Die Menschen in Deutschland sind weitgehend eingesperrt, so das landläufige Gefühl offenbar. Lange Warteschlangen bildeten sich kurz vor dem massiven Lockdown, der am Mittwoch eintrat. Die langen Schlangen jedoch sind kein Bild, das schnell aus unserem Alltag verschwinden wird. Vielmehr befürchten jetzt offenbar die Discounter und Supermärkte, dass sich lange Schlangen vor ihren Geschäften bilden werden.

Peter Altmaier, Bundeswirtschaftsminister, hatte jüngst mitgeteilt, die Menschen sollten sich vor dem Lockdown nur mit den „nötigsten Lebensmitteln“ eindecken. Genau das scheint passiert zu sein. Denn in verschiedenen Städten bildeten sich bereits größere Schlangen vor den Supermärkten.

Die Supermärkte rechnen offenbar mit einem praktisch nie dagewesenen Ansturm. Der Hintergrund ist recht einfach abzuschätzen: Die Menschen kaufen bereits Weihnachtsgeschenke ein. Discounter und Supermärkte führen auch Non-Food-Waren.

Dies ist bis dato noch in zahlreichen Bundesländern ausdrücklich noch nicht verboten. Es ist damit zu rechnen, dass auch die Behörden auf diesen Umstand aufmerksam werden – und das Verbot nachgereicht wird. Ob das reicht?

Wohl kaum. Denn Menschen können sich immer noch an öffentlichen Orten wie Bahnhofsbuchhandlungen eindecken. Wer aktuell Zug fährt, registriert, dass auch diese Shops teils geöffnet sind. Was aber zeigen die Bilder überhaupt?

Die Menschen sind ja offenbar erwartungsgemäß nicht bereit, auf den täglichen Einkauf zu verzichten. Die Lösungen, die sich Merkel und Co. ersonnen haben, sind schlicht nicht alltagstauglich. Wer die Menschenströme hätte entzerren wollen, könnte dies auch mit erweiterten (!) Ladenöffnungszeiten machen.

Erweiterte Ladenöffnungszeiten könnten zudem auf der anderen Seite auch dazu genutzt werden, Menschenströme zu lenken – was spricht dagegen, wie in Tübingen ein Zeitfenster am Tag nur den Älteren einzuräumen? Erstaunlich genug, dass die Politik über nun 9 Monate solche Ideen immer noch nicht bereitstellt.



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Von Veritatis

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