In diesem Beitrag stellt Tobias Riegel fest, dass der kritische Teil der Wissenschaft stark diffamiert wird, und hinterfragt die aktuelle mediale Nutzung der Figur Jesus von Nazareth „als angeblicher Verbündeter der ´Verantwortungsvollen´ in ihrem Kampf gegen die Disziplinlosigkeit des Pöbels“. Tobias Riegel meint, das sei das Gegenteil von Aufklärung und eine banale Instrumentalisierung der christlichen Erzählung. Er wünscht zu Corona eine „sachliche, ausgewogene und ergebnisoffene(!) Debatte“, in der „die Maßnahmen auf Verhältnismäßigkeit überprüft werden“.
Zahlreiche Leserinnen und Leser haben uns dazu E-Mails mit eigenen Eindrücken und Erkenntnissen zugesandt. Dafür danken wir sehr. Hier folgt nun eine Auswahl der Leserbriefe. Zusammengestellt von Christian Reimann.

1. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Müller, liebe Redaktion der Nachdenkseiten,
 
als Theologe und evangelischer Pfarrer kann ich Ihnen gerne weiterhelfen bei der Frage, welche Einstellung Jesus zu Hygieneregeln hatte.
 
Im gesellschaftlichen Umfeld, in dem sich Jesus bewegt hat, haben Hygienefragen eine große Rolle gespielt. Der Deutungsrahmen war damals allerdings kein naturwissenschaftlicher, sondern ein religiöser, weil in der Antike die Religion an der Stelle stand, die heute die Naturwissenschaft einnimmt. Doch das Prinzip der „Ansteckung“, das seine Wurzel ja in der Beobachtung des Phänomens Feuer hat, war damals so geläufig wie heute.
 
In der Religion in die Jesus hineingewachsen ist, hatte das Sich-rein-Halten ganz hohe Priorität. Modern ausgedrückt: der Schutz vor Infektionen. „Denn die Pharisäer und alle Juden essen nicht, wenn sie nicht die Hände mit Wasser gewaschen haben, und halten so an der Überlieferung der Ältesten fest; und wenn sie vom Markt kommen, essen sie nicht, bevor sie sich gewaschen haben. Und es gibt viele andre Dinge, die sie zu halten angenommen haben, wie: Becher und Krüge und Kessel und Bänke zu waschen“ (Markusevangelium 7, 3-4). Also Desinfektion in allen Lebensbereichen. Man sollte nicht dem Irrtum verfallen, die damaligen Vorstellungen von Infektion und Hygiene seien ja nur abergläubisch-religiös und nicht wissenschaftlich begründet gewesen. Die Sorge, unrein zu werden bzw. sich zu infizieren war dieselbe wie heute.
 
Jesus und seine Jünger haben nun diese Hygienevorschriften jedoch nicht akribisch eingehalten: Die Pharisäer „sahen, dass einige seiner Jünger mit unreinen, das heißt ungewaschenen Händen das Brot aßen. (…) Da fragten ihn die Pharisäer und die Schriftgelehrten: Warum wandeln deine Jünger nicht nach der Überlieferung der Ältesten, sondern essen das Brot mit unreinen Händen?“ (Markusevangelium 7, 2 und 5)
 
Die Antwort von Jesus ist nun keine Anweisung an seine Jünger, künftig die Hygieneregeln zu beachten, sondern eine fundamentale Kritik am Hygienekult: „Es gibt nichts, was von außen in den Menschen hineingeht, das ihn unrein machen könnte; sondern was aus dem Menschen herauskommt, das ist’s, was den Menschen unrein macht. (…) Und er sprach zu ihnen: Seid denn auch ihr so unverständig? Versteht ihr nicht, dass alles, was von außen in den Menschen hineingeht, ihn nicht unrein machen kann? Denn es geht nicht in sein Herz, sondern in den Bauch und kommt heraus in die Grube. Damit erklärte er alle Speisen für rein. Und er sprach: Was aus dem Menschen herauskommt, das macht den Menschen unrein. Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen heraus die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Arglist, Ausschweifung, Missgunst, Lästerung, Hochmut, Unvernunft. All dies Böse kommt von innen heraus und macht den Menschen unrein“ (Markusevangelium 7, 15-23).
Die Wurzel des Übels sieht Jesus also in der Psyche der Menschen.
 
Welche Konsequenzen diese alternative Sicht für Jesus haben konnte, hat sich gezeigt, als er mit einem Aussätzigen zu tun bekam. „Aussatz“ meint dabei nicht nur die heute als Lepra diagnostizierte Krankheit, sondern umfasst verschiedenste Krankheiten die äußerlich sichtbare Symptome hervorrufen und die in der Antike allesamt als hochansteckend gefürchtet waren. Ein Aussätziger durfte sich Gesunden nicht nähern, keinesfalls Körperkontakt haben (vgl. 3. Mose 13, 45-46). So ein Aussätziger kam zu Jesus, kniete vor ihm nieder (Markusevangelium 1, 40-42). Schon das war undenkbar. Antik jüdische Nachrichten zeigen, dass Aussätzige, die das Distanzgebot missachteten, mit Steinen beworfen wurden. 
 
Ganz anders Jesus: „Und es jammerte ihn, und er streckte seine Hand aus, rührte ihn an“ (Markus 1, 41), woraufhin der Aussätzige gesund wurde. Das Berühren ist umso bemerkenswerter, als Jesus sonst Kranke durchaus auch aus der Distanz geheilt hat. Den Aussätzigen hat er dagegen demonstrativ berührt.
 
Das Verhalten von Jesus gegenüber dem ansteckend Kranken ist aber konsequent. Für Jesus hat der Hygienekult die wirkliche Gottesbeziehung verhindert. Weil für Jesus jede wirkliche Beziehung zu Gott auf Vertrauen beruht. Während der Hygienekult auf Kontrolle setzt. Vertrauen und Kontrolle schließen sich jedoch aus.  
 
Mit freundlichen Grüßen
Pfarrer Michael Rau

2. Leserbrief

DANKE, Tobias Riegel,
 
für diese großartige „Entblößung“ der pro Corona-Argumentation als ebenso substanzlos wie die allermeisten, vielleicht sogar ALLE PCR-Corona-Testergebnisse!
 
Dafür würden Sie unmittelbar nach dem Ende der Maladie Imaginaire höchstwahrscheinlich „HEIILIG gesprochen“ d.h. in höchste Ämter befördert, hätten Sie Ihre Ungläubigkeit nicht ausgerechnet jetzt und in diesem Zusammenhang offenbart!
 
Wer trotz unbestreitbar weniger Toten in diesem  als in den meisten Vorjahren als letzten Strohhalm die christliche oder irgend eine andere  Religion  dazu missbraucht, einen Great Reset mit Hilfe eines  unsichtbaren Virus durchzusetzen, „hat`s nötig“ und verdient unser aller Mitleid! Sonst aber NICHTS, am aller wenigsten unser Vertrauen!
 
Rolf Schmid(87)

3. Leserbrief

Hallo zusammen!
 
Nach dem Lesen des Artikels führte eine kurze web-suche zu folgendem.
Wer die Zeugen Jehovas meidet, hier ein alternativer Link:
 
Letztendlich:
Lukas 11,37 ff zeigt, dass Jesus sich nicht an die einfachsten Hygieneregeln gehalten hat.
Dafür wurde er von den Pharisäern beschimpft. Genau den Pharisäern, welche später ihren Einfluss auf die Römischen Besatzer geltend machten, um Jesus an das Kreuz zu bringen.
 
Viele Grüße
M.S.

4. Leserbrief

Ich komme aus christlich-kirchlichem Umfeld und finde den Umgang mit Corona, der damit verbundenen Einschränkung der Religionsausübung, unerträglich. Ich bin immer froh, wenn ich ab und zu wie folgt etwas lese. Betrachte Sie dies als kleine Weihnachtsgeschichte.

Am 12.12.2020 ist folgender Artikel in der Wettrauer Zeitung erschienen.
Ich zitiere Ernst Rohleder, Pfarrer für Altenseelsorge im Dekanat Wetterau.

Überschrift: NACHDENKEN, Weigerung zu singen

Dieses Jahr werde ich dieses Lied zum Advent nicht singen: “Seht, die gute Zeit ist nah, Gott kommt auf die Erde.” So beginnt diese Adventslied im evangelischen Gesangbuch. Es ist gerade keine gute Zeit und sie wird auch absehbar nicht kommen. So empfinde ich es. Und ich möchte keinen frommen Zuckerguss darüber gießen. Um nicht missverstanden zu werden, ich lieb auch frommen Zuckerguss – aber nicht dieses Jahr.

“Wo sind denn alle hin, sie haben mich hier ganz allein gelassen, das kann man doch mit einem Menschen nicht machen”, sagt eine Bewohnerin in einem der Altersheime, in denen ich als Seelsorger arbeite.

Es ist Mittagsruhe, die anderen Bewohner sind in ihren Zimmern. Die Bewohnerin ist tatsächlich allein auf dem weiten Flur. Meine Versuche, ihr die Mittagsruhe zu erklären, scheitern. “Ich weiß ja, dass ich Ihr Mitgefühl habe”, sagt sie, “aber helfen können Sie mir auch nicht.”

“Nur die im Bett liegen, denen kann man mal die Hand halten.” So erfahre ich, dass sie sich manchmal in andere Zimmer schleicht, um eine Hand zu halten. Andere denken, die Dame sei dement und gehe in andere Zimmer, weil sie orientierungslos sei. Die kleine Dame weint bitterlich und schmiegt sich in meine Arme. Ich spüre gerade keine gute Zeit in der Nähe.

Und doch warte ich auf Weihnachten. Ich denke an den, für den die Tore hoch und die Türen weit gemacht werden sollen. Ich denke an den, dessen Geburt wir feiern: Jesus. Er endete wehrlos wie ein Ehrloser am Kreuz. Es ist der, der die Verfolger segnete und schließlich sagte: “Vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun.” Der Satz ist mir gerade viel näher als eine gute Zeit.

Viele Grüße von Thomas Stierwald

5. Leserbrief

Lieber Herr Riegel,

vielen, vielen Dank für Ihren Beitrag, der mich sehr berührt hat.
 
In meinem ersten Leserbrief an die NDS im April diesen Jahres habe ich zu Ihrem Artikel über die Engstirnigkeit der politischen Entscheidungen geschrieben.
Nun, gefühlt eine Ewigkeit (3/4 Jahr) später, spielt sich das gleiche ab. Unverändert schauen die Politiker und die meisten Mainstream-Medien wie hypnotisiert auf Zahlen und 
beunruhigend steigende Todesfälle. Der Blickwinkel bleibt streng virologisch und die Starvirologen beklagen sich noch, dass sie zu wenig Gehör finden.
 
Statt nun die Bevölkerung zu beruhigen und die Angst und Panik herauszunehmen, die ja wie so oft betont wurde,  einer der Hauptstressoren und Unterdrücker unseres Immunsystems sind , wird weiter auf der Angstklaviatur gespielt von ZEIT bis SZ etc…
Dass sich nun manche Medien und manche Politiker die historische Person des Jesus von Nazareth zu eigen machen um auf die Vernünftigen zu verweisen und die “Andersdenkenden” zu diffamieren schlägt dem Fass den Boden aus.
Ich finde diesen Vorgang unglaublich und stehe fassungslos vor dem Phänomen, dass der kritische Journalismus in den öffentlich rechtlichen Medien, wie auch in Ihren Beispielen Herr Riegel, einem Gefühlskitsch weicht und als seriös kritische Begleitung der Politik überwiegend ausgedient hat.
 
Als ob härtere Lockdowns und Verbote nicht schon genug Unheil angerichtet hätten greifen nahezu alle Politiker reflexartig nach diesem “scheinbaren” Ausweg. Immer mehr vom “Selben” wird es wohl nicht bringen.
 
Seit Frühjar wurde gebetsmühlenartig von vielen, verantwortlich mitdenkenden Menschen (Juristen, Ärzte, Wissenschaftler) auch in Petitionen darum gebeten, verlässliche, flächendeckende Base-Line Studien durchzuführen, auch um eine bessere Einordnung der Gefährlichkeit und Letalität dieses neuen Virus vornehmen zu können. Es kommt mir vor, wie das Pfeifen im Walde. Es blieb bis heute ungehört. 
Wo sind die Überlegungen zu einem gezielten Schutz der Menschen im Pflegeheimen in die Tat umgesetzt worden. Es wäre leicht möglich gewesen, wie einige Beispiele zeigen unter anderem das von Oskar Lafonaine dankenswerter Weise beschriebene, sehr sinnvolle Konzept in Tübingen. (Siehe  NDS “Corona-Kanzlerin ratlos”).
Der von mir sehr geschätzte Professor Streeck hat dies ja im Herbst ebenfalls mehrfach angemahnt.
 
Ich empfinde es fragwürdig, wenn  die Regierung und die Landesregierungen die Menschen des Landes in Geisselhaft nimmt, und damit völlig verschweigt und verdeckt, dass das kaputtgesparte Gesundheitssystem und die schlecht bezahlten Pflegenden in den Heimen, auf den Isolierstationen und in der Intensivmedizin eine Hauptursache für die ganze Misere darstellen.
Wir könnten bei gerechter Bezahlung ein viel stabileres und leistungsfähigeres Gesundheitssystem haben.
Dort hätte man doch im Sommer viel Geld in die Hand nehmen müssen, statt großzügige Unterstützung der Big player wie TUI, Lufthansa und Co zu leisten.
Von den irrsinnigen Rüstungsausgaben in diesen harten Corona-Zeiten will ich gar nicht reden. Auch deutsche Waffen bomben den Jemen in die Steinzeit und fordern zig-Tausende Tote. Wo ist der Aufschrei der Medien, der Bevölkerung….?
 
Die Aussage von Frau Merkel, dafür dass bei zu vielen Weihnachtskontakten einige zusätzliche Menschen versterben werden und das nächste Weihnachten nicht erleben halte ich für manipulativ.  
Frau Merkel, so ist das Leben. Jedes Jahr am Ewigkeitssonntag werden in der Kirche die Verstorbenen des vergangenen Jahres verlesen und ihrer gedacht und immer sind Menschen dabei, für die das überraschend und vielleicht auch “vorzeitig” gewesen ist. Viele werden auch an Einsamkeit sterben und das nächste Fest nicht erleben, vielleicht gerade weil ihre Angehörigen sie nicht besucht haben.
Wir erliegen einem Wahn, wenn wir meinen, alles kontrollieren und steuern zu können.
Aber jeder, der menschlich und wissenschaftlich um die Ecke schaut oder über den Tellerrand blickt wird lt.Frau Merkel zum “Antifaktiker” erkärt. Es zählt nur die Virologie.
 
Und nun komme ich als Pfarrersohn, Arzt und Christ auf Jesus Christus zu sprechen. Über die historische Figur gibt es wenig direkte und viele indirekte Berichte die in den vier Evangelien aufgeschrieben sind. Der historischste Bericht findet sich wohl im Markusevangelium.
Die Vorstellung, Jesus setzte sich aus Nächstenliebe die Maske auf und würde seine einsame Großmutter nicht besuchen aus Schutz vor Krankheit  ist für mich unvorstellbar. Jesus hat Aussätzige berührt und geheilt (Matthäus.8 2-4), er hat fieberkranke Menschen besucht und berührt (Matthäus 8, 14-16)(Markus 1, 29-34), im Gleichnis vom Jüngsten Gericht (Matthäus 25, 31-45)  spricht Jesus jene gerecht, die Hunrige speisen, Fremde aufnehmen, Gefangene und Kranke  besuchen.
Und in der Heiligen Nacht, Herr Ministerpräsident Kretschmar, waren Maria und Joseph mit Jesus nicht allein. Es kamen die Hirten, der Pöbel und Abschaum der damaligen Gesellschaft, weil sie ihrem Herzen und nicht nur ihrem Verstand vertraut haben.
 
Es ist völlig absurd, wenn seriöse Medien Jesus Christus quasi als Schutzpatron der Corona-Alarmisten  apostrophieren.
Vielmehr hat er sich ja immer wieder und  bis zuletzt mit den Pharisäern und Schriftgelehrten auseinandergesetzt und ist von diesen ja zum Tode ausgeliefert worden.
Die Schriftgelehrten und Pharisäer unserer Zeit sind wohl eher manche Politiker und Virologen in ihrer völlig verengten, virologischen Weltsicht.
Die theologische Dimension des Neuen Testamentes, dass heisst die Endlichkeit des irdischen Lebens und  Vertrauen und Hoffnung auf Ewigkeit wird in unserer materialistischen Konsumwelt ja völlig ausgeblendet.
Der Hl.Franziskus soll  sogar Leprakranke umarmt haben.
 
Ich empfehle allen Verantwortlichen sehr Eugen Drewermann, der in einem bemerkenswerten Interview im SRF (Sternstunde Religion) und in einem Vortrag im Oktober über die wesentlichen Dinge zu Leben und Tod spricht. Es ist das Beste was ich von einem Theologen und Philosophen in dieser Coronakrise gehört habe.
Die Kirchen stimmen weitestgehend in den Angst- und Panikmodus ein und fallen für mich im Moment zum großen Teil aus. All das ist sehr, sehr traurig.
 
Im Psalm 90 betet der Psalmist ” Herr lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf das wir klug werden”.
Diese uralten Gebetsworte kommen mir vor wie aus der Zeit gefallen und sagen doch alles, was wesentlich ist.
 
Unsere ach so selbstgefällige, verwöhnte Wohlstandsgesellschaft hat ja den Tod in den letzten 50-60 Jahren überwiegend aus dem Leben verbannt, in die Heime und Krankenhäuser.
Trotzdem war er immer da, in manchen Wintersaisons sogar sehr massiv und es hat die Politik, die die Krankenhaus- und Pflegeheimmisere und den Mangel an Pflegekräften maßgeblich zu verantworten hat, nie interessiert.
Jetzt wo die Medien die Angst und Panik täglich in das Volk blasen schreien alle auf , riegeln sich die meisten ein und versuchen, wahrscheinlich mit der umstrittenen Impfung, dieses mal noch davon zu kommen. 
Nach meinem Empfinden wird das, was in unserem Land, auf der Welt  passiert kaum treffender ausgedrückt, als in der viel zitierten kleinen Geschichte, die ich trotzdem noch einmal anfüge. 
 
Der Tod sitzt vor der Stadtmauer und wartet. 
Ein Gelehrter kommt vorbei, setzt sich zu ihm und fragt: , Was tust du hier?”
Der Tod antwortet: „Ich geh jetzt in die Stadt und hole mir 100 Menschen.“
Der Gelehrte rennt in die Stadt und ruft aufgeregt: , Der Tod wird kommen und 100 Menschen mitnehmen!”
Daraufhin rennen alle Menschen panisch in ihre Häuser und sperren sich über viele Wochen ein, 5000 Menschen sterben.
Als der Gelehrte die Stadt verlässt, sitzt der Tod immer noch dort und der Gelehrte sagt zornig: „Du wolltest 100 Menschen holen, es waren aber 5000!” Der Tod antwortete: „ich hab 100 geholt, Kranke und Alte, wie jede Woche.
Den Rest hat die Angst geholt, für die du zuständig bist!” 
 
Lieber Herr Riegel und lieber Herr Müller mit ihrem Team,  ich bin sehr froh, durch Sie und Ihr bewährtes Team kritische und aufmerksame Begleiter gefunden zu haben und danke von tiefem Herzen für Ihre diffenzierte Arbeit und Berichterstattung und wünsche Ihnen allen von Herzen eine friedvolle Advents- und Weihnachtszeit. 
 
Dr. Sebastian Hinz

6. Leserbrief

Guten Tag!

Als Mediziner einerseits und gläubiger Mensch andererseits kann ich dem Artikel nur beipflichten. “Corona” trägt als Phänomen unserer Zeit neben vielen anderen auch pseudoreligiöse Züge. Insofern könnte das hierzu passende Gebet des Corona-konform eingespannten Jesus folgendermaßen lauten:

“Im Namen von Corona, COVID-19 und SARS-CoV-2,

Corona unser in der Atmosphäre
unveränderlich sei deine Abkürzung COVID-19
Deine Impfung komme
Deine Maßnahme geschehe
wie von Statistikern und Virologen berechnet
so in unserem Alltag
unsere tägliche Maske gib uns heute
und vergib uns, dass wir unser Gesicht berührt haben
wie auch wir vergeben unseren Kindern,
dass sie sich nicht immer zuverlässig an die Maßnahmen halten
und führe uns nicht in Versuchung
unsere Grundrechte einzufordern
sondern erlöse uns von den Covidioten
denn dein ist die Alltagseinschränkung
und der Lockdown
und die neue Normalität,
Amen.

Frohe Weihnachten allerseits! Hoffentlich das “letzte Weihnachten” mit dieser Art von Massenhysterie.

V.V.

7. Leserbrief

Lieber Herr Riegel,
 
ich schätze Sie und die nachdenkseiten.de sehr! Und ich lerne sehr viel von Ihnen, gerade wenn es um das Entdecken von Meinungsmanipulationen und politischen Zusammenhängen geht. Und vieles mehr, v.a. in diesen Zeiten: Das leidige Thema der engen Meinungskorridore.
 
Ich erlaube mir nun einige Bemerkungen zu Ihrem Artikel „Jesus: Der neue Zeuge Coronas“. Sie erwähnen das merkwürdige Phänomen, Jesus zum „Verbündeten“ der Meinungsmache zu machen. Und was evtl. Christenmenschen dazu sagen (wobei ich zweifellos nur für mich sprechen kann).
 
Die Frage, was Jesus tun würde—wwJd, also: what would Jesus do­—kann durchaus ernsthaft gestellt werden. Epidemien waren jedenfalls schon in der Antike ein großes Thema (vgl. auch die Geschichten, in denen Aussätzige vorkommen). Was Jesus GENAU tun würde, das ist Spekulation, aber wenn die berühmte Oma ihn bitten würde, ihr in ihrer Not oder Einsamkeit zu helfen, dann würde er das tun. So hat er das jedenfalls sonst auch getan und sich wenig um (un-) geschriebene Regeln gekümmert.
 
Mich persönlich nervt weniger, dass Jesus nun nicht mehr Messias, Freund oder Schmerzensmann, sondern Maskenmann sein soll; wirklich störend finde ich, dass das Medien-Framing von Anfang an lautete: Die Kirchen tun nichts in der Pandemie.
 
Dass es DIE Kirchen nur in Gestalt von einigen Oberen und tausenden Gemeinden/Individuen gibt, die je nach Lage und Möglichkeit viele verschiedene Sachen versucht haben und versuchen, zwischen digital und analog, das reicht offensichtlich nicht. Zweifellos ist Kritik mehr als angebracht, ob „die Kirchen“ richtig und genug getan haben/tun. Ich meine auch ganz und gar nicht, dass alles gut ist.
 
Aber AUF WAS GENAU warten eigentlich die großen Medien? Das wäre vielleicht interessant, dem einmal nachzugehen. Ich vermute, sie hoffen auf einen Corona-Hammer der Kirchen—aber die Kirchen haben ihre Lektion nach dem berüchtigten Hexenhammer offensichtlich gelernt, hüstel, hüstel… Im Ernst: Leben, Sterben und Hoffnung das alles gehört schon immer zum Grundangebot der Kirchen, es gibt keine Religionssonderausgabe für pandemische Zeiten.
 
Herrlich finde ich Ihre persönlichen Selbstoffenbarungen, die alles erwarten lassen, aber bloß kein interessantes Räsonnement darüber, wie SIE sich jetzt ihren eigenen Jesus „backen“—eher ein lukanischer Jesus, würde ich sagen, denn Lukas gilt als der Evangelist der Armen, und einige seiner Jesus-Geschichten sind wirklich der Hammer (denken Sie bloß an das Gleichnis vom reichen Mann und vom armen Lazarus (Lk 16,19–31)—wenn das ernsthaft zu Ende gedacht wird, dann hui, hui, dann landen wir nicht in der bürgerlich-kapitalistischen Welt…).
 
Aber genau darin kann ich Ihnen sehr gut folgen (auch Pfarrer backen sich gerne ihren eigenen Jesus): Wir wissen zwar wirklich NICHT VIEL über den so genannten historischen Jesus, also den Wanderprediger, der in Galiläa wirkte, aber: Er hat seine Zeitgenossen, Anhänger und Gegner (w/m/d) so lange gefordert und überfordert, bis die Gegnerschaft ihn, aber das wissen Sie ja selbst… Und klar würde dieses Ende heute wieder auf ihn warten, auch wenn er das mit Sicherheit nicht so geplant hätte. Allerdings würde ihm die Kamera heute direkt ins Gesicht zoomen.
 
Also machen Sie bitte genau so weiter und erlauben Sie mir eine letzte Bemerkung: Sie machen sich mehr Gedanken über Jesus als 97,5 Prozent der Christenmenschen und das wird auch denen im Himmel auffallen!
 
Gute Grüße
Ihr Pfarrer Paul Streidl

8. Leserbrief

Werter Herr Riegel!

Ich habe die betreffende Aussage von Frau Merkel im Bundestag verfolgt. Anschließend wurde Merkel von einem Mitglied des Bundestages eine Frage zu den Nebenwirkungen der Impfung gestellt. Da der Fragesteller es wagte, den Begriff “Genmanipulation” (Und nichts anders ist, diese Impfung!) in seine Frage einfließen zulassen, nutzte Merkel dieses sofort, um den Fragesteller als Impfgegner an den Pranger zu stellen. Dafür bekam sie dann von fast allen Anwesenden Beifall.

So sieht also die “Neue” Debattenkultur in Deutschland aus! Sollte jemand nicht auf Linie sein und kritisch Nachfragen, dann etikettiere man ihn mit einem der gängigen Attribute von A wie Antisemit über R wie Rechter bis hin zu V für Verschwörungstheoretiker. Anschließend wirft man demjenigen aufgrund dieser Einstellungen noch eine grundsätzliche Verweigerungshaltung zu Diskursen oder Debatten vor. Sodass man mit ihm nicht reden kann und muss, selbst wenn dieser Bereitschaft zeigt. Denn was soll bei einem Gespräch mit Bürgern, die nicht an diese Notwendigkeit der Corona-Maßnahmen glauben, schon heraus kommen? Das alles wird dann Medial verpackt an die “Gläubigen” gesendet und fertig ist der Mikrokosmos unserer Kanzlerin.

Da es aber zu viel Widerspenstige gibt, muss man andere Geschütze auffahren. Wie die Verschärfung der Maßnahmen incl. einer rigoroseren Vorgehensweise durch Ordnungsorgane, einer noch mehr auf Panik getrimmten Berichterstattung durch die Leitmedien mit täglichen Todeszahlen (Die Zahl der angeblich Infizierten reichte nicht mehr aus?) einer vermehrten Ausstrahlung von rührseligen Werbespots, welche die Maßnahmen als zu ertragende Notwendigkeit hinstellen, und seit einiger Zeit wird nun auf die Verweigerer direkt Bezug genommen, indem man sie und ihr Verhalten als verantwortungslos gegenüber der gläubigen Masse anprangert. Hier wird ein geschickt eingefädelter Konflikt wie ein Keil zwischen die Bürger geschlagen.

Wie Sie bereits anmerkten, erschwerend kommt hinzu, dass nur eine Seite Gehör bei den mittlerweile gleichgeschalteten Medien bekommt. Wer andere Meinungen hören möchte, muss auf das Internet ausweichen, welches anschließend als Herd der Ausgeburt des Bösen an den Pranger gestellt und soweit als möglich gesperrt wird. Wer nach all diesen Maßnahmen anfängt, kritisch zu werden und nachfragt, “Ob das denn alles noch mit Corona zu tun hätte?”, landet dann wieder dort, wo ich begonnen habe, er wird etikettiert und ins Abseits gestellt.

Nun wird Jesus mit ins Boot geholt, um der Angelegenheit mehr Menschlichkeit zu verpassen. Und wer kann da schon widersprechen Atheist hin oder her? Hier sind einige sehr gerissene Spindoktoren am Werk, welche im Auftrag einer Elite ein Drehbuch zu Corona geschrieben haben und nun durch die Regierungen abarbeiten lassen. Siehe dazu das gut recherchierte Neue Buch von Paul Schreyer “Chronik einer angekündigten Krise: Wie ein Virus die Welt verändern konnte, welches auf den Nachdenkseiten schon behandelt wurde.

Trotz der düsteren Aussichten für die Zukunft. Ich wünsche dem Team der Nachdenkseiten – im Rahmen der Möglichkeiten – schöne Feiertage und viel Energie wie auch Schaffenskraft für das neue Jahr!

Mit frdl. Grüßen Ralf Matthias

9. Leserbrief

Was Jesus gefordert hätte, steht in der Bibel: auf keinen Fall die Hände waschen, das ist für ungläubige Pharisäer. Jesus glaubte, dass Krankheiten von innerem Schmutz kämen und nicht von äußerem, daher müsse man Vater und Mutter ehren und so statt auf Hygiene zu achten. Und überhaupt, Gott würde entscheidet, wer leben darf.

Dass Jesus als Vorbild für Anti-Corona-Maßnahmen herangezogen wird, ist ironisch. Es zeigt, dass in Deutschland fast niemand den Inhalt der Bibel kennt, inklusive der frömmelnden Politiker und Journalisten.

Matthäus 15,1-20
1 Kurz darauf kamen einige Pharisäer und Schriftgelehrte aus Jerusalem zu Jesus und fragten ihn: 2 «Weshalb befolgen deine Jünger unsere alten Traditionen nicht? Sie waschen sich nicht einmal vor dem Essen die Hände.» 3 Jesus fragte zurück: «Und weshalb brecht ihr mit euren Vorschriften die Gebote Gottes? 4 So lautet ein Gebot Gottes: ‘Ehre deinen Vater und deine Mutter! Wer seine Eltern verachtet, der soll sterben.’1 5 Ihr aber sagt: ‘Wenn jemand seinen hilfsbedürftigen Eltern erklärt, dass er ihnen nicht helfen kann, weil er sein Vermögen dem Tempel vermacht hat, dann hat er nicht gegen Gottes Gebot verstossen.’2 6 Damit setzt ihr durch eure Vorschriften das Gebot Gottes ausser Kraft. 7 Ihr scheinheiligen Heuchler! Jesaja hat ganz richtig von euch gesprochen: 8 ‘Diese Leute können schön über Gott reden, aber mit dem Herzen sind sie nicht dabei. 9 Ihr Gottesdienst ist wertlos, weil sie ihre menschlichen Gebote als Gebote Gottes ausgeben.’»3 10 Dann rief Jesus die Menschenmenge zu sich: «Hört, was ich euch sage, und begreift doch: 11 Nicht was ein Mensch isst, macht ihn unrein, sondern das, was er denkt und redet.» 12 Da traten die Jünger näher zu ihm und sagten: «Weisst du, dass du damit die Pharisäer verärgert hast?» 13 Jesus antwortete: «Jede Pflanze, die nicht von meinem himmlischen Vater gepflanzt worden ist, wird ausgerissen. 14 Lasst euch nicht einschüchtern! Sie wollen Blinde führen, sind aber selbst blind. Sie werden zusammen mit den Blinden, die sie führen wollen, in den Abgrund stürzen.» 15 Da sagte Petrus: «Das haben wir nicht verstanden.» 16 «Selbst ihr habt es immer noch nicht begriffen?» fragte Jesus. 17 «Versteht ihr denn nicht, dass alles, was ein Mensch isst, zuerst verdaut und dann ausgeschieden wird? 18 Aber böse Worte kommen aus einem bösen Herzen, und sie beschmutzen den Menschen, der sie ausspricht. 19 Aus dem Herzen kommen böse Gedanken, die dann zu Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, Lüge und Verleumdung führen. 20 Durch sie wird der Mensch vor Gott unrein, nicht dadurch, dass man zum Essen geht, ohne sich vorher die Hände zu waschen.

Alternativ: Markusevangelium (5.Teil) Mk7,1-23

Freundliche Grüße
Romi  Klippert

10. Leserbrief

Liebes Leserbrief-Team, lieber Tobias Riegel,
 
nun werden, wie es aussieht, immer „heißere Eisen ins Feuer geworfen“ um Corona und die Einstellung von Merkel, RKI und Wissenschaft zu rechtfertigen. Bei Merkel-Zitaten kann man gut und gerne gleich laut lachen, wenn man es fertig bringt oder einfach vor sich hin sagen: Diese Frau ist sowas von ….. und mit dem Kopf schütteln und zusehen, dass man bessere Texte zu lesen bekommt.
 
Jesus, dieser Unschuldige, ist ins Gespräch gekommen, weil auch für Weihnachten Tante Merkel gute Rat-Schläge auf Lager für uns alle hat. Als „Mutter der Nation“ ihre Lieblingsrolle.
 
Was Jesus und die sog. Esoterik angehet, so ist Esoterik einfach nur das Gegenteil von Exoterik und deutet auf den inneren, philosophischen Teil einer Sachlage hin und Exoterik auf den äußeren, was man z.B. an den vielen Unternehmensleitbildern sehen kann, nach denen in der Regel aber nicht gearbeitet wird… Philosophie verdirbt das Geschäft.
 
Ich bin eine Jesus-Anhängerin, die diesen Mann aus Nazareth sehr ernst nimmt, was die Kirchen, seit es sie gibt, nie machten und auch nicht machen werden. Zu groß ist der Unterschied und immer wieder haben die Menschen und erst recht die politisch Agierenden ihn missbraucht für ihre eigenen Zwecke und Ziele.
Warum sollte das jetzt anders sein?
 
Was alle Menschen haben ist der freie Wille, den Gott uns mit unserer Geburt  gegeben hat und wir selber entscheiden können, wie wir was regeln und tun! Es ist UNSERE Sache und hat mit Gott, Jesus, Weihnachten erst einmal nichts zu tun.
 
Ob nun Merkel predigt – in Anlehnung an ihren Vater – den roten Kastner – der ganz gut mit dem DDR Regime kungeln konnte ebenso wie viele andere Theologen, bzw. Pastoren, kennt kaum jemand den Pastor Brüsewitz, der sich in der DDR vor seiner Kirche selbst verbrannt hat, aus Verzweiflung über die Schlappheit und lauwarme Art der DDR-Kirche, die dem DDR-Unrecht zugeschaut und mitgemacht hat, genau wie die West-Kirchen in der Nazi-Zeit.
 
Die Corona-Maßnahmen nun mit Jesus und Heilig Abend in Verbindung zu bringen, kommt natürlich dann auch den christlich lackierten (Werner Rügemer) Parteien sehr entgegen! Doch solange diese christlich Lackierten die konsequente Friedensbotschaft des Jesus von Nazareth nicht befolgen, sind sie nichts weiter als hohle, leere Dummredner ohne inspirierende Kraft.
 
Ein Atheist, der seine Grundsätze hat und Frieden will und dafür auch einsteht – nicht mit Bomben Frieden erzwingen etc. – sondern friedlich wie einst Gandhi – steht dem Jesus von Nazareth viel näher als ein lauwarmer Christ, dem alles egal ist oder auch ein „heißer Christ, der sich mit dem Unrechtsstaat voll identifiziert.
Ich erinnere mich noch an Pfarrer, die in ihrem Talar auf Friedensdemonstrationen teilnahmen um zu zeigen: Kirche kann anders.
 
Weihnachten ist bei uns nun mal das Fest der Liebe, der gegenseitigen Besuche und des Friedens. Es gibt Fotos von verfeindeten Soldaten aus dem letzten Krieg, die am heiligen Abend friedlich beisammen saßen und diesen feierten, bis dann das Gemetzel am nächsten Tag von vorne losging, auf Geheiß von Politikern und Ihren Generalen.
 
Warum also sollen Oma und Opa an Weihnachten nicht besucht werden? Nur weil Merkel und das RKI das so wollen und mit dem Tod drohen, der uns allen dann bevorsteht, wenn wir uns anstecken mit Corona?
 
Was würde – mal aus einem anderen Blickwinkel betrachtet – „Don Camillo“ wohl  dazu sagen, wenn der kommunistische Bürgermeister Peppone von seiner Gemeinde das erwarten würde, was Merkel jetzt von uns erwartet?
Ich denke, er wird zu seinem Jesus am Kreuz rennen und erst mal schimpfen. Dann wird Jesus ihm lächelnd sagen, dass ja sein Zorn richtig sei – aber – bitte nicht zu sehr. Und Don Camillo würde am Heiligen Abend alle alten Leute und Ochsen und Esel in seine Kirche holen und mit ihnen ein Fest feiern. Das wäre der richtige Streich gegen Peppone, der mal wieder alles richtig für seine Karriere machen wollte, aber falsch für die Menschen. Man lässt seine Mütter und Väter am Heiligen Abend oder an Weihnachten einfach nicht im Stich!
 
Beste Grüße
Karola Schramm

11. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Riegel,

beim Hören Ihres Artikels hätte ich heute beinahe vor Lachen das Lenkrad verrissen. Nein, nicht wegen Ihnen oder Ihres Artikels, sondern wegen eines Punktes, den Sie, obwohl Sie viele wichtige Fragen stellen, doch vergessen haben, und den gläubige Christen mit Sicherheit nicht angehen werden, weil er nicht in die Welt ihres Glaubens passt.

Als Atheist dagegen bin ich frei von jeglichen selbst oder “von oben” auferlegten Denkverboten, und so stellt sich mir automatisch eine Frage, wenn jemand meint, daß Jesus seine Oma nicht besucht hätte: ein Mann, der göttlicher Abstammung sein soll, der angeblich über Wasser laufen konnte, der Kranke und Lahme durch Handauflegen geheilt haben soll, der Wasser in Wein verwandeln konnte, ein solch mächtiges Wesen, ein Halbgott also, soll an einem Virus erkranken???

Wäre ein solches Wesen nicht auch in der Lage, einem Virus zu trotzen? Oder sich selber durch Handauflegen oder durch ein Gebet zu kurieren? Wäre er nicht von Natur aus immun gegen Viren? Könnte er nicht sogar das Virus komplett auslöschen?

Apropos, da fällt mir ein: gibt es überhaupt irgendwelche Überlieferungen über Kinderkrankheiten, die Jesus durchlitten hat? Mumps? Röteln? Masern? Windpocken? Karies? Akne?

Wenn solche Ereignisse im Leben des Kindes eines allmächtigen Wesens, an das die Christen glauben, keine Rolle gespielt haben, wieso sollte es dann ein Coronavirus?

Mit freundlichen Grüßen,
Wolfgang Klein

12. Leserbrief

Werte Kollegen, liebe NDS,
 
wenn Thomas Riegel in dem sehr guten Artikel meint, …”Jesus würde heute erneut an ein (mediales) Kreuz genagelt werden”, dann möge sein Wort in Gottes Gehörgang gelangen.
Der historische Jesus legte sich bereits in jungen Jahren mit den Geldhändlern “im Tempel seines Vaters” an. Später wurde er “Rädelsführer” einer Bewegung (später Christentum genannt), die sowohl das jüdische Establishment, als auch die Römischen Herrscher in große Aufregung versetzten – mit dem bekannten üblen Ende.
 
Heutzutage würde ein derart charismatischer Anführer von Protestbewegungen sehr schnell nicht nur von den Medien ans Kreuz, sondern viel eher nach einigen Verwarnungen verhaftet und – angesichts seines Starrsinns – wahrscheinlich in die Psychiatrie eingewiesen worden. Dank unserer, wenn auch reduzierten, demokratischen Spielregeln hätte er eben nicht mit Steinigung (was man irgendwann auch in Deutschland noch erleben könnte), sondern mit geschlossemem Vollzug zu rechnen. Mit Herrn Riegel stimme ich sicher überein, dass die Medien wohl die größte definierte Gruppe sind, der man inzwischen bestätigen kann, wenig aus der Geschichte gelernt zu haben – schon gar nicht, wenn Ereignisse über unglaubliche Zeitspannen wie Tage oder Wochen zurückliegen.
 
Beste Grüße und weiter so,
H. Rudolf

13. Leserbrief

Werter Herr Riegel,

mit Ihrem Artikel haben Sie  ins Schwarze getroffen. Es treibt wahrlich seltsame Blüten heuer zu Weihnachten. Es geht allerdings noch schlimmer, viel schlimmer

Hilfe, Alarm! ntv.de bläst zum finalen Panik-Sturm und kündet schon mal vom potentiellen „Bergamo“ in der Lausitz!

„Nicht genug Beatmungsbetten – Klinik in Sachsen wendet Triage an

Sachsen ist besonders stark vom Coronavirus betroffen. Mittlerweile stoßen auch die dortigen Kliniken an ihre Belastungsgrenzen. Ein Krankenhauschef erzählt, dass Ärzte in seiner Klinik schon entscheiden mussten, welchen Patienten geholfen wird und welchen nicht.

Einem Medienbericht zufolge hat erstmals ein ärztlicher Direktor in Deutschland bestätigt, dass in seiner Klinik Ärzte vor der Entscheidung stehen, welchen Corona-Patienten sie helfen und welchen nicht….

Die Triage könne bedeuten, dass es für nicht verlegungsfähige Patienten dann keine entsprechende Hilfe mehr gebe und das sei auch bereits der Fall gewesen….

Stand Dienstag wurden im Landkreis Görlitz nach Behördenangaben 263 Corona-Patienten stationär behandelt, davon 25 intensivmedizinisch. … Das Land Sachsen zählte gestern 3136 stationäre Corona-Patienten im Freistaat. Davon wurden 582 intensivmedizinisch betreut.“

Und damit es auch dem Letzten noch klar wird, dass es ihm bald an den Kragen gehen könnte, direkt dahinter noch das:

„Wenn Ärzte entscheiden sollen – Wer darf leben, wer muss sterben?
Sollten Ärzte einen 85-Jährigen von der Beatmungsmaschine abhängen, um damit eine junge Mutter zu retten? Im sächsischen Zittau müssen Ärzte solche Entscheidungen nun fällen. Doch was ist rechtens, was wäre strafbar?“

Da sollte man doch tatsächlich mehr als dankbar sein, dass die arme, nicht zu rettende junge Mutter nicht auch noch als mit Zwillingen oder gar Drillingen schwanger vorgestellt wurde (Sarkasmus Ende).

Zu Anfang des „lockdown light“ im November gab es an gleicher Quelle ab und an die „Intensiv-Betten-Statistik“ der DIVI, aus der leicht zu entnehmen war, wie die jeweils aktuelle (Belegungs-)Lage war. Furchterregend, versteht sich, allerdings konnte man auch leicht – dank realer Zahlen seinerzeit – nachvollziehen, dass die Beschickung mit Intensivbetten im „Gesundheitswesen“ als arg dürftig zu  bezeichnet war und ist. Ließ man die mit Uni-Kliniken beschickten Städte außen vor, sah es noch um ein Beträchtliches schlimmer aus. Dass man zwischenzeitlich (zumindet bei ntv) längst vergeblich nach dieser Statistik sucht ist deshalb kaum verwunderlich. Solch offensichtlich jahrelang erfolgter „Kahlschlag“ im scheinbar sakrosankten „Gesundheitswesen“ darf keinesfalls publik bleiben. Deswegen wird bei DIVI auf der homepage wohl auch darauf verwiesen, dass eine Verwendung der bereitstehenden Basisdaten ohne Erlaubniseinholung untersagt sei. Was Wunder!

Jesus, der Zeuge Coronas  wie auch die arme junge Mutter in der Lausitz – die Verlautbarungs-Propaganda feiert Feste!

Frohe Weihnachten wünscht
M. K.

14. Leserbrief

Lieber Tobias Riegel, danke für den neuen Kronzeugen aus Bethlehem;

wir müssen “ihnen” vor allem bei drei Dingen immer immer wieder auf den Nerv gehen, in der Hoffnung, etwas damit in den Köpfen zu bewirken:

(1.) die zyklische Überproduktionskrise war längst fällig und hatte im Verlaufe des Jahres 2019 auch schon eingesetzt; es gibt keine “CoronaKrise”!

(2.) jetzt wird alles getan, um davon abzulenken, dass das deutsche Gesundheitswesen durch Privatisierung und Profitorientierung systematisch zerstört worden ist; Susan Bonath hat das überzeugend dargelegt.

(3.) Aufrüstung und Expansion, nun konkret von EU und NATO u. letzteres bis in den “weichen Unterleib” Russlands,  sind nicht nur wirklich lebensgefährlich, sondern auch überhaupt keinerlei Heilmittel gegen die Krise – das half weder dem kaiserlichen Deutschland 1912-14 noch Nazideutschland 1938-39-41. Der einzige Ausweg ist eine antizyklische Investitions- und Umverteilungspolitik! Die geht nur gegen die oberen Zehntausend – und deswegen ist sie im Grunde revolutionär und so schwer zu machen!

Herzliche Grüße
Volker Wirth



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Von Veritatis

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