen Unternehmen kommen, befürchtet Creditreform. (AM)

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Von Veritatis

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