Die Politik der Regierung wird Deutschland massiv verschulden. In den Jahren 2020 und 2021 wird die Neuverschuldung den bisherigen Beschlüssen nach um annähernd 400 Milliarden Euro steigen. Nun allerdings sind die Schulden so dramatisch, dass zahlreiche Ökonomen Sorgen haben. Zu Unrecht, wie andere behaupten – und zwar zu Recht.

Die Schulden in Deutschland sind „kein Problem“

Die Schulden stellen tatsächlich kein Problem dar. Dies wiederum gilt für Deutschland, auch für andere EU-Länder und sogar die USA. Denn Geld ist praktisch unendlich vorhanden.

Der Hintergrund bleibt schlicht die Art, wie bei uns „Geld“ gemacht wird. Die Zentralbanken dürfen Geld durch Kauf von Anleihen einfach „drucken“, indem sie die Anleihen dann in ihre Bilanz nehmen. Dies sind dann neue „Forderungen“, auch aktuell noch vorzugsweise gegen Staaten.

Dieses Geld kommt aus dem nichts und wird auch wieder vernichtet, wenn die Anleihen zurückgezahlt werden. Nun kommt der praktisch interessante Witz: Die Anleihen der Staaten, hier der verschiedenen EU-Staaten, Deutschlands und auch in den USA werden in der Regel formal bei Ende der Laufzeit zurückgezahlt, allerdings unmittelbar durch neue Anleihen ersetzt.

Wirtschaftlich betrachtet werden Schulden seit vielen Jahren nicht zurückgeführt. Das Geld, das also immer neu produziert wurde, läuft formal noch immer umher. Weil aber die Zentralbanken die Möglichkeit haben, die Regierungen mit dieser Form der Neuverschuldung und des Neugeldes zu unterstützen, haben wir kein formales Geldproblem.

Dem Staat wird in der aktuellen Konfiguration das Geld niemals ausgehen. Die Folgen allerdings sind dramatisch, und dies gilt für Sie. Die Geldmenge wird steigen, während wir in schlechteren Phasen, also 2020 und folgende, deutlich weniger (!) produzieren als vorher.

Die Dienstleistungen schrumpfen zusammen (wer schneidet Ihnen über die kommenden Woche die Haare – also in echten Geschäftsräumen mit einer Registrierkasse), der Handel bleibt auf seinen Waren sitzen.

Das wiederum bedeutet, dass das neue Geld einfach wertloser wird. Nun werden die Karten nicht auf den Tisch gelegt, denn das gesammelte Weltgeld (oder der Euro) wird der Produktionsmenge nicht einfach gegenübergestellt. Ein „Schleier des Nichtwissens“ breitet sich aus. Der aber wird teuer. So einfach funktioniert die Krisenwirtschaft tatsächlich. Gegenbeispiele sind willkommen.



Source link

Von Veritatis

Schreibe einen Kommentar