Zahlen lügen nicht: Keine Spur von intensivmedizinischem Notstand

Aus einer Studie, die die „Effekte der SARS-CoV-2 Pandemie auf die stationäre Versorgung von Januar bis Oktober 2020“ untersuchte, geht hervor, dass die geschürte Angst vor Covid-19 mit den tatsächlichen Verhältnissen nicht zusammenpasst.

Weniger Behandlungen wegen Atemwegsinfektionen

So gab es in den 272 untersuchten Kliniken im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sechs Prozent weniger beatmete Patienten und 15,6 Prozent weniger Fälle von schweren akuten Atemwegsinfektionen. Daraus folgten 4,7 Prozent weniger Todesfälle auf Intensivstationen bei insgesamt 12,8 Prozent weniger Krankenhauspatienten.

Gute Versorgungslage bei Intensivpatienten

Auch die „Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin“ (DIVI) bestätigt die gute medizinische Versorgungslage und die erfreulichen Zahlen. Demnach schwankt der Anteil der freien Betten an der Gesamtzahl der Intensivbetten zwischen 10,8 und 26,4 Prozent.

In normalen Zeiten würde man in der von Krankheiten hauptbetroffenen Winterzeit bei derartig vielen freien Kapazitäten von einer Überversorgung bzw. Einsparpotential sprechen. Nicht aber in Corona-Zeiten. Da werden diese Zahlen zu Engpässen verdreht.

Auch in Bayern freie intensivmedizinische Kapazitäten

In Bayern, wo Ministerpräsident Markus Söder (CSU) einen besonders harten Corona-Kurs gegen die Bevölkerung fährt, sind derzeit 12,4 Prozent der Intensivbetten frei. 23,3 Prozent sind mit Corona-Patienten belegt.

Im ganzen deutschen Bundesgebiet werden aktuell 4.842 Patienten auf Intensivstationen wegen Covid-19 behandelt. Das entspricht 0,005 Prozent der Bevölkerung. Bei insgesamt 24.388 Intensivbetten liegt der Anteil der Corona-Patienten bei 20 Prozent. Rechnet man die Notfallreserve mit ein, was bei einer so schrecklichen Pandemie zulässig scheint, dann liegt der Anteil gar nur noch bei 13 Prozent. Das sind die realen Dimensionen.

Künstlich erzeugter „Notstand“

Hinzu kommt, dass etwa Bayern die Anzahl der Intensivbetten von Ende August (Höchststand am 25. August) von 6.424 Intensivbetten auf aktuell 5.199 reduziert hat. Auch so kann man den „Notstand“ erzeugen.

Anders gesagt: Auf den Bettenstand vom 25. August bezogen, würde der Freistand an Intensivbetten sogar 49,7 Prozent betragen. Die Belegung mit Covid-19-Patienten wäre dann gerade einmal bei guten zwölf Prozent.

In Österreich, das im Vergleich sogar über noch mehr Intensivbetten verfügt wie Deutschland, dürfte die Lage ähnlich sein. Dafür spricht auch das unsichere Zahlenamterial aus dem Anschober-Gesundheitsministerium.

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Von Veritatis

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